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Impfpflicht: Häufig gestellte Fragen Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um die Impfpflicht gegen das Coronavirus in Österreich

Aussetzung der Impfpflicht

Die allgemeine COVID-19-Impfpflicht wurde mit 12. März 2022 durch die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend die vorübergehende Nichtanwendung des COVID-19-Impfpflichtgesetzes und der COVID-19-Impfpflichtverordnung vorrübergehend ausgesetzt (BGBl. II Nr. 103/2022) Diese Verordnung (und damit die Aussetzung der Impfpflicht) ist zunächst bis inklusive 31. Mai 2022 gültig.

Eine erneute Evaluierung der COVID-19-Impfpflicht durch die unabhängige Kommission findet im Mai 2022 statt.

FAQ Aussetzung der Impfpflicht

Die Bundesregierung hat laufend betont, dass die Impfpflicht konstant durch eine unabhängige Kommission auf ihre Notwendigkeit und Wirksamkeit evaluiert wird. Darauf hat man sich im breiten Prozess im Rahmen der politischen und gesellschaftlichen Abstimmung vor dem Beschluss der Impfpflicht geeinigt. Dies wurde auch so im Impfpflichtgesetz festgelegt.

Der Bericht der unabhängigen Impfpflichtkommission zeigt jedoch, dass diese eine Verpflichtung zur Impfung durch die allgemeine COVID-19 Impfpflicht aktuell nicht geboten ist. Die Bundesregierung hat sich dazu entschlossen, dem Bericht der Kommission zu folgen.

(24.03.2022, 06:30)

Die Impfpflicht ist bis inklusive 31. Mai 2022 ausgesetzt.

(24.03.2022, 06:30)

Das COVID-19-Impfpflichtgesetz bleibt bestehen. Die Aussetzung der Impfpflicht erfolgt über die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend die vorübergehende Nichtanwendung des COVID-19-Impfpflichtgesetzes und der COVID-19-Impfpflichtverordnung. Die Aussetzung der Impfpflicht kann daher wieder beendet werden, wenn es geboten ist.

(24.03.2022, 06:30)

Die Aussetzung der Impfpflicht erfolgt durch die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend die vorübergehende Nichtanwendung des COVID-19-Impfpflichtgesetzes und der COVID-19-Impfpflichtverordnung bis 31. Mai 2022. Eine erneute Evaluierung der COVID-19-Impfpflicht durch die unabhängige Kommission findet im Mai 2022 statt.

(24.03.2022, 06:30)

Allgemeine Informationen

FAQ Allgemeine Informationen

Eine Impfpflicht greift immer in Grundrechte ein - unter bestimmten Voraussetzungen ist der Gesetzgeber aber berechtigt, in Grundrechte einzugreifen. Die gesetzliche Festlegung einer Impfpflicht ist primär an Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) zu messen. Die Einschätzung von renommierten Verfassungsjurist:innen bestätigt, dass eine allgemeine COVID-19-Impfpflicht mit den Grundrechten vereinbar ist: Sie dient zum Schutz der öffentlichen Gesundheit.

(24.03.2022, 06:30)

Die gesetzliche Grundlage für die allgemeine COVID-19-Impfpflicht bildet das COVID-19-Impfpflichtgesetz. Zusätzlich werden einzelne Punkte auch in Verordnungen, wie der COVID-19-Impfpflichtverordnung, festgelegt.

(24.03.2022, 06:30)

Das Impfpflichtgesetz ist mit 5. Februar 2022 in Kraft getreten und tritt nach heutigen Stand mit 31. Jänner 2024 außer Kraft. Derzeit ist sie bis inklusive 31. Mai 2022 ausgesetzt.

(24.03.2022, 06:30)

Die allgemeine COVID-19-Impfpflicht umfasst alle Impfungen gegen COVID-19, die per Verordnung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (COVID-19-Impfpflichtverordnung) festgelegt werden.

In der COVID-19-Impfpflichtverordnung ist ein Impfschema für Personen allgemein festgelegt, die noch nicht geimpft wurden. Es sieht vor, dass die Zweitimpfung innerhalb von 65 Tagen nach der Erstimpfung erfolgen muss. Danach muss die Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen erfolgen.

Diese maximalen Impfintervalle für bisher noch nicht geimpfte Personen sollen sicherstellen, dass die notwendigen Impfungen in einem medizinisch sinnvollen Zeitrahmen erfolgen. Das Ziel ist, in absehbarer Zeit eine optimale Durchimpfungsrate in der Bevölkerung zu erreichen, jedoch spätestens im Herbst/Winter 2022/23.

Teilweise kann und soll eine Impfung auch schon früher erfolgen. Dies muss individuell mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abgeklärt werden.

(24.03.2022, 06:30)

Akzeptiert werden grundsätzlich alle von der EMA zugelassenen COVID-19-Impfstoffe. Aktuell sind das:

  • Comirnaty/BNT162b2/Tozinameran (INN) von BioNTech Manufacturing GmbH BioNTech/Pfizer
  • ChAdOx1_nCoV-19/ChAdOx1-S/AZD1222/Vaxzevria /COVID-19 Vaccine AstraZeneca von AstraZeneca AB
  • COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen-Cilag International NV, (Johnson & Johnson)
  • COVID-19 Vaccine Moderna/mRNA-1273/Spikevax von MODERNA BIOTECH SPAIN
  • NUVAXOVID/NVX-CoV2373 von Novavax CZ a.s.

(24.03.2022, 06:30)

Per Verordnung kann der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz den EU-zugelassenen COVID-19-Impfstoffen auch weitere anerkannte COVID-19-Impfstoffe gleichstellen.

Weltweit wurden viele Personen mit Impfstoffen geimpft, die nicht EU-weit zugelassen sind. Zahlreiche dieser Impfstoffe wurden von der WHO evaluiert. Von der WHO anerkannte Impfstoffe sind auf der WHO-Emergency Use List gelistet.

In der COVID-19-Impfpflichtverordnung wurden folgende Impfstoffe gleichgestellt:

  • SARS-CoV-2 Vaccine (Vero Cell), Inactivated (InCoV; Covilo) von Sinopharm/BIBP  Beijing Bio-Institute of Biological Products,
  • COVID-19 Vaccine (CoronaVac) von Sinovac,
  • BBV152 (COVAXIN) von Bharat Biotech,
  • SARS-CoV-2 rS Protein (COVID-19) recombinant spike protein Nanoparticle Vaccine NVX-CoV2373 (COVOVAX) von Serum Institute of India
  • ChAdOx1_nCoV-19 Corona Virus Vaccine (Covishield) von Serum Institute of India.

Diese Impfstoffe sind in Österreich jedoch nicht verfügbar und werden auch nicht empfohlen.

(24.03.2022, 06:30)

Wenn jemand im Ausland mindestens zweimal mit einem Impfstoff geimpft wurde, der zwar weder zentral zugelassen noch gleichgestellt ist, aber der im Ausland national zugelassen ist, dann zählen diese zwei Impfungen als Erstimpfung im Sinne der COVID-19-Impfpflichtverordnung. Für diese Personen gilt die zweite Impfung als Erstimpfung und es sind insgesamt 2 weitere Impfungen notwendig.

(24.03.2022, 06:30)

Ja. Die Corona-Schutzimpfung kann nur verabreicht werden, wenn man einwilligt. Die Einwilligung kann man schriftlich oder auch mündlich abgeben. Auch bei einer mündlichen Einwilligung wird Ärzt:innen zur Nachvollziehbarkeit und allfälligen Beweiserleichterung empfohlen, die Einwilligung schriftlich zu dokumentieren.

Die Grundlage für die Einwilligung ist ein persönliches ärztliches Aufklärungsgespräch. Das gilt für alle medizinischem Behandlungen, also auch für die Corona-Schutzimpfung. Patient:innen können jedoch auf die Aufklärung verzichten.

Als Hilfestellung für das Aufklärungsgespräch stehen Ärzt:innen standardisierte schriftliche Aufklärungs- und Dokumentationsbögen zur Verfügung. Die Verwendung dieser Bögen ist freiwillig. Prinzipiell sollen Ärzt:innen die Aufklärung und die Einwilligung (sowie gegebenenfalls individuelle Gesprächsinhalte) jedoch schriftlich dokumentieren. Die Gebrauchsinformation zum Impfstoff soll jedenfalls für die zu impfende Person sowie Eltern bzw. Erziehungsberechtigten verfügbar sein.

(07.04.2022, 13:00)

Von der Impfpflicht sind alle Personen ab 18 Jahren betroffen, die in Österreich ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben.

Der Wohnsitz richtet sich nach der Wohnsitzmeldung gemäß dem Meldegesetz. Den Wohnsitz hat man an einer Unterkunft, an der man bis auf weiteres einen Anknüpfungspunkt von Lebensbeziehungen hat (z.B. um dort zu studieren, zu arbeiten oder regelmäßig Freizeit dort zu verbringen). Damit werden etwa auch 24-Stunden-Betreuer:innen oder Wochenpendler:innen erfasst.

Darüber hinaus erstreckt sich die Impfpflicht auch auf Personen, deren aufrechter Mittelpunkt der Lebensbeziehungen seit mindestens einem Monat ausschließlich im Gebiet der jeweiligen Gemeinde liegt und für die dort eine Kontaktstelle eingetragen wurde, die regelmäßig aufgesucht wird (Hauptwohnsitzbestätigung – die COVID-19-Impfpflicht umfasst auch obdachlose Personen).

(24.03.2022, 06:30)

Tagespendler:innen, die keinen Wohnsitz in Österreich haben, sind von der COVID-19-Impfpflicht nicht erfasst.

(24.03.2022, 06:30)

Wesentliches Ziel der Impfpflicht ist die Vermeidung von Hospitalisierungen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen, welche in der Altersgruppe bis 18 Jahre relativ gering sind. Daher werden erst Personen ab 18 Jahren erfasst. Unabhängig von der Frage der Impfpflicht ist aber eine hohe Durchimpfungsrate in allen Altersgruppen ab fünf Jahren medizinisch zu empfehlen. In Österreich wird eine möglichst hohe Durchimpfungsrate in der Gesamtbevölkerung angestrebt, mit dem Ziel eine zukünftige Überlastung der Gesundheitsinfrastruktur zu vermeiden. Dieser Zugang kommt der Gesamtbevölkerung – und nicht nur bestimmten Bevölkerungsgruppen – zugute, indem insbesondere die heimischen Krankenanstalten uneingeschränkt (insbesondere im Hinblick auf den Belag von Intensivstationen oder die Durchführung invasiver Eingriffe) funktionsfähig bleiben.

(24.03.2022, 06:30)

Die Impfpflicht gilt mit Ablauf des Folgemonats nach Vollendung des 18. Lebensjahres. Feiert jemand zum Beispiel im Juli seinen 18. Geburtstag, gilt die Impfpflicht daher nach dem August – also ab 1. September.

(24.03.2022, 06:30)

Nach 3 erfolgten Impfungen ist die Impfpflicht derzeit erfüllt. Die Anzahl der erforderlichen Impfungen und die Dauer deren Gültigkeit werden durch die COVID-19-Impfpflichtverordnung festgelegt. Diese richtet sich nach den jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnissen und medizinischen Empfehlungen und wird bei Bedarf angepasst.

In der COVID-19-Impfpflichtverordnung ist ein Impfschema für Personen allgemein festgelegt, die noch nicht geimpft wurden. Es sieht vor, dass die Zweitimpfung innerhalb von 65 Tagen nach der Erstimpfung erfolgen muss. Danach muss die Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen erfolgen.

Diese maximalen Impfintervalle für bisher noch nicht geimpfte Personen sollen sicherstellen, dass die notwendigen Impfungen in einem medizinisch sinnvollen Zeitrahmen erfolgen. Das Ziel ist, in absehbarer Zeit eine optimale Durchimpfungsrate in der Bevölkerung zu erreichen, jedoch spätestens im Herbst/Winter 2022/23.

(24.03.2022, 06:30)

Wer drei Mal (oder öfters) geimpft wurde, bevor das COVID-19-Impfpflichtgesetz oder die COVID-19-Impfpflichtverordnung in Kraft getreten sind, erfüllt die Impfpflicht derzeit bereits.

Wer nach einer Genesung innerhalb von 180 Tagen ab dem Tag des ersten positiven PCR-Tests seine Erstimpfung erhalten hat, und danach noch mindestens eine Zweitimpfung erhalten hat, erfüllt derzeit die Impfpflicht bereits.

(24.03.2022, 06:30)

Nein. Von der COVID-19-Impfpflicht sind nur Personen ab 18 Jahren betroffen, die in Österreich ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben.

Der Wohnsitz richtet sich nach der Wohnsitzmeldung gemäß dem Meldegesetz. Den Wohnsitz hat man an einer Unterkunft, an der man bis auf weiteres einen Anknüpfungspunkt von Lebensbeziehungen hat (z.B. um dort zu studieren, zu arbeiten oder regelmäßig Freizeit dort zu verbringen). Damit werden etwa auch 24-Stunden-Betreuer:innen oder Wochenpendler:innen erfasst.

Achtung! Gäste, die länger als zwei Monate im Beherbergungsbetrieb wohnen, müssen sich zusätzlich mit dem Meldezettel-Formular spätestens nach Ablauf der zwei Monate bei der Meldebehörde anmelden.

(24.03.2022, 06:30)

Wenn man insgesamt 3 Mal mit einem zentral zugelassenen oder gleichgestellten Impfstoff geimpft wurde, gilt die Impfung auch für die Erfüllung der Impfpflicht in Österreich. In diesem Fall muss die Corona-Schutzimpfung in Österreich aber in das zentrale Impfregister bzw. den e-Impfpass nachgetragen werden.

Die Nachtragung der Corona-Schutzimpfung erfolgt über die niedergelassenen Ärzt:innen. Ist der Gang zum bzw. zur niedergelassenen Ärzt:in nicht zumutbar (z.B. Auslandsstudienaufenthalt etc.), ist die Nachtragung auch bei Amts- bzw. Epidemieärzt:innen möglich.

(24.03.2022, 06:30)

Per Verordnung kann der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz den EU-zugelassenen COVID-19-Impfstoffen auch weitere anerkannte COVID-19-Impfstoffe gleichstellen.

Weltweit wurden viele Personen mit Impfstoffen geimpft, die nicht EU-weit zugelassen sind. Zahlreiche dieser Impfstoffe wurden von der WHO evaluiert. Von der WHO anerkannte Impfstoffe sind auf der WHO-Emergency Use List gelistet.

In der COVID-19-Impfpflichtverordnung wurden folgende Impfstoffe gleichgestellt:

  • SARS-CoV-2 Vaccine (Vero Cell), Inactivated (InCoV; Covilo) von Sinopharm/BIBP  Beijing Bio-Institute of Biological Products,
  • COVID-19 Vaccine (CoronaVac) von Sinovac,
  • BBV152 (COVAXIN) von Bharat Biotech,
  • SARS-CoV-2 rS Protein (COVID-19) recombinant spike protein Nanoparticle Vaccine NVX-CoV2373 (COVOVAX) von Serum Institute of India
  • ChAdOx1_nCoV-19 Corona Virus Vaccine (Covishield) von Serum Institute of India.

Wenn jemand im Ausland mindestens zweimal mit einem Impfstoff geimpft wurde, der zwar weder zentral zugelassen noch gleichgestellt ist, aber der im Ausland national zugelassen ist, dann zählen diese zwei Impfungen als Erstimpfung im Sinne der COVID-19-Impfpflichtverordnung. Für diese Personen gilt die zweite Impfung als Erstimpfung und es sind insgesamt 2 weitere Impfungen notwendig.

(24.03.2022, 06:30)

Die konkreten Regelungen sind in der COVID-19-Impfpflichtverordnung enthalten. Wenn man Impfungen verpasst, muss man diese grundsätzlich so schnell wie möglich nachholen. Am Beispiel des allgemeinen Impfschemas erklärt, gelten folgende Regelungen:

Überschreitet man den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung um weniger als 360 Tage, muss man die Zweitimpfung nachholen und das reguläre Impfschema fortsetzen. Man braucht also eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung.

Überschreitet man den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung um mehr als 360 Tage, muss man mit einer neuen Impfserie beginnen.

Überschreitet man den Abstand zwischen Zweit und Drittimpfung, muss man die Drittimpfung nachholen.

Wenn man vor der ersten Impfung genesen ist, die erste Impfung innerhalb von 180 Tagen ab dem Tag der Probennahme erhalten hat und dann das Intervall für die Zweitimpfung überschritten hat, muss man die Zweitimpfung nachholen.

(24.03.2022, 06:30)

Wer noch keine Corona-Schutzimpfung erhalten hat, benötigt:

  • eine Erstimpfung
  • eine Zweitimpfung innerhalb von 65 Tagen nach der Erstimpfung
  • eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung

Das gilt auch für Personen, die zwischen Erstimpfung und Zweitimpfung bzw. zwischen Zweitimpfung und Drittimpfung genesen sind. Genesene müssen die Impfpflicht aber erst erfüllen, wenn 180 Tage ab dem Tag der ersten positiven Probennahme vergangen sind. Aus medizinischer Sicht wird Genesenen empfohlen, die Erstimpfung bereits 4 Wochen nach der Genesung zu erhalten, wenn sie zuvor nicht geimpft wurden.

(24.03.2022, 06:30)

Wer die Erstimpfung vor mehr als 360 Tagen erhalten hat, benötigt:

  • eine neue Erstimpfung
  • eine Zweitimpfung innerhalb von 65 Tagen nach der Erstimpfung
  • eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung

Wer die Erstimpfung vor mehr 65 Tagen aber höchstens 360 Tagen erhalten hat, benötigt:

  • eine Zweitimpfung
  • eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung

Wer die Erstimpfung vor höchstens 65 Tagen erhalten hat, benötigt:

  • eine Zweitimpfung innerhalb von 65 Tagen nach der Erstimpfung
  • eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung

Das gilt jeweils auch für Personen, die zwischen Erstimpfung und Zweitimpfung bzw. zwischen Zweitimpfung und Drittimpfung Genesen sind. Genesene müssen die Impfpflicht aber erst erfüllen, wenn 180 Tage ab dem Tag der ersten positiven Probennahme vergangen sind.

(24.03.2022, 06:30)

Wer die Zweitimpfung vor mehr als 190 Tagen erhalten hat, und die Erstimpfung höchstens 360 Tage vor der Zweitimpfung erhalten hat, benötigt:

  • eine Drittimpfung

Wer die Zweitimpfung vor höchstens 190 Tagen erhalten hat, und die Erstimpfung höchstens 360 Tage vor der Erstimpfung erhalten hat, benötigt:

  • eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung

Wer die Zweitimpfung mehr als 360 Tage nach der Erstimpfung erhalten hat, benötigt:

  • eine neue Zweitimpfung innerhalb von 65 Tagen nach der vorherigen Zweitimpfung
  • eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der neuen Zweitimpfung

Das gilt jeweils auch für Personen, die zwischen Erstimpfung und Zweitimpfung bzw. zwischen Zweitimpfung und Drittimpfung Genesen sind. Genesene müssen die Impfpflicht aber erst erfüllen, wenn 180 Tage ab dem Tag der ersten positiven Probennahme vergangen sind.

(24.03.2022, 06:30)

Aus medizinischer Sicht wird Genesenen empfohlen, die Erstimpfung bereits 4 Wochen nach der Genesung zu erhalten, wenn sie zuvor nicht geimpft wurden.

Für die Impfpflicht gilt: Wenn der erste positive PCR-Test vor höchstens 180 Tagen abgenommen wurde, benötigen Genesene:

  • eine Erstimpfung (innerhalb von 180 Tagen ab dem ersten positiven PCR-Test)
  • eine Zweitimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Erstimpfung

Wenn der erste positive PCR-Test vor mehr als 180 Tagen abgenommen wurde, benötigen Genesene:

  • eine Erstimpfung
  • eine Zweitimpfung innerhalb von 65 Tagen nach der Erstimpfung
  • eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung.

(24.03.2022, 06:30)

Wenn man die Erstimpfung innerhalb von 180 Tagen nach dem Tag des ersten positiven PCR-Tests erhält, und das Intervall zwischen Zweit und Drittimpfung verpasst, muss man die Zweitimpfung nachholen.

Wenn man die Erstimpfung erst nach 180 Tagen nach dem Tag des ersten positiven PCR-Tests erhält und ein Impfintervall verpasst, gilt folgendes:

Überschreitet man den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung um weniger als 360 Tage, muss man die Zweitimpfung nachholen und das reguläre Impfschema fortsetzen. Man braucht also eine Drittimpfung innerhalb von 190 Tagen nach der Zweitimpfung.

Überschreitet man den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung um mehr als 360 Tage, muss man mit einer neuen Impfserie beginnen.

Überschreitet man den Abstand zwischen Zweit und Drittimpfung, muss man die Drittimpfung nachholen.

(24.03.2022, 06:30)

Ja, Ihre beiden Impfungen gelten in Österreich als Erstimpfung.

(24.03.2022, 06:30)

Ausnahmen von der Impfpflicht

Von der COVID-19-Impfpflicht ausgenommen sind:

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Schwangere
  • Personen, die nicht ohne Gefahr für Leben oder Gesundheit mit einem zentral zugelassenen Impfstoff geimpft werden können
  • Personen, bei denen aus medizinischen Gründen keine ausreichende Immunantwort auf eine Impfung gegen COVID-19 zu erwarten ist
  • Personen, die nach zumindest dreimaliger Impfung gegen COVID-19 keine Immunantwort auf die Impfung ausgebildet haben
  • Genesene Personen für 180 Tage ab dem Tag der Probennahme des positiven PCR-Tests.

(24.03.2022, 06:30)

  • fachlich geeignete Ambulanzen für die Patient:innen, die sich dort in Behandlung befinden
  • örtlich zuständige Amtsärzt:innen
  • örtlich zuständige Epidemieärzt:innen

Für die Ausstellung einer ärztlichen Bestätigung durch Amtsärzt:innen oder Epidemieärzt:innen müssen die betroffenen Personen sämtliche zur Beurteilung des Vorliegens des Ausnahmegrundes erforderlichen Unterlagen (z.B. Befunde) vorlegen.

(24.03.2022, 06:30)

Örtlich zuständige Amtsärzt:innen oder Epidemieärzt:innen, sind jene Amtsärzt:innen oder Epidemieärzt:innen, die der Verwaltungsstrafbehörde beigegebenen sind oder zur Verfügung stehen. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach dem Hauptwohnsitz der impfpflichtigen Person, ist ein solcher nicht vorhanden, nach dem weiteren Wohnsitz oder der Kontaktstelle.

(24.03.2022, 06:30)

Die Österreichische Ärztekammer hat sich bereit erklärt, im Rahmen der Rekrutierung jener Ärzt:innen, die als Epidemieärzt:innen bestellt werden sollen, zu unterstützen.

(24.03.2022, 06:30)

Nur fachlich geeignete Ambulanzen können bestätigen, dass für ihre Patient:innen Ausnahmegründe vorliegen. Diese Ambulanzen sind in Anlage 1 der COVID-19-Impfpflichtverordnung aufgelistet. Derzeit sind das Ambulanzen von österreichischen Krankenanstalten, insbesondere:

  • Spezialambulanzen für Immunsupprimierte
  • Ambulanzen für Dermatologie (Autoimmunerkrankungen, Allergien)
  • Ambulanzen für Innere Medizin (insbesondere für Rheumatologie, Gastroenterologie, Onkologische Ambulanzen, Pneumologie – Allergieabklärung)
  • Geriatrische Ambulanzen
  • Ambulanzen für Transplantationsmedizin und Transplantationschirurgie
  • Neurologische Ambulanzen (Multiple Sklerose etc.)

(24.03.2022, 06:30)

Nein, diese Ärzt:innen können keine ärztlichen Bestätigungen der Impfbefreiungen ausstellen.

(24.03.2022, 06:30)

Zum Eintrag des Ausnahmegrundes in das zentrale Impfregister sowie für die Einschätzung, ob eine Person nicht ohne Gefahr für Leben oder Gesundheit geimpft werden kann, sind folgende Ärzt:innen berechtigt:

  • Amtsärzt:innen
  • Epidemieärzt:innen und
  • die fachlich geeignete Ambulanz einer Krankenanstalt für die dort in Behandlung befindlichen Patient:innen.

Die näheren Voraussetzungen zum Ausnahmegrund der Gefahr für Leben oder Gesundheit wurden in der COVID-19-Impfpflichtverordnung eigens festgelegt.

