Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Medizinische Fachfragen

Medizinische Fachfragen

FAQ

Ja. In groß angelegten Zulassungsstudien wurden sowohl Personen, die auf Grund einer durchgemachten Infektion bereits vorhandene Antikörpern gegen SARS-CoV-2 hatten als auch Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer ohne Antikörper eingeschlossen. Es wird nach den bisherigen Ergebnissen davon ausgegangen, dass das vorherige Vorhanden- bzw. Nichtvorhandensein von Antikörpern keinen Unterschied bezüglich der Sicherheit der Impfung macht.

(11.06.2021, 08:00)

Eine Antikörpertestung ist vor einer Corona-Schutzimpfung nicht sinnvoll, sie hat nämlich keine Konsequenz für eine Impfung, weil kein Schutzkorrelat etabliert ist und auch die maßgeblich zum Schutz beitragende zelluläre Immunität so nicht messbar ist. Von der routinemäßigen Bestimmung von Antikörpern zur Impferfolgskontrolle wird daher bei Personen ohne eingeschränktem Immunsystem abgeraten. Es ist derzeit nicht bekannt, ob ein negativer Antikörpertest bei Personen mit einem funktionierenden Immunsystem einem fehlenden Schutz gegen schwere COVID-19 Erkrankungen gleichkommt.

Wenn frühestens 4 Wochen nach Abschluss der vollständigen Impfserie keine S1-Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisbar sind, so wird eine weitere Impfung (off-label) mit dem jeweils verfügbaren Impfstoff empfohlen.

(12.07.2021, 13:00)

Antikörperbestimmungen zur Bestätigung eines Schutzes durch die Impfung erscheinen derzeit nicht zielführend, da noch keine Höhe des Antikörperspiegels, ab der von einer Schutzwirkung ausgegangen werden kann („Schutzkorrelat“) festgelegt werden konnte. Ebenso ist die zelluläre Immunität, welche auch zur Schutzwirkung beiträgt und nicht durch die Bestimmung von Antikörper erfasst werden kann, derzeit nicht messbar. Von der routinemäßigen Bestimmung von Antikörpern zur Impferfolgskontrolle wird daher bei Personen mit funktionierendem Immunsystem abgeraten. Es ist derzeit nicht bekannt, ob ein negativer Antikörpertest einem fehlenden Schutz gegen schwere COVID-19 Erkrankungen gleichkommt.

In Einzelfällen ( bei Personen mit einem erhöhten Infektions-/Erkrankungsrisiko und einem hohen Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 (z.B. bei Erkrankung, die mit einer vorrübergehenden, therapeutisch induzierten oder dauerhaften und relevanten Immunsuppression einhergeht: z.B. Transplantierte, Personen unter Biologika-Therapie und onkologische und hämatologische Patientinnen und Patienten kann frühestens vier Wochen nach der Impfung eine Antikörperbestimmung mit einem validierten Antikörpertest (Neutralisationstest (NT) oder NT-Korrelate) Hilfestellung bei der Interpretation des Impferfolges geben. Wenn frühestens vier Wochen nach Abschluss der vollständigen Impfserie keine S1-Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisbar sind, so wird eine weitere Impfung (off- label) mit dem jeweils verfügbaren Impfstoff empfohlen.

(12.07.2021, 13:00)

Mögliche Wechselwirkungen der Corona-Schutzimpfung

Autoimmunerkrankungen oder chronisch-entzündliche Erkrankungen stellen grundsätzlich keine Kontraindikation für Schutzimpfungen dar. Studien konnten bisher keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen einer Impfung und einer neu aufgetretenen Autoimmunkrankheit bzw. einer chronisch-entzündlichen Erkrankung oder einem Schub einer bereits bestehenden Erkrankung belegen.

