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FAQ: Mechanische Schutzvorrichtung (MNS) und Abstandspflicht

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Ein Mund-Nasen-Schutz ist in folgenden Bereichen zu tragen:

Der Mund-Nasen-Schutz ist in allen geschlossenen Räumlichkeiten, die öffentlich betretbar sind, zu tragen. Dazu zählen auch der öffentliche Verkehr, Flugzeuge oder Taxis und taxiähnliche Betriebe sowie Haltestellen, Stationen oder Abflugshallen (auch im Freien).

Im Freien ist der Mund-Nasenschutz nicht verpflichtend zu tragen, ausgenommen sind die in § 12 der Verordnung aufgezählten zulässigen Veranstaltungen (z.B. Demonstrationen, Begräbnisse). Regional kann es diesbezüglich eigene Regeln geben.

Der Mund-Nasen-Schutz ist in Verbindungsbauwerken von Einkaufszentren zu tragen.

Am Arbeitsplatz ist der Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Zudem ist am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn physischer Kontakt zu anderen Personen nicht ausgeschlossen ist und das Infektionsrisiko nicht durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen minimiert werden kann (z.B. durch eine technische Schutzvorrichtung wie etwa Trenn- oder Plexiglaswände). Falls technische Schutzmaßnahmen die Arbeitsverrichtung verunmöglichen (etwa bei Schauspielerinnen/Schauspielern), sind stattdessen organisatorische Schutzmaßnahmen (wie das Bilden von festen Teams) vorzusehen.

Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber können sich einvernehmlich auf strengere Regelungen betreffend das Tragen eines MNS verständigen.

(17.12.2020, 14:00 Uhr)

An öffentlichen Orten ist zu allen Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben, ein Meter Abstand zu halten. Bei Treffen in geschlossenen öffentlichen Räumen ist ein Meter Abstand zu halten und ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

(07.12.2020, 10:30 Uhr)

Ja, beim Betreten öffentlicher Orte im Freien ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Als öffentliche Orte gelten z.B. Parks, öffentliche Grünanlagen, Fluss- und Seeufer.

(07.12.2020, 10:30)

Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung, die Mund und Nase abgedeckt und auch eng anliegen muss. Der MNS ist entweder mittels Gummibänder oder durch Stoffbänder zu fixieren. Das Material hat eine mechanische Barriere zu bilden, um das Verspritzen von Tröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen zu vermeiden. Die Verwendung von Gesichtsvisieren (sog. „Face Shields“ bzw. „Mini Face Shields“) ist nicht zulässig.

Eine Ausnahme für Gesichtsvisiere gilt für Menschen, die ein ärztliches Attest vorweisen können, das bestätigt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen können (z.B. AsthmatikerInnen). Weiters sind Gesichtsvisiere als Teil der Schutzausrüstung zusammen mit MNS (z.B. bei medizinischem Personal) weiterhin erlaubt.

Der MNS kann solange getragen werden bis er durchfeuchtet ist. Die Tragedauer ist von der körperlichen Aktivität abhängig (maximal 3 bis 4 Stunden). Dann hat ein Wechsel zu erfolgen. Gebrauchte MNS sind im Restmüll zu entsorgen oder bei Exemplaren zum mehrfachen Gebrauch (z.B. aus Baumwolle) einer Wiederverwertung zuzuführen. Gebrauchte Exemplare nicht offen herumliegen lassen. Im privaten Bereich kann der MNS, sofern dafür geeignet (z.B.: Material Baumwolle), mit der normalen Wäsche gewaschen werden. Möglichst rasch waschen um bakterielles Wachstum und Schimmelbildung zu vermeiden. Bei gekauften MNS sind Hinweise des Herstellers zu beachten.

Beim Anlegen und Abnehmen des MNS sollen nur die Bänder berührt werden. Die Innenseite des MNS sollte nicht berührt werden. Der MNS soll zudem während des Tragens möglichst nicht berührt werden. Nach Abnahme oder Wechsel des MNS sollen die Hände mit warmen Wasser und Seife gründlich gereinigt werden.

Die Verpflichtung zum Tragen des MNS gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr.

Das Tragen des MNS soll Mitmenschen und Umgebung vor Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen und Husten entstehen, schützen. Der MNS wird keiