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Gerüchte und Fakten

Rund um die Corona Schutzimpfung tauchen viele Gerüchte auf. Nachfolgend werden diese mit Fakten richtiggestellt.

Gerüchte und Fakten

Im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung herrscht ein erhöhtes Informationsbedürfnis. Leider sind jedoch auch viele Falschinformationen im Umlauf, die sich schnell verbreiten. Falschmeldungen über die Corona-Pandemie, Erkrankungsverläufe und das Virus an sich können verunsichern. Diese Unsicherheit führt dazu, dass die entsprechenden (Falsch-)Informationen weiterverbreitet werden. Um hier entgegenzuwirken und Aufklärung zu betreiben, finden Sie nachfolgend Antworten auf die häufigsten Gerüchte im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung.

Sichere Quellen zum Thema Corona-Schutzimpfung

Damit Sie sich umfangreich über COVID-19 und die Corona-Schutzimpfung informieren können, finden Sie hier eine Übersicht an fachlichen und verlässlichen Quellen:

FAQ Gerüchte und Fakten

Fakt ist: Nein. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen in Bezug auf die Möglichkeit, schwanger zu werden, schließen. Weder Vektor- noch mRNA-Impfstoffe verändern das Erbgut. Sie haben keine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit.

Tierexperimentelle Studien und die bisherigen Erfahrungen beim Menschen lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen in Bezug auf die Reproduktion, embryonale/fötale Entwicklung, Schwangerschaft, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen. Die zugelassenen COVID-19-Impfstoffe verändern nicht das Erbgut und haben keine Auswirkung auf die Fertilität. Es gibt also keine Hinweise, dass COVID-19- Impfstoffe die Fruchtbarkeit bei Männern oder Frauen beeinträchtigen. Bei Kinderwunsch ist sowohl für Männer als auch Frauen eine COVID-19-Impfung ausdrücklich empfohlen. Es ist kein Intervall vor der Empfängnis einzuhalten.

(15.10.2021,13:00)

Fakt ist: Nein, diese Information ist falsch und basiert auf einer Verschwörungstheorie.

Wie jeder andere Impfstoff wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können. Auch in Österreich gibt es mehrere heimische Unternehmen, die sich an der Entwicklung oder Forschung zu Impfstoffkandidaten oder Bestandteilen davon beteiligen. Das gemeinsame Ziel all dieser und weiterer Aktivitäten ist es, so bald wie möglich Impfstoffe zur Zulassung und in weiterer Folge zur Anwendung zu bringen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

(11.06.2021, 08:00)

Fakt ist: Das ist falsch. Impfstoffe schalten das Immunsystem nicht aus.

Im Gegenteil: Impfstoffe regen das Immunsystem an, einen Schutz gegen mögliche Erkrankungen aufzubauen.

(07.05.2021, 08:00)

Fakt ist: Nein. Bei der Entwicklung der Impfstoffe werden alle Sicherheits- und Wissenschaftsstandards eingehalten und keine radioaktiven Stoffe verwendet.

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können. Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, erhält der Impfstoff eine Marktzulassung.

Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen und zur Überprüfung der Wirkung erfolgt eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Im Fall von Impfstoffen und auch für COVID-19-Impfstoffe erfolgt zunächst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben.

(17.06.2021, 08:00)

Fakt ist: Es gibt gesundheitliche Ereignisse, wie etwa Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen oder sogar Tod, die in jeder Bevölkerung auftreten, auch ohne Impfungen.

So muss man davon ausgehen, dass es, wenn eine große Anzahl von Personen geimpft wird, auch bei geimpften Personen zu derartigen gesundheitlichen Ereignissen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung kommt. Diese müssen aber nicht in ursächlichem Zusammenhang mit der zuvor verabreichten Impfung stehen. Da speziell am Beginn der Impfaktion hauptsächlich hochbetagte Personen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung natürlich bedingte, aber nicht impfbedingte gesundheitliche Ereignisse erwartungsgemäß auftreten.

Der Erwartungswert der Zahl der Todesfälle eine Woche nach Impfung bei Risikopersonen im Alter von 80 Jahren und älter beträgt 3,5 pro 1.000. Basierend auf der Hintergrundinzidenz (= erwartbare Anzahl der Todesfälle in über 80-Jährigen: 3.5 pro 1000 Personen pro Woche) ist mit einem Todesfall bei einem von 290 Personen dieser Altersgruppe innerhalb einer Woche, unabhängig von einer Impfung, zu rechnen.

(07.05.2021, 08:00)

Fakt ist: Nein. Die verfügbaren Impfstoffe enthalten kein lebendiges Coronavirus, weshalb es durch den Impfstoff zu keiner Ansteckung kommen kann.

Der Impfschutz ist jedoch nicht sofort mit der Impfung gegeben und muss erst aufgebaut werden. Daher kann es vorkommen, dass auch nach einer Impfung eine Erkrankung auftritt, die aber auch unabhängig von der Impfung aufgetreten wäre. Für einen vollständigen Impfschutz ist eine komplette (je nach Impfstoff 1- oder 2-teilige) Impfserie mit dem gleichen Impfstoff erforderlich. Durch die Impfung entwickelt man einen Krankheitsschutz und muss sich nicht sorgen, schwer zu erkranken. Keine Impfung schützt zu 100 Prozent. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und es werden Komplikationen und Todesfälle vermieden.

(07.05.2021, 08:00)

Fakt ist: Die Daten und Ergebnisse zu den einzelnen Impfstoffen sind aufgrund unterschiedlicher Studienprotokolle nicht direkt vergleichbar. Die derzeit verfügbaren Vektor-Impfstoffe von AstraZeneca und Janssen sind wirksam und zur Verhinderung von schweren Verläufen und Todesfällen jedenfalls sehr gut geeignet.

Auch die verfügbaren Vektorimpfstoffe wurden, wie jeder andere zugelassene Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft, bevor sie zugelassen wurden. In den Zulassungsstudien zeigten diese Impfstoffe bei Personen aller Altersgruppen eine Wirksamkeit von mehr als 65 Prozent zur Verhinderung laborbestätigter COVID-19-Erkrankungen.

Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und werden Komplikationen und Todesfälle vermieden.

(17.06.2021, 08:00)

Fakt ist: Die vorhandenen Impfstoffe sind sicher.

Die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen verläuft aufgrund der schwerwiegenden Folgen der Pandemie in beschleunigter Form. Dabei fließt umfassendes, bereits vorhandenes, Wissen über Coronaviren und Impfstoffentwicklung ein. Um die Entwicklung zu beschleunigen, setzen Unternehmen und Forschungseinrichtungen wesentlich mehr Personal und finanzielle Ressourcen in kürzerer Zeit ein als bei herkömmlichen Entwicklungsprozessen. Darüber hinaus erweitern Hersteller ihre Produktionsmengen zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt der Entwicklung als üblich, damit nach Zulassung binnen kürzester Zeit rasch große Impfstoffmengen verfügbar sind.

Zusätzlich bietet die Europäische Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency – EMA) eine wissenschaftliche Beratung für Impfstoffentwicklerinnen bzw. Impfstoffentwickler an, um die Entwicklung zielgerichtet und fokussiert voranzutreiben. Bei den COVID-19-Impfstoffen gibt es in Qualität, Art und Umfang der behördlichen Begutachtung keine Abstriche und Unterschiede zum „herkömmlichen“ Zulassungsprozess.

(11.06.2021, 08:00)

Fakt ist: Mit der Corona-Schutzimpfung ist man selbst geschützt.

Auf persönlicher Ebene bedeutet die Impfung, dass das Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken oder zu versterben, deutlich reduziert wird. Durch die Impfung lassen sich viele symptomatische COVID-19 Erkrankungen vermeiden. Kommt es in Ausnahmefällen trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung, so verläuft diese deutlich milder und es werden Komplikationen und Todesfälle vermieden. Ziel ist es demnach, dass jede Person geimpft wird, für die die Impfung empfohlen ist. Durch eine hohe Impfbeteiligung in der Bevölkerung wird die Krankheitslast deutlich reduziert, schwere Fälle und Todesfälle können vermieden werden und das Gesundheitssystem wird entlastet.

Es mehren sich die Daten aus der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, dass geimpfte Personen durch eine geringere Viruslast auch eine reduzierte Virusausscheidung aufweisen und darum weniger ansteckend sind als nicht geimpfte Personen. Dieser Effekt ist noch nicht letztgültig quantifizierbar und dürfte auch vom Impfstoff sowie von der infizierenden SARS-CoV-2-Variante abhängig sein.

Für einen vollständigen Impfschutz ist eine komplette (1- oder 2-teilige) Impfserie mit dem gleichen Impfstoff laut Fachinformation erforderlich.

(11.06.2021, 08:00)

Fakt ist: Das ist falsch. Alle in Europa zugelassenen Impfstoffe werden erst nach sehr ausführlicher Überprüfung der Impfstoff-Sicherheit auf den Markt gebracht.

Zu Beginn einer jeden Impfstoffentwicklung erfolgt die Testung am Tier und erst dann in Studien am Menschen. Man hat sich in Europa (aber auch in den USA) geeinigt, dass in groß angelegten Studien die Wirksamkeit und die Sicherheit überzeugend belegt werden müssen. Hierfür sind zumeist sehr große Studienpopulationen vorgesehen.

Auch bei den COVID-19-Impfstoffen gibt es in Qualität, Art und Umfang der behördlichen Begutachtung keine Abstriche und Unterschiede zum „herkömmlichen“ Zulassungsprozess, es müssen dabei also nicht weniger Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe vorgelegt werden, als bei anderen Zulassungsverfahren.

Seitens der Arzneimittelbehörde wird mit Hochdruck gearbeitet, um die Zulassungsanträge unter Berücksichtigung aller in der EU gültigen regulatorisch-wissenschaftlichen Vorgaben und Gesetzmäßigkeiten zu begutachten. Zur Veranschaulichung kann folgendes Beispiel dienen: ein Auto benötigt eine TÜV-Überprüfung. Die Überprüfung dauert normalerweise in der Werkstatt 2 Tage. Wird das Auto aber dringend innerhalb von 24 Stunden benötigt, verwendet die Werkstätte mehr Personal, um eine raschere Fertigstellung zu erreichen. Die TÜV-Kriterien bleiben dabei jedoch dieselben.

Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen und zur Überprüfung der Wirkung sowie eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Im Fall von COVID-19-Impfstoffen erfolgt zunächst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben.

(07.05.2021, 08:00)

Fakt ist: Richtig. Nur die Corona-Schutzimpfung bietet einen Schutz vor COVID-19.

Impfstoffe gegen Lungenentzündung wie der Pneumokokken-Impfstoff oder die Impfung gegen „echte“ Grippe (Influenza) bieten keinen Schutz gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2. Dieses Virus ist neu und anders, so dass eigene Impfstoffe zum Schutz vor COVID-19 bzw. SARS-CoV-2 entwickelt wurden und auch weiterhin entwickelt werden. Obwohl die genannten Impfstoffe gegen COVID-19 nicht wirksam sind, kommt Impfungen, die andere Atemwegserkrankungen und ihre Folgen verhindern während der COVID-19- Pandemie besondere Bedeutung zu. Die Impfungen gegen beispielsweise Pneumokokken, Pertussis (Keuchhusten) und Influenza („echte“ Grippe) sind daher gemäß den Vorgaben des Impfplans Österreich dringend empfohlen, um Ihre Gesundheit zu schützen.

(07.05.2021, 08:00)

Fakt: Nein, bei Impfungen sind bisher keine Folgen bekannt, die erst Jahre nach dem Stich auftreten.