Infektionen, die durch Impfungen verhindert werden können, können dagegen bei nicht-geimpften Personen mit Autoimmunkrankheiten oder chronisch-entzündlichen Erkrankungen Morbidität und Mortalität erhöhen und z.B. einen Schub auslösen. Auch haben diese Personen durch die Grunderkrankung und/oder deren Therapie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Impfungen können somit das Risiko für symptomatische Erkrankungen durch die jeweiligen Erreger und für infektionsgetriggerte Schübe der Grunderkrankung verringern.

Grundsätzlich muss hinsichtlich der Impfindikation zwischen Erkrankungsverläufen mit und ohne immunsuppressiver Therapie unterschieden werden.

FAQ

Bisher wurden die Impfstoffe gegen COVID-19 bei Personen mit Autoimmunerkrankungen oder beeinträchtigtem Immunsystem durch Erkrankungen und/oder Medikamente nur teilweise untersucht. Zu HIV, Krebserkrankungen (ohne Chemotherapie), Diabetes mellitus, stabilen Autoimmunerkrankungen und Krankheiten, die das Herz-Kreislauf-System oder die Lunge betreffen, liegen bereits Erfahrungswerte vor. Hier wurden keine negativen Auswirkungen auf Verträglichkeit, Sicherheit oder Wirksamkeit festgestellt. Zu anderen Krankheitsbildern gibt es noch zu wenige Erfahrungswerte.

Alle vier zugelassenen COVID-19-Impfstoffe sind wie inaktivierte Impfstoffe zu beurteilen. Darum gelten zunächst die Grundregeln für die Verwendung von inaktivierten Impfstoffen bei den jeweiligen Personengruppen und Medikationen. Auch bei den zugelassenen Vektorimpfstoffen kann sich das Trägervirus nicht vermehren. Darum sind die Eigenschaften solcher Impfstoffe bei immunsupprimierten (Personen mit einer Einschränkung des Immunsystems) oder chronisch kranken Personen vergleichbar mit inaktivierten Vakzinen zu bewerten, d.h. es geht von ihnen auch bei Immunsuppression keine Gefahr, wie sie z.B. bei Lebendimpfstoffen möglich wäre, für die geimpfte Person aus.

Ob eine Impfung bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen des Immunsystems empfehlenswert ist, sollte daher individuell mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

(12.07.2021, 13:00)

Aktuell sind keine Wechselwirkungen bekannt. Immunsupprimierende Medikamente können jedoch vermutlich die Wirksamkeit (Immunantwort) der Impfung reduzieren (hemmen).

Da es sich bei mRNA- und Vektor-Impfstoffen um Impfstoffe handelt, die als inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe) zu beurteilen sind, sind zunächst die Grundregeln für die Verwendung von inaktivierten Impfstoffen bei den jeweiligen Personengruppen und Medikationen anwendbar.

Bei der Einnahme von Medikamenten bedeutet das, dass Personen, die andere Impfungen wie beispielsweise Impfungen gegen Influenza oder die Zeckenimpfung bekommen können, auch COVID-19-Impfstoffe erhalten können. Im Vordergrund steht hier nicht die Frage möglicher Impf-Nebenwirkungen, sondern vielmehr die Frage, ob die Impfung auch richtig wirkt, also ein Schutz ausgebildet wird. Dies ist jedoch letztendlich eine individuelle Einzelfall-Entscheidung und muss mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt besprochen werden.

Antimikrobielle Therapie (Antibiotika), Verabreichung niedriger Dosen von Kortikosteroiden oder lokale Anwendung steroidhaltiger Präparate (unbehandelte Injektionsstelle wählen) sind keine Kontraindikationen für eine Impfung gegen COVID-19.

Bei den derzeit zugelassenen COVID-19-Impfstoffen handelt es sich um Impfstoffe, die wie Totimpfstoffe einzuordnen sind. Darum ist es nicht zwingend notwendig, ein Intervall zu anderen Impfungen einzuhalten. Vor und nach (planbaren) Operationen soll ein Mindestabstand von 14 Tagen zur Impfung eingehalten werden. Bei dringender Indikation kann ein operativer Eingriff jederzeit durchgeführt werden.

