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Medizinische Fachfragen

Medizinische Fachfragen

FAQ Medizinische Fachfragen

Ja. In groß angelegten Zulassungsstudien wurden sowohl Personen, die auf Grund einer durchgemachten Infektion bereits vorhandene Antikörpern gegen SARS-CoV-2 hatten als auch Studienteilnehmer:innen ohne Antikörper eingeschlossen. Das vorherige Vorhanden- bzw. Nichtvorhandensein von Antikörpern machte keinen Unterschied bezüglich Effektivität oder Sicherheit der Impfung.

Für ungeimpfte Personen mit Nachweis neutralisierender Antikörper gegen SARS-CoV2 ist die Impfung gegen COVID-19 ausdrücklich empfohlen.

(29.11.2021, 10:00)

Eine Antikörpertestung ist vor einer Corona-Schutzimpfung weder sinnvoll noch empfohlen, sie hat keine Konsequenz für eine Impfung. Es ist nicht bekannt, welche Antikörperhöhe notwendig ist, damit ein sicherer Schutz gegen das Coronavirus gegeben ist. Die maßgeblich zum Schutz beitragende zelluläre Immunität ist so auch nicht messbar. Von der routinemäßigen Bestimmung von Antikörpern zur Impferfolgskontrolle wird daher bei Personen ohne eingeschränktem Immunsystem abgeraten.

(29.11.2021, 10:00)

Antikörperbestimmungen zur Bestätigung eines durch die Impfung induzierten Schutzes erscheinen derzeit nicht zielführend. Nach wie vor ist für COVID-19-Impfungen kein Schutzkorrelat etabliert und auch die maßgeblich zum Schutz beitragende zelluläre Immunität ist mit einfachen Methoden nicht messbar. Von der routinemäßigen Bestimmung von Antikörpern zur Impferfolgskontrolle wird daher bei immunologisch kompetenten Personen abgeraten.

In Einzelfällen (z.B. bei unklarer immunologischer Reaktionsfähigkeit auf eine Impfung) kann (frühestens) 4 Wochen nach der Impfung eine Antikörperbestimmung mit einem validierten Antikörpertest (Neutralisationstest (NT) oder NT-Korrelate) durchgeführt werden, die eine Hilfestellung bei der Interpretation des Impferfolges gibt, dies sollte in genauer Absprache mit der behandelten Ärztin oder dem behandelnden Arzt erfolgen.

(29.11.2021, 10:00)

Mögliche Wechselwirkungen der Corona-Schutzimpfung

Alle vier zugelassenen COVID-19-Impfstoffe sind wie inaktivierte Impfstoffe zu beurteilen. Darum gelten zunächst die Grundregeln für die Verwendung von inaktivierten Impfstoffen bei den jeweiligen Personengruppen und Medikationen. Auch bei den zugelassenen Vektorimpfstoffen kann sich das Trägervirus nicht vermehren. Darum sind die Eigenschaften solcher Impfstoffe bei immunsupprimierten oder chronisch kranken Personen vergleichbar mit inaktivierten Vakzinen zu bewerten, d.h. es geht von ihnen auch bei Immunsuppression keine Gefahr, wie sie z.B. bei Lebendimpfstoffen möglich wäre, für die geimpfte Person aus. Obwohl es sich um DNA-Trägerviren handelt, ist ein Einbau in das menschliche Genom mit Sicherheit auszuschließen, da die Virus-DNA nur extrachromosomal abgelesen wird.

Antimikrobielle Therapie (Antibiotika), Verabreichung niedriger Dosen von Kortikosteroiden oder lokale Anwendung steroidhaltiger Präparate (unbehandelte Injektionsstelle wählen) sind keine Kontraindikationen für eine Impfung gegen COVID-19.

Prinzipiell gilt, dass eine immunmodulierende Therapie nicht zugunsten einer Impfung unterbrochen werden sollte. Im Falle eines therapeutischen Fensters sollte dieses unter Befolgung der Regeln für die jeweilige Medikation genutzt werden.

Bitte besprechen Sie Details mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

FAQ Mögliche Wechselwirkungen der Corona-Schutzimpfung

Im akuten Schub einer schweren entzündlichen Erkrankung oder Autoimmun-Erkrankung kann in der Regel bis zur Stabilisierung des Krankheitszustandes keine Impfung erfolgen. Ob eine Impfung bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen des Immunsystems verabreicht werden kann, sollte daher individuell mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

(29.11.2021,10:00)

Nach 2 Impfungen ist von einer ersten Schutzwirkung auszugehen, die nach 4-6 Monaten (impfstoffabhängig) durch eine weitere Impfung ergänzt werden soll. Der Impfschutz ist jedoch nicht sofort mit der Impfung gegeben, muss erst aufgebaut werden und ist nicht in 100% der geimpften Personen gegeben. Insbesondere bei Personen mit schwerwiegenden Erkrankungen kann es selten vorkommen, dass auf Grund der schweren Beeinträchtigung des Immunsystems kein Impfschutz gebildet werden kann. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese in der Regel deutlich milder und es werden Komplikationen und Todesfälle vermieden.

Generell wurden in den Zulassungsstudien der derzeit in Österreich verfügbaren Impfstoffe eine Schutzwirkung gegen schwere Erkrankungen an COVID-19 gezeigt. Ein Ausbleiben dieser Schutzwirkung, ein sogenannter Impfdurchbruch, kann in Ausnahmefällen bei allen Impfstoffen vorkommen. Details zu Impfdurchbrüchen unter https://www.ages.at

Im Falle vermuteter Nebenwirkungen oder Impfdurchbrüche soll eine Meldung erfolgen unter: https://www.basg.gv.at  oder 0800 555 621.

(29.11.2021, 10:00)