In der COVID-19-Impfpflichtverordnung ist auch ein Formblatt für die ärztliche Bestätigung enthalten. Ärztlichen Bestätigungen müssen diesem Formblatt entsprechen.

Zur Feststellung einer bestehenden Schwangerschaft sind Fachärzt:innen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe berechtigt. Nach Feststellung ist die Impfbefreiung den Amtsärzt:innen weiterzuleiten, welche in weiterer Folge den Eintrag des Ausnahmegrundes in das zentrale Impfregister vornehmen.

(24.03.2022, 06:30)

Der Eintrag des Ausnahmegrundes in das zentrale Impfregister durch dazu berechtigte Ärzt:innen umfasst folgende Informationen:

  • Angaben zur Person (Name, Alter, Geschlecht etc.)
  • Angaben zur ausstellenden Ärztin bzw. Arzt bzw. Krankenanstalt (Bezeichnung, Rolle, Berufsadresse, Datum der Speicherung)
  • das Vorliegen eines Ausnahmegrundes, nicht aber der konkrete Ausnahmegrund
  • Datum des Wegfalls des Ausnahmegrundes (Ausnahmegründe gelten immer nur bis zum Ablauf des Folgemonats nach Wegfall des Ausnahmegrundes.)

(24.03.2022, 06:30)

Die ärztliche Bestätigung muss dem Formblatt in Anlage 2 der COVID-19-Impfpflichtverordnung entsprechen.

(24.03.2022, 06:30)

Nein. Die ärztliche Bestätigung ist kein behördlicher Bescheid.

(24.03.2022, 06:30)

Nein. Ansuchen um Befreiung von der Impfpflicht sind keine Verwaltungsverfahren.

(24.03.2022, 06:30)

Nein. Für die Ausstellung von ärztlichen Bestätigungen, die bei Ausnahmegründen von der Impfpflicht befreien, sind Amtsärzt:innen, Epidemieärzt:innen und fachlich geeigneten Ambulanzen von Krankenanstalten (festgelegt in der COVID-19-Impfpflichtverordnung) zuständig.

(24.03.2022, 06:30)

Der Ausnahmegrund der Schwangerschaft und des Vorliegens einer konkreten und ernstlichen Gefahr für Leben oder Gesundheit (sowie der mangelnden Immunantwort auf die Impfung) sind durch eine amtsärztliche, epidemieärztliche oder – hinsichtlich der dort in Behandlung befindlichen Personen – eine Bestätigung einer fachlich geeigneten Ambulanz nachzuweisen. Hier sind die zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen (z.B. Befunde, Atteste, Identitätsnachweis) vorzulegen. Nähere Anforderungen an die Inhalte und Mindestvoraussetzungen dieser Bestätigungen werden durch die COVID-19-Impfpflichtverordnung festgelegt. In der COVID-19-Impfpflichtverordnung ist auch ein Formblatt für die ärztliche Bestätigung enthalten. Ärztlichen Bestätigungen müssen diesem Formblatt entsprechen.

Der genaue Prozess wird von jedem Bundesland gesondert festgelegt. Im Falle der Ausstellung durch Amts- bzw. Epidemieärzt:innen, sind die erforderlichen Unterlagen vorzugsweise über ein vom jeweiligen Bundesland angebotenes digitales System oder alternativ ausnahmsweise auch postalisch zu übermitteln. Bei in fachlich geeigneten Ambulanzen in Behandlung befindlichen Personen erfolgt dieser Schritt direkt in der Ambulanz.

Hier finden Sie die Plattformen der Bundesländer zur Ausstellung einer COVID-19-Impfpflichtbefreiung:

(24.03.2022, 06:30)

Die für die Ausstellung der ärztlichen Bestätigung erforderlichen Unterlagen sind vorzugsweise digital oder ausnahmsweise auch postalisch zu übermitteln. Es ist grundsätzlich keine persönliche Vorsprache bei den ausstellenden Ärzt:innen vorgesehen, wenn die Sachlage klar und die Echtheit der vorgelegten Unterlagen eindeutig ist.

(24.03.2022, 06:30)

Die erforderlichen Unterlagen können per digitalem System des jeweiligen Bundeslandes, alternativ ausnahmsweise auch postalisch übermittelt werden. Nähere Informationen dazu finden Sie auf den Websites des jeweiligen Bundeslandes oder der Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate. Informationen darüber, ob die Sie behandelnde fachliche Ambulanz ärztliche Bestätigungen ausstellt, erhalten Sie direkt in ihrer behandelnden Ambulanz.

(24.03.2022, 06:30)

Für Informationen zu Amts- oder Epidemieärzt:innen wenden Sie sich an Ihre zuständige Bezirkshauptmannschaft bzw. das zuständige Magistrat.

Zusätzlich finden Sie hier die Plattformen der Bundesländer zur Ausstellung einer COVID-19-Impfpflichtbefreiung:

(24.03.2022, 06:30)

Hier gilt es zu unterscheiden: Die aktuellen Impfbefreiungen beziehen sich auf die Maßnahmen (Ausnahme von 2G-Regel etc.) nach der jeweils geltenden COVID-19-Maßnahmenverordnung (Ärztliches Attest + PCR-Tests ist aktuell einem 2G-Nachweis gleichgestellt).