(11.06.2021, 08:00)

Für einen vollständigen Impfschutz ist eine komplette (je nach Impfstoff 1- oder 2-teilige) Impfserie mit dem gleichen Impfstoff erforderlich. Der Impfschutz ist jedoch nicht sofort mit der Impfung gegeben und muss erst aufgebaut werden. Daher kann es vorkommen, dass auch nach einer Impfung eine Erkrankung auftritt, die aber auch unabhängig von der Impfung aufgetreten wäre. Keine Impfung schützt zudem zu 100 Prozent. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und es werden Komplikationen und Todesfälle vermieden.

Generell wurden in den Zulassungsstudien der derzeit in Österreich verfügbaren Impfstoffe eine Schutzwirkung gegen schwere Erkrankungen an COVID-19 gezeigt. Ein Ausbleiben dieser Schutzwirkung, ein sogenannter Impfdurchbruch, kann in Ausnahmefällen bei allen Impfstoffen vorkommen. Dieser ist definiert als Auftreten einer symptomatischen COVID-19-Erkrankung nach abgeschlossenem Impfschema (im Falle von Comirnaty, Vaxzevria und Spikevax ab dem Tag 7 nach der zweiten Dosis und im Falle von COVID-19 Vaccine Janssen ab 28 Tagen nach der Einzeldosis). Eine asymptomatische Infektion mit SARS-CoV-2 ist nicht als Impfdurchbruch zu werten.

Im Falle vermuteter Nebenwirkungen oder Impfdurchbrüche soll eine Meldung erfolgen unter: https://www.basg.gv.at  oder 0800 555 621.

(12.07.2021, 13:00)

Die neue Virusvariante aus Indien, die Delta-Variante (B.1.617.2) dürfte um circa 60% ansteckender sein als frühere Virus-Varianten und Hinweise mehren sich, dass Erkrankungen schwerer verlaufen können. Daten aus Großbritannien zeigen eine ausreichende Schutzwirkung nach Erhalt eines vollständigen Impfschemas. Im Falle von Impfstoffen mit einem zweiteiligen Impfschema ist diese jedoch nach der ersten Dosis noch nicht ausreichend. Deshalb ist die zweite Dosis besonders wichtig. Um diese ausreichende Schutzwirkung schnell und bestmöglich zu erreichen, wird bei zweiteiligen Impfungen empfohlen, den Abstand zwischen den einzelnen Dosen auf 21 Tage (Comirnaty von Pfizer), 28 Tage (Spikevax von Moderna) bzw. 4-8 Wochen (Vaxzevria von AstraZeneca) zu legen.

(12.07.2021, 13:00)

Für einen vollständigen Impfschutz muss eine Impfserie mit dem Impfstoff beendet werden, mit dem sie begonnen wurde. Die Verwendung unterschiedlicher Impfstoffe bei Dosis 1 und 2 ist eine Anwendung außerhalb der Arzneimittelzulassung („off-Label-Anwendung“) und wird derzeit nicht allgemein empfohlen. Studiendaten zu einem Impfschemata mit zwei unterschiedlichen Impfstoffen („heterologes Impfschema“) zeigen, dass dadurch durchaus ein gutes Ansprechen des Immunsystems erreicht werden kann, jedoch teils vergesellschaftet mit einer erhöhten Rate an Impfreaktionen. Sind nach einer 1. Dosis schwere Nebenwirkungen aufgetreten, die einen Impfstoff-Wechsel rechtfertigen oder ist dies aus Sicht der zu impfenden Person dringend wünschenswert, so soll ein Impfstoffwechsel angeboten werden (off-label!). Ebenso soll bei Eintreten einer Schwangerschaft nach der 1. Dosis mit dem 2-teiligen Vektorimpfstoff ein heterologes Impfschema in Erwägung gezogen werden.

Bei Personen, die mit nicht EU-weit zugelassenen Impfstoffen geimpft wurden, kann eine Nach-Impfung mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff gemäß dem jeweiligen Impfschema erwogen werden.

(12.07.2021, 13:00)