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Corona-Schutzimpfung – Häufig gestellte Fragen - Medizinische Fachfragen

Wir weisen darauf hin, dass die FAQ zur Corona-Schutzimpfung dem Stand des jeweiligen Zeitstempels entspricht und Aktualisierungen sowie Änderungen laufend auf Grund der Abhängigkeit von zahlreichen externen Parametern und der Komplexität des Prozesses erfolgen.

Tipp

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus finden Sie unter Coronavirus – Häufig gestellte Fragen.

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Personen mit bekannten Allergien, wie beispielsweise gegen Aeroallergene wie Pollen oder Hausstaub, können und sollen ungeachtet dieser Vorgeschichte geimpft werden. Im Aufklärungsgespräch mit der Ärztin oder dem Arzt sollen etwaige Allergien adressiert werden und jedenfalls der Allergie-Ausweis mitgebracht und berücksichtigt werden, der Information zu möglichen Allergenen enthält. So können die Fachinformationen (Zusammensetzung) des entsprechenden Impfstoffes im Einzelfall ideal berücksichtigt werden. Bei Impfung von Allergikerinnen und Allergikern soll die Nachbeobachtungszeit auf 30 Minuten verlängert werden.

Bei Personen, die schon einmal eine Anaphylaxie (allergischer Schock) gehabt haben, soll dies der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt unbedingt mitgeteilt und das genaue Vorgehe besprochen werden.

(03.02.2021, 10:00)

mRNA-Impfstoffe verändern nicht das Erbgut und haben keine Auswirkung auf die Fertilität. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen in Bezug auf die Reproduktion schließen.

Bei einem Kinderwunsch besprechen Sie den Nutzen und das Risiko der Impfung bitte mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.

(03.02.2021, 10:00)

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen bei Schwangeren vor, diese ließen ausnahmslos keine Auffälligkeiten erkennen.

Insbesondere zu mRNA-Impfstoffen wurden mittlerweile Daten publiziert, weshalb bei der Impfung von Schwangeren mRNA-Impfstoffe zu bevorzugen sind. Schwangere haben ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19. Nach einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Evaluierung kann demnach die Impfung gegen COVID-19 mit einem mRNA-Impfstoff bei Schwangeren vorgenommen werden. Es handelt sich dabei um eine off label-Anwendung, auf die dokumentierter Maßen hingewiesen werden sollte. Ein Verschieben der Impfung in das 2. oder 3. Trimenon als Vorsichtsmaßnahme ist angezeigt, um theoretischen Bedenken zu entgegnen.

Ein routinemäßiger Schwangerschaftstest ist vor einer Impfung nicht notwendig. Im Falle einer rund um eine Impfung eingetretenen Schwangerschaft ergibt sich daraus KEINE Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Die Schwangerschaft ist auch nicht als Risikogravidität einzustufen. (Stand 05.05.2021,13:00)

Die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen COVID-19 sind nur teilweise bei Personen mit einer Autoimmunerkrankung untersucht worden. Jedenfalls liegen Daten und Erfahrungen zu folgenden Erkrankungen vor:

  • HIV (unter Therapie und mit CD4>500)
  • stabilen Autoimmunerkrankungen
  • Krebserkrankungen (ohne laufende oder kürzlich Chemotherapie)
  • Diabetes mellitus
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Chronischen Lungenerkrankungen

In all diesen Fällen wurden keine Auffälligkeiten bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit verzeichnet.

Zu allen übrigen Krankheitsbildern gibt es noch keine Daten, weshalb jedenfalls eine Konsultation durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt durchgeführt werden sollte.

Da es sich bei den mRNA-Impfstoffen um Impfstoffe handelt, die wie inaktivierte Impfstoffe zu beurteilen sind, sind zunächst die Grundregeln für die Verwendung von inaktivierten Impfstoffen bei den jeweiligen Personengruppen und Medikationen anwendbar.

(03.02.2021, 10:00)

Personen, die an einem akuten Infekt erkrankt sind, sollen bis zur Genesung von der Impfung zurückgestellt werden.

