• Schriftgröße
  • Schrift rauf
  • Schrift normal
  • Schrift runter
  • Kontrast
  • Kontrast Schwarz auf Gelb
  • Kontrast normal
  • Kontrast Blau auf Weiss

Hauptmenü

Sie sind Hier:
Home Soziales CSR / Diversity

Inhalt

Corporate Social Responsibility - CSR

„Strikt nach seinem Wortlaut ist der Terminus „Corporate Social Responsibility" (CSR) mit „sozialer Verantwortung von Unternehmen" zu übersetzen. Angesichts der Weiterentwicklungen des Konzepts in den vergangenen Jahren ist allerdings davon auszugehen, dass der Begriff heute in einem noch viel breiteren Zusammenhang verwendet wird und nicht mehr nur die Übernahme von sozialer Verantwortung durch Unternehmen, sondern auch durch Organisationen und die Politik beschreibt. In diesem Zusammenhang ist auf die Definition von CSR der Europäischen Kommission zu verweisen, welche CSR als „die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft" definiert (KOM (2011) 681 endg.).
"In den letzten Jahren hat das CSR-Konzept stark an Bedeutung gewonnen, vor allem in Bezug auf soziale Aspekte wie etwa die Schaffung von existenzsichernden Arbeitsplätzen und die Förderung von Chancengleichheit und Diversity durch Unternehmen. Zu betonen ist in diesem Zusammenhang, dass CSR über rechtliche Verpflichtungen (z.B. Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechte) hinausgeht und diese keinesfalls untergraben darf. Besonders wichtig ist die Transparenz und Vergleichbarkeit von CSR-Maßnahmen, weshalb sich mein Ministerium für die Entwicklung von klaren, überprüfbaren Kriterien einsetzt." (Rudolf Hundstorfer, Sozialminister, 2014)
Nach Auffassung des Sozialministeriums bezieht sich der Begriff auf die Verpflichtung von Organisationen und Unternehmen, soziale Verantwortung zu übernehmen und deutlich über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehende Maßnahmen zu treffen, die vor allem soziale, aber auch ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit fördern sollen.
„Ein zukunftsweisendes CSR-Konzept integriert verantwortliches Handeln in die Unternehmenskultur. Die Berücksichtigung der Interessen von ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen, ein klares Bekenntnis zur Gleichstellung von Frauen und Männern und zu Diversität im Unternehmen müssen zentrale Anliegen jeder CSR-Strategie sein. So kann CSR einen wesentlichen Beitrag im Bemühen um soziale Nachhaltigkeit im Sinne von Armutsbekämpfung und sozialer Gerechtigkeit leisten." (Rudolf Hundstorfer, Sozialminister, 2014)
Als ganzheitliche und langfristige Strategie verstanden, ist CSR nur dann erfolgreich, wenn es von der Organisations- bzw. Unternehmensführung ausgehend in die Organisations- bzw. Unternehmenskultur integriert wird und sich nicht nur auf das Kerngeschäft erstreckt sondern systematisch die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette und daher beispielsweise auch (internationale) Subunternehmen und LieferantInnen umfasst.
Sowohl bei der Planung und Gestaltung, als auch bei der Umsetzung und Kontrolle von CSR-Maßnahmen kommt den relevanten Anspruchsgruppen wie ArbeitnehmerInnen und ihren Vertretungen (z.B. Betriebsrat), den Sozialpartnerorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, KonsumentInnen, InvestorInnen, LieferantInnen und Betroffenen im lokalen und regionalen Umfeld des Betriebes eine grundlegende Rolle zu. Die aktive Einbindung von internen und externen StakeholderInnen in Form eines kontinuierlichen und intensiven Dialoges ist ein wesentlicher Bestandteil von CSR und kann daher nicht ausgespart werden. Im Sinne der Transparenz müssen Informationen über CSR-Aktivitäten vonseiten der Unternehmen und Organisationen sowohl verständlich und nachvollziehbar (unter Einsatz klarer Indikatoren, Kriterien und Benchmarks) kommuniziert werden, als auch seriös und leicht zugänglich sein.
CSR beschränkt sich nicht nur auf Unternehmen, sondern betrifft auch Organisationen im weiteren Sinn und damit ebenfalls Gebietskörperschaften und Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie das Sozialministerium. Insbesondere Letztere sollen eine Vorreiterrolle hinsichtlich sozialer Verantwortung einnehmen. Neben der aktiven Mitarbeit in für den CSR-Bereich relevanten Vereinen und Gremien, fördert das Sozialministerium daher viele CSR-Projekte, die der Weiterentwicklung beziehungsweise der Verbreitung und Umsetzung des CSR-Konzepts dienen und setzt auch innerhalb des eigenen Ressorts Maßnahmen um, die in erster Linie Aktivitäten umfassen, die die Vorreiterrolle des Sozialministeriums in Bezug auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Förderung von MitarbeiterInnen des Sozialministeriums weiter ausbauen.