Um möglichst alle eventuellen Langzeitnebenwirkungen erfassen zu können, müsste man sehr große Studien über viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte durchführen. In dieser Zeit würde jedoch ein wirksames Medikament der Allgemeinheit vorenthalten werden, was zu Schäden der öffentlichen Gesundheit bis hin zum Tod führen kann. Man legt daher zur Erfassung möglicher Langzeitnebenwirkungen großes Augenmerk auf Informationen aus den vorgelegten Studien. Der Beobachtungszeitraum dieser Studien reicht aus, um die häufigsten Nebenwirkungen festzustellen, da diese meist in den ersten zwei Monaten nach der Impfung auftreten. Verdächtige Symptome werden identifiziert und engmaschig überwacht; eine regelmäßige und in kürzeren Zeitabständen als üblich erforderliche Berichtspflicht des Zulassungsinhabers an die Behörden ist eine von vielen möglichen Maßnahmen. Darüber hinaus werden Impfstoffeauch nach Zulassung  laufend hinsichtlich ihrer Sicherheit überwacht.

Es gibt gesundheitliche Ereignisse, wie etwa Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen und Todesfälle, welche in jeder Bevölkerung in einer gewissen Häufigkeit auftreten, auch ohne Impfungen. So muss man davon ausgehen, dass es, wenn eine große Anzahl von Personen geimpft wird, auch bei geimpften Personen zu derartigen gesundheitlichen Ereignissen in zeitlichem Zusammenhang kommt, ohne dass diese jedoch in ursächlichem Zusammenhang mit einer zuvor verabreichten Impfung stehen. Da speziell am Beginn der Impfaktion hauptsächlich hochbetagte Personen geimpft wurden, ist damit zu rechnen, dass in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung natürlich bedingte, aber nicht impfbedingte gesundheitliche Ereignisse erwartungsgemäß auftreten.

Für Gesundheitsberufe (z.B. Ärztinnen/Ärzte, Apothekerinnen/Apotheker) besteht eine gesetzliche Meldepflicht für vermutete Nebenwirkungen sowie das Ausbleiben der erwünschten Wirkung eines Arzneimittels, was im Falle von COVID-19-Impfstoffen sogenannte Impfdurchbrüche sind (Details unter: www.basg.gv.at/pharmakovigilanz/meldung-von-nebenwirkungen/). Auch Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige können vermutete Nebenwirkungen melden unter https://www.basg.gv.at oder 0800 555 621.

(25.08.2021, 11:00)

Fakt: Das ist falsch. Alle in Europa zugelassenen Impfstoffe werden erst nach sehr ausführlicher Überprüfung der Impfstoff-Sicherheit auf den Markt gebracht.

Die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen verläuft aufgrund der Pandemie in beschleunigter Form. Normalerweise laufen Zulassungsstudien nacheinander ab. Um Zeit zu sparen, werden derzeit jedoch zahlreiche Studien parallel durchgeführt. Gleichzeitig können die Impfstoffhersteller bereits vor der Einreichung zur Zulassung laufend Daten von der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) analysieren und bewerten lassen, man bezeichnet dies als „Rolling Review"-Prozess. Das nachfolgende, eigentliche Zulassungsverfahren kann dadurch zeitlich stark verkürzt ablaufen, da wesentliche Teile der Studiendaten bereits im Detail begutachtet wurden. Die Anforderungen an den Impfstoff bezüglich Qualität und Sicherheit bleiben jedoch dadurch unverändert. Alle COVID-19-Impfstoffe werden in umfangreichen Studien mit mehreren zehntausenden Probandinnen und Probanden auf Sicherheit und Wirksamkeit getestet. Auch nach der Zulassung der Impfstoffe erfolgt weiterhin eine kontinuierliche Überwachung auftretender Nebenwirkungen und darauf basierende Nutzen-Risiko-Abwägung.

(25.08.2021, 11:00)