(03.02.2021, 10:00)

Untersuchung haben gezeigt, dass Personen nach labordiagnostisch gesicherter SARS-CoV-2-Infektion für 6-8 Monate hohe Antikörper-Werte haben und zeigten zudem, dass diese Personen nur eine Impfung benötigen, um vergleichbaren Schutz wie nicht-infizierte, regulär geimpfte Personen nach regulärem Impfschema zu erlangen,   Daher wird während bzw. nach laborgesicherter SARS-CoV-2-Infektion (Nachweis mittels PCR-Test) empfohlen, die COVID-19-Impfung für 6-8 Monate aufzuschieben und dann laut momentanen Kenntnisstand nur 1 Dosis zu verabreichen (off-label). Bei einem positiven Neutralisationstest (KEINE Korrelate!) soll die Impfung für 3 Monate aufgeschoben werden. Kommt es im Intervall zwischen der 1. Dosis und der 2. Dosis zu einer Labor-bestätigten SARS-CoV-2-Infektion (PCR-Test), so soll die 2. Dosis nach derzeitigem Wissensstand für 6-8 Monate aufgeschoben werden (off-label) (30.03.2021,12:00)

Nach labordiagnostisch gesicherter SARS-CoV-2-Infektion (Nachweis mittels PCR-Test) ist eine Impfung gegen COVID-19 für 6-8 Monate nicht notwendig. Die Studiendaten bei dieser Personengruppe zeigen eine Persistenz hoher Antikörpertiter für 6-8 Monate. Demnach wird nach laborgesicherter SARS-CoV-2-Infektion (Nachweis mittels PCR-Test) empfohlen, dass eine Impfung für 6-8 Monate aufgeschoben wird und dann laut momentanen Kenntnisstand nur 1 Dosis verabreicht wird (off-label).

Bei einem positiven Neutralisationstest (KEINE Korrelate!) soll die Impfung für 3 Monate aufgeschoben werden.

(26.03.2021, 13:30)

Der Impfstoff Comirnaty der Firma BioNTech/Pfizer wird laut Fachinformation mit 2 Dosen im Abstand von 19-42 Tagen Tagen verabreicht werden. Der Impfstoff der Firma Moderna mit dem Namen COVID-19 Vaccine Moderna wird laut Fachinformation im Abstand von 21-42 Tagen verabreicht. Auf Grund der momentanen epidemiologischen Situation in der Pandemie wird vom Nationalen Impfgremium empfohlen, die Impfintervalle bei den beiden verfügbaren mRNA-Impfstoffen auszudehnen: Die Zweitimpfung soll in der 6. Woche nach erfolgter Erstimpfung stattfinden. Derzeit bereits vereinbarte Impftermine müssen nicht verschoben werden.

Der Impfstoff Vaxzevria der Firma Astra Zeneca wird in 2 Dosen verabreicht, das Nationale Impfgremium empfiehlt einen Abstand von 11-12 Wochen. Der Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen der Firma Janssen wird als Einzeldosis verabreicht. (30.03.2021,12:00)

Ja. Nach der Impfung gegen COVID-19 treten oft erwartbare Reaktionen auf den Impfstoff auf, die aber gewöhnlich innerhalb weniger Tage von selbst wieder enden. An der Impfstelle können sehr häufig Schmerzen, Rötung und Schwellung auftreten. Darüber hinaus kann es sehr häufig zu Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gelenksschmerzen, Lymphknotenschwellung, Übelkeit/Erbrechen, Frösteln oder Fieber kommen. Sehr häufig bedeutet, dass mehr als 1 von 10 geimpften Personen betroffen sind.

Vermutete Nebenwirkungen sollen gemeldet werden unter https://www.basg.gv.at oder 0800 555 621.

Für Gesundheitsberufe (z.B. Ärztinnen/Ärzte, Apothekerinnen/Apotheker) besteht eine gesetzliche Meldepflicht für vermutete Nebenwirkungen sowie das Ausbleiben der erwünschten Wirkung eines Arzneimittels, was im Falle von COVID-19-Impfstoffen sogenannte Impfdurchbrüche sind.

