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Home Soziales CSR / Diversity

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Corporate Social Responsibility - CSR

„Strikt nach seinem Wortlaut ist der Terminus „Corporate Social Responsibility" (CSR) mit „sozialer Verantwortung von Unternehmen" zu übersetzen. Angesichts der Weiterentwicklungen des Konzepts in den vergangenen Jahren ist allerdings davon auszugehen, dass der Begriff heute in einem noch viel breiteren Zusammenhang verwendet wird und nicht mehr nur die Übernahme von sozialer Verantwortung durch Unternehmen, sondern auch durch Organisationen und die Politik beschreibt. In diesem Zusammenhang ist auf die Definition von CSR der Europäischen Kommission zu verweisen, welche CSR als „die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft" definiert (KOM (2011) 681 endg.).

„Durch unterschiedlichste Aktivitäten in diesem Bereich machen Unternehmen und Organisationen auf sich aufmerksam, wobei meist eine Verbesserung ihres Images im Vordergrund steht. CSR ist jedoch mehr als ein Marketinginstrument oder punktuelles Engagement." (Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und KonsumentInnenschutz, 2011)

Nach Auffassung des Sozialministeriums bezieht sich der Begriff auf die Verpflichtung von Organisationen und Unternehmen, soziale Verantwortung zu übernehmen und deutlich über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehende Maßnahmen zu treffen, die vor allem soziale, aber auch ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit fördern sollen.

„Soziale Verantwortung muss ganzheitlich in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit gelebt werden." (Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und KonsumentInnenschutz, 2011)

Als ganzheitliche und langfristige Strategie verstanden, ist CSR nur dann erfolgreich, wenn es von der Organisations- bzw. Unternehmensführung ausgehend in die Organisations- bzw. Unternehmenskultur integriert wird, sich nicht nur auf das Kerngeschäft erstreckt sondern systematisch die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette und daher auch beispielsweise Subunternehmen und LieferantInnen umfasst.

Sowohl bei der Planung und Gestaltung, als auch bei der Umsetzung und Kontrolle von CSR-Maßnahmen kommt den relevanten Anspruchsgruppen wie ArbeitnehmerInnen und ihren Vertretungen (z.B. Betriebsrat), den Sozialpartnern, Nichtregierungsorganisationen, KonsumentInnen, InvestorInnen, LieferantInnen und Betroffenen im lokalen und regionalen Umfeld des Betriebes eine grundlegende Rolle zu. Die aktive Einbindung von internen und externen StakeholderInnen in Form eines kontinuierlichen und intensiven Dialoges ist ein wesentlicher Bestandteil von CSR und kann daher nicht ausgespart werden. Im Sinne der Transparenz müssen Informationen über CSR-Aktivitäten vonseiten der Unternehmen und Organisationen sowohl verständlich und nachvollziehbar (unter Einsatz klarer Indikatoren, Kriterien und Benchmarks) kommuniziert werden, als auch seriös und leicht zugänglich sein.

„Die Bewältigung gesellschaftlicher Probleme kann nur gelingen, wenn Politik und Wirtschaft gleichermaßen ihren Beitrag leisten." (Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und KonsumentInnenschutz, 2011)

CSR beschränkt sich nicht nur auf Unternehmen, sondern betrifft auch Organisationen im weiteren Sinn und damit ebenfalls Gebietskörperschaften und Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie das Sozialministerium. Insbesondere Letztere sollen eine Vorreiterrolle hinsichtlich sozialer Verantwortung einnehmen. Neben Mitgliedschaften und der aktiven Mitarbeit in für den CSR-Bereich relevanten Vereinen und Gremien sowie als Teil der ministeriellen Steuergruppe zur Erarbeitung eines österreichischen CSR-Aktionsplans, fördert das Sozialministerium daher viele CSR-Projekte, die zur Weiterentwicklung beziehungsweise zur Verbreitung und Umsetzung des CSR-Konzepts dienen und setzt auch innerhalb des eigenen Ressorts Maßnahmen um, die in erster Linie Aktivitäten umfassen, die die Vorreiterrolle des Sozialministeriums in Bezug auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Förderung von MitarbeiterInnen des Sozialministeriums weiter ausbauen.