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Corona-Schutzimpfung - Gerüchte und Fakten

Rund um die Corona Schutzimpfung tauchen viele Gerüchte auf. Nachfolgend werden diese mit Fakten richtiggestellt.

Fakt:

Kurz und knapp: Nein. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen in Bezug auf die Reproduktion schließen. Sowohl Vektor- als auch mRNA-Impfstoffe verändern also nicht das Erbgut und haben keine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit.

Vertiefend: Es liegen derzeit nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Vektor- sowie mRNA-Impfstoffen bei Schwangeren vor. Die Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen in der Schwangerschaft sollte in Betracht gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen alle möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt.

(23.02.2021, 12:00)

Fakt:

Kurz und knapp: Nein, diese Information ist falsch. Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht.

Vertiefend: Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können. Auch in Österreich gibt es mehrere heimische Unternehmen, die sich an der Entwickelung oder Forschung zu Impfstoffkandidaten oder Bestandteilen davon beteiligen. Das gemeinsame Ziel all dieser und weiterer Aktivitäten ist es, so bald wie möglich Impfstoffe zur Zulassung und in weiterer Folge zur Anwendung zu bringen, um diese Pandemie in den Griff zu bekommen.

(23.02.2021, 12:00)

Fakt:

Kurz und knapp: Falsch. Zu mRNA-Impfstoffen wird bereits seit über 20 Jahren geforscht und die mRNA-Technologie selbst ist sehr gut untersucht.

Vertiefend: Dank neuer Lipid-Nanopartikeltechnologien zur Stabilisierung der sonst sehr instabilen mRNA ist es heute möglich, diese durch eine Injektion in einen Muskel in Zellen einzuschleusen.

Im Unterschied zu klassischen Impfstoffen, bei denen Antigene in verschiedener Form (z.B. inaktivierte Erreger, rekombinante Proteine, virus like particles) dem Immunsystem angeboten werden, wird mit mRNA-Impfungen nur der Bauplan (in Form der so genannten „messenger-RNA“) für Virusproteine zur Verfügung gestellt. Diese Information wird im Zytoplasma (außerhalb des Zellkerns) der Zellen, in die sie durch Verschmelzen des Lipidnanopartikels mit der Zellmembran gelangt, von Ribosomen wie jede andere körpereigene mRNA abgelesen und das in der mRNA codierte Virusprotein produziert. Auf diese Weise wird das SARS-CoV-2 Spike-Oberflächenprotein von den menschlichen Zellen selbst produziert und dann an die Zelloberfläche transportiert. Dort wird es von speziellen Immunzellen als fremd erkannt und regt das Immunsystem dazu an, Antikörper und spezifische T-Zellen gegen SARS-CoV-2 zu produzieren. Die mRNA gelangt nicht in den Zellkern, wird nicht in DNA eingebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche Erbinformation, weder in Körperzellen noch in Fortpflanzungszellen. Wie viele andere, sich in der Zelle befindlichen mRNA-Moleküle wird auch diese mRNA in den Zellen rasch binnen weniger Tage abgebaut.

(23.02.2021, 12:00)

Fakt:

Kurz und knapp: Das ist falsch. Impfstoffe schalten das Immunsystem nicht aus.

Vertiefend: Impfstoffe regen das Immunsystem an, um einen Schutz gegen mögliche Erkrankungen aufzubauen.

(23.02.2021, 12:00)

Fakt:

Kurz und knapp: Das stimmt natürlich nicht. Bei der Entwicklung der Impfstoffe werden alle Sicherheits- und Wissenschaftsstandards eingehalten.

Vertiefend: Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können. Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, erhält der Impfstoff eine Marktzulassung. Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen und zur Überprüfung der Wirkung eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Im Fall von Impfstoffen und auch für COVID-19-Impfstoffe erfolgt zunächst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben.

(23.02.2021, 12:00)

Fakt:

Kurz und knapp: Es gibt gesundheitliche Ereignisse, wie etwa Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen oder sogar Tod, welche in jeder Bevölkerung auftreten, auch ohne Impfungen.

Vertiefend: So muss man davon ausgehen, dass es, wenn eine große Anzahl von Personen geimpft wird, auch bei geimpften Personen zu derartigen gesundheitlichen Ereignissen in zeitlichem Zusammenhang kommt, ohne dass diese jedoch in ursächlichem Zusammenhang mit einer zuvor verabreichten Impfung stehen. Da speziell am Beginn der Impfaktion hauptsächlich hochbetagte Personen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung natürlich bedingte, aber nicht impf-bedingte gesundheitliche Ereignisse erwartungsgemäß auftreten.

Der Erwartungswert der Zahl der Todesfälle eine Woche nach Impfung bei Risikopersonen im Alter von 80 Jahren und älter beträgt 3,5 pro 1000.t. Basierend auf der Hintergrundinzidenz (=erwartbare Anzahl der Todesfallen in > 80-Jährigen: 3.5/1000 Personen/Woche) ist mit einem Todesfall bei einem von 290 Personen dieser Altersgruppe innerhalb einer Woche, unabhängig von einer Impfung, zu rechnen.

(23.02.2021, 12:00)

Fakt:

Kurz und knapp: Das ist falsch. Die verfügbaren Impfstoffe enthalten kein lebendiges Coronavirus, weshalb es durch den Impfstoff zu keiner Ansteckung kommen kann.

Vertiefend: Der Impfschutz ist jedoch nicht sofort mit der Impfung gegeben und muss erst aufgebaut werden. Daher kann es vorkommen, dass auch nach einer Impfung eine Erkrankung auftritt, die aber auch unabhängig von der Impfung aufgetreten wäre. Für einen vollständigen Impfschutz ist eine komplette (2-teilige) Impfserie mit dem gleichen Impfstoff erforderlich. Durch die Impfung bekommt man einen individuellen Krankheitsschutz und muss sich nicht sorgen, schwer zu erkranken. Keine Impfung schützt zu 100%. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und es werden Komplikationen und Todesfälle vermieden.

(23.02.2021, 12:00)