Es gibt gesundheitliche Ereignisse, wie etwa Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen oder sogar Tod, welche in jeder Bevölkerung auftreten, auch ohne Impfungen. So muss man davon ausgehen, dass es, wenn eine große Anzahl von Personen geimpft wird, auch bei geimpften Personen zu derartigen gesundheitlichen Ereignissen in zeitlichem Zusammenhang kommt, ohne dass diese jedoch in ursächlichem Zusammenhang mit einer zuvor verabreichten Impfung stehen. Da speziell am Beginn der Impfaktion hauptsächlich Hochbetagte geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung natürlich bedingte, aber nicht impf-bedingte gesundheitliche Ereignisse erwartungsgemäß auftreten.

Der Erwartungswert der Zahl der Todesfälle bei Risikopersonen im Alter von 80 Jahren und älter beträgt 3,5 pro 1000 im Zeitraum von einer Woche. Basierend auf dieser Hintergrundinzidenz ist mit einem Todesfall bei einer von 290 Personen dieser Altersgruppe innerhalb einer Woche zu rechnen, unabhängig von einer Impfung.

Details unter: www.basg.gv.at/pharmakovigilanz/meldung-von-nebenwirkungen/.

(03.02.2021, 10:00)

Ein Impfstoff gegen COVID-19 erlangt nur dann eine Zulassung, wenn bewiesen ist, dass er wirksam ist. Aus Effektivitätsstudien werden diesbezüglich unterschiedliche Zahlenwerte berichtet. Diese Werte sind jedoch nicht direkt untereinander vergleichbar, es handelt sich um statistische Größen auf Basis von Stichproben und Studien mit unterschiedlichen Endpunkten.

(03.02.2021, 10:00)

Durch eine vollständige Impfung ist das Risiko minimiert, schwer an COVID-19 zu erkranken oder zu versterben. Durch die Impfung bekommt man einen individuellen Krankheitsschutz und muss sich nicht sorgen, zu erkranken. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und es werden Komplikationen und Todesfälle vermieden.

(03.02.2021, 10:00)

Man kann annehmen, dass die Impfung zu einer geringeren Viruslast führt und geimpfte Personen darum weniger infektiös sind. Abgeleitet von präklinischen Daten nimmt man an, dass es auch durch COVID-19-Impfungen zu einer geringeren Virustransmission kommt. Es mehren sich auch die Daten aus der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen in der Praxis, dass es zu einer Reduktion der Virustransmission in geimpften Personen kommt.

Für einen vollständigen Impfschutz ist eine komplette (2-teilige bzw. im Falle des Impfstoffs von Janssen 1-teilig) Impfserie mit dem gleichen Impfstoff laut Fachinformation erforderlich. Auf individueller Ebene bedeutet die Impfung, dass das Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken oder zu versterben, minimiert wird. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und werden Komplikationen und Todesfälle vermieden.

Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken müssen so lange aufrechterhalten werden, bis ausreichend viele Menschen geimpft sind. (30.03.2021,12:00)

Die Schutzdauer nach den Impfungen ist zum aktuellen Stand noch zu keinem zugelassenen Impfstoff bekannt. Demnach ist auch noch nicht bekannt, wann/ob Auffrischungsimpfungen notwendig sind. Entsprechende Empfehlungen werden aus den weiteren Ergebnissen der Phase III-Studien rechtzeitig verfügbar sein.

(03.02.2021, 10:00)

Eine Corona-Schutzimpfung schützt vor der COVID-19-Erkrankung und damit vor unabsehbaren Erkrankungsverläufen mit teilweise schweren Verläufen und nicht einschätzbaren Langzeitschäden. Das Gesundheits- und Pflegepersonal hat ein bis zu 5-fach erhöhtes Risiko sich mit SARS-CoV-2 anzustecken und genau deshalb ist eine Impfung für Gesundheitsberufe besonders zu empfehlen.

(03.02.2021, 10:00)

Keine Impfung bietet einen 100%igen Schutz. Durch eine vollständige Impfung ist das Risiko allerdings minimiert, schwer an COVID-19 zu erkranken oder zu versterben. Wer gegen COVID-19 geimpft ist, hat einen individuellen Krankheitsschutz und muss sich daher nicht sorgen, zu erkranken. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder. Komplikationen und Todesfälle werden durch die Impfung vermieden.