Die medizinischen Voraussetzungen für eine Befreiung von der allgemeinen COVID-19-Impfpflicht wurden in der COVID-19-Impfpflichtverordnung festgelegt. Nur diese Voraussetzungen können im Rahmen der COVID-19-Impfpflicht zu einer Impfbefreiung führen. Diese sind eigens zu beantragen und durch die dazu berechtigten Ärzt:innen ins zentrale Impfregister einzutragen. Die bisher ausgestellten Impfbefreiungen haben daher keinen Einfluss auf die COVID-19-Impfpflicht, sie müssen daher neu beantragt werden.

(24.03.2022, 06:30)

Es müssen folgende zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Anhand der vorgelegten Unterlagen ist eindeutig erkennbar, dass ein Ausnahmegrund vorliegt bzw. nicht vorliegt.
  • Es gibt keinen Zweifel daran, dass diese Unterlagen echt sind.

(24.03.2022, 06:30)

Die Eintragung von Ausnahmen in das Zentrale Impfregister muss spätestens vor der Verschneidung der Daten erfolgt sein, da sonst ein Strafverfahren eingeleitet wird.

(24.03.2022, 06:30)

Ärzt:innen, die ein falsches Ausnahme-Attest ausstellen, haben mit einer Geldstrafe von bis zu 7.200 Euro zu rechnen.

(24.03.2022, 06:30)

Die näheren medizinischen Voraussetzungen für eine Befreiung von der allgemeinen COVID-19-Impfpflicht sind in der COVID-19-Impfpflichtverordnung geregelt. Übliche und erwartbare Impfreaktionen (z.B. Kopfschmerzen) sind jedoch keine Ausnahmegrund.

Sind bei früheren Impfungen vermutete schwere Impfnebenwirkungen aufgetreten (z.B. Myokarditis), bei denen eine Kausalität zur Impfung bestätigt wurde oder in Abklärung ist, stellt dies einen Ausnahmegrund dar.

Dies muss im Einzelfall ein Arzt oder eine Ärztin beurteilen. Auch dieser Ausnahmegrund muss man gegenüber dem:der Amts- oder Epidemieärzt:in nachweisen, der:die die Ausnahme bestätigt, indem man entsprechende Unterlagen vorlegt.

(24.03.2022, 06:30)

Genesene Personen sind für 180 Tage ab dem Tag der Probennahme des (ersten) positiven PCR-Tests von der allgemeinen COVID-19-Impfpflicht befreit. Genesene Personen können ihren Ausnahmegrund mit einem Genesungsnachweis bzw. einem Genesungszertifikat nachweisen. Die Infektion muss entweder molekularbiologisch und mit ärztlichen Zeugnis bestätigt sein oder durch einen Absonderungsbescheid für eine infizierte Person nachgewiesen werden.

Aus medizinischer Sicht wird Genesenen empfohlen, die Erstimpfung bereits 4 Wochen nach der Genesung zu erhalten, wenn sie zuvor nicht geimpft wurden.

Die Genesung ist aber nicht ins zentrale Impfregister einzutragen und nicht den Behörden zu melden. Sie wird aufgrund ihres Eintrags in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) beim Datenabgleich berücksichtigt.

(24.03.2022, 06:30)

Schwangere sind von der COVID-19-Impfpflicht ausgenommen. Die Ausnahme gilt bis zum Ablauf des Folgemonats nach Ende der Schwangerschaft. Danach fällt der Ausnahmegrund weg. Wenn eine Schwangerschaft also beispielsweise im Jänner endet, dann gilt die Ausnahme bis Ende Februar.

Zur Feststellung einer bestehenden Schwangerschaft sind Fachärzt:innen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe berechtigt. Nach Feststellung ist die Impfbefreiung den Amtsärzt:innen weiterzuleiten, welche in weiterer Folge den Eintrag des Ausnahmegrundes in das zentrale Impfregister vornehmen.

(24.03.2022, 06:30)

Die Impfung gegen COVID-19 ist abhängig vom Impfstatus für Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel ausdrücklich empfohlen. Schwangere haben ein stark erhöhtes Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 und auch die Rate an Frühgeburten ist erhöht. Da eine Schwangerschaft vor allem im ersten Drittel eine medizinisch gesehen sehr sensible Phase ist, bestehen Bedenken, dass etwaige Komplikationen in der Schwangerschaft unbegründet der Impfung zugeordnet werden könnten. Deshalb ist die Impfung gegen COVID-19 im 1. Schwangerschaftsdrittel aus theoretischen Überlegungen vom Nationalen Impfgremium nicht empfohlen.

Schwangere sind von der Impfpflicht ausgenommen, um die besondere Sensibilität dieser Lebensphase zu berücksichtigen.

(24.03.2022, 06:30)

Nach den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums sind Impfungen gegen COVID-19 in Abhängigkeit vom Impfstatus auch in der Stillzeit empfohlen und möglich. Aus gesetzlicher Sicht gilt die Ausnahme bis zum Ablauf des Folgemonats nach Wegfall des Ausnahmegrundes (nach Ende der Schwangerschaft). Wird ein Kind also beispielsweise im Jänner geboren, hat die Mutter bis Ende Februar Zeit, sich impfen zu lassen. Mit 1. März muss sie die Impfpflicht dann erfüllen.

(24.03.2022, 06:30)

Die gesundheitlichen Ausnahmegründe, die eine Person von der Impfpflicht befreien, werden in der COVID-19-Impfpflichtverordnung festgelegt.

Zum Eintrag des Ausnahmegrundes in das zentrale Impfregister sowie für die Einschätzung, ob eine Person nicht ohne Gefahr für Leben oder Gesundheit geimpft werden kann, sind folgende Ärzt:innen berechtigt:

  • Amtsärzt:innen
  • Epidemieärzt:innen
  • die fachlich geeignete Ambulanz einer Krankenanstalt für die dort in Behandlung befindlichen Patient:innen

Für die Ausstellung einer ärztlichen Bestätigung durch Amtsärzt:innen oder Epidemieärzt:innen haben die betroffenen Personen sämtliche zur Beurteilung des Vorliegens des Ausnahmegrundes erforderlichen Unterlagen (z.B. Befunde) vorzulegen.

(24.03.2022, 06:30)

  • Allergie beziehungsweise Überempfindlichkeit gegen einzelne Inhaltsstoffe, die in allen zentral zugelassenen und in Österreich verfügbaren COVID-19-Impfstoffen enthalten sind
  • akuter Schub einer schweren inflammatorischen Erkrankung oder Autoimmunerkrankung bis zur Stabilisierung des Krankheitszustandes
  • molekularbiologisch bestätigte Infektion mit SARS-CoV-2 oder akute, schwere, fieberhafte Erkrankung oder Infektion bis zur Genesung oder Stabilisierung des Krankheitszustandes
  • Multimorbidität mit Dekompensation mehrerer Organsysteme, aufgrund deren eine Impfuntauglichkeit vorliegt
  • vermutete schwerwiegende Impfnebenwirkungen, bei denen eine wahrscheinliche Kausalität zur Impfung bestätigt oder in Abklärung ist

All das sind medizinische Einzelfallevaluierungen, für die eine ärztliche Bestätigung notwendig ist.

(24.03.2022, 06:30)

  • Knochenmark- oder Stammzelltransplantation
  • Organtransplantation
  • dauernde Kortisontherapie > 20 mg beziehungsweise Prednisonäquivalent/Tag länger als zwei Wochen
  • Immunsuppression oder Therapie mit Cyclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat Azathioprin, Methotrexat Tyrosinkinaseinhibitoren, laufender Biologikatherapie (bei nicht onkologischer Diagnose)
  • aktive Krebserkrankungen mit einer jeweils innerhalb der letzten sechs Monate erfolgten onkologischen Pharmakotherapie (Chemotherapie, Biologika) und/oder einer erfolgten Strahlentherapie sowie metastasierende Krebserkrankungen auch ohne laufende Therapie
  • sonstige schwere Erkrankungen oder körperliche Zustände, die eine vergleichbare immunologische Lage bedingen

Gerade für diese Personengruppen ist die Impfung gegen COVID-19 explizit empfohlen und besonders wichtig, sofern sie möglich ist. In diesen Personengruppen ist das Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 stark erhöht. Da es in Einzelfällen jedoch gerade in diesen Personengruppen Menschen gibt, die vorübergehend nicht gegen COVID-19 geimpft werden können, werden diese Personengruppen von der strafbewehrten Impfpflicht ausgenommen. Ob eine Impfung aus medizinischer Sicht dennoch sinnvoll ist, ist eine medizinische Einzelfallevaluierung.

(24.03.2022, 06:30)

Bei einem negativen Testresultat eines Neutralisationstests bzw. eines NT-Korrelats nach drei erfolgten Impfungen kann von einer fehlenden Immunantwort ausgegangen werden. Dieser Test wird seitens des Nationalen Impfgremiums zu diesem Zweck bei der Impfung von Personen mit schwerer Immunsuppression ab 4 Wochen nach der 3. Impfung empfohlen, wobei die dritte Impfung in diesen Fällen schon ab 4 Wochen nach der 2. Impfung empfohlen ist. Derzeit ist die Impfpflicht nach 3 erfolgten Impfungen erfüllt.

(24.03.2022, 06:30)

Nein, ärztliche Bestätigungen, dass neutralisierende Antikörper vorhanden sind, gelten nicht als Nachweis für die Ausnahmegründe.

(24.03.2022, 06:30)

Ja. Betriebe können im Rahmen ihres Hausrechts grundsätzlich auch strengere Regelungen erlassen, auf welche der Gesetzgeber bzw. der Verordnungsgeber keinen Einfluss hat.

(24.03.2022, 06:30)