(03.02.2021, 10:00)

Eine Impferfolgsüberprüfung wird derzeit nicht empfohlen, weil noch kein Laborwert definiert ist, der einen Impfschutz verlässlich nachweist (=Schutzkorrelat). In Einzelfällen (z.B. bei unklarer immunologischer Reaktionsfähigkeit der Patientin oder des Patienten auf eine Impfung) kann eine zweimalige Antikörperbestimmung (Vorwert/Nachwert 4 Wochen nach 2. Impfung) mit einem validierten Antikörpertest Hilfestellung bei der Interpretation des Impferfolges geben.

(03.02.2021, 10:00)

Ja. Eine Antikörpertestung ist vor einer Impfung jedoch nicht erforderlich, sie hat keine Konsequenz für eine Impfung.

(03.02.2021, 10:00)

Autoimmunerkrankungen können durch Infektionen ausgelöst werden bzw. sich nach Infektionen erstmalig manifestieren. Dies wurde auch nach der Erkrankung an COVID-19 als Langzeitfolge beobachtet und kann daher auch bei einer Impfung gegen COVID-19 nicht mit vollkommener Sicherheit ausgeschlossen werden. Normalerweise treten derartige Erkrankungen 6-7 Wochen nach Infektion auf. In Studien an tausenden Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern wurden bei Geimpften Autoimmunerkrankungen nicht häufiger beobachtet als bei Kontrollpersonen. Die Beobachtungsdauer innerhalb der Zulassungsstudien geht über den Zeitraum, innerhalb dessen solche Reaktionen gewöhnlich auftreten, bei weitem hinaus und man kann sie daher, sofern sie überhaupt auftreten, als sehr selten einstufen.

(03.02.2021, 10:00)

Ab dem 22. Tag nach der 1. Dosis ist bei allen verfügbaren Impfstoffen mit Beginn einer gewissen Schutzwirkung zu rechnen. Die 2. Dosis des jeweiligen Impfstoffes muss dabei in Abhängigkeit von Impfstoff und Fachinformation erfolgen, um eine vollständige und dauerhafte Schutzwirkung zu gewährleisten.Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und es werden Komplikationen und Todesfälle weitestgehend vermieden.(30.03.2021,12:00)

Da es sich bei den mRNA-Impfstoffen um Impfstoffe handelt, die als inaktivierte Impfstoffe zu beurteilen sind, sind zunächst die Grundregeln für die Verwendung von inaktivierten Impfstoffen bei den jeweiligen Personengruppen und Medikationen anwendbar.

Bei der Einnahme von Medikamenten bedeutet das, dass Personen, die andere Impfungen wie beispielsweise Impfungen gegen Influenza oder die Zeckenimpfung bekommen können, auch mRNA-Impfstoffe erhalten können. Im Vordergrund steht hier nicht die Frage möglicher Impf-Nebenwirkungen, sondern vielmehr die Frage, ob die Impfung auch richtig wirkt, also ein Schutz ausgebildet wird. Dies ist jedoch letztendlich eine individuelle Einzelfall-Entscheidung und muss mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt besprochen werden.

In Bezug auf Impfungen wird bei Totimpfstoffen (z.B. Impfung gegen Influenza oder Zeckenimpfung) ein Abstand von 14 Tagen empfohlen, bei Lebendimpfungen (z.B. Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln) ein Abstand von 28 Tagen.

(03.02.2021, 10:00)

Eine Antikörpertestung ist vor einer Impfung nicht erforderlich, sie hat keine Konsequenz für eine Impfung.In groß angelegten Zulassungsstudien wurden sowohl Personen mit bereits vorhandenen Antikörpern gegen SARS-CoV-2 als auch Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer ohne Antikörper eingeschlossen. Es wird nach den bisherigen Ergebnissen davon ausgegangen, dass das Vorhanden- bzw. Nichtvorhandensein von Antikörpern keinen Unterschied bezüglich der Sicherheit der Impfung macht. Eine erhöhte Rate an Impfreaktionen ist bei Personen, bei welchen Antikörper nachgewiesen wurden, nicht zu erwarten. (30.03.2021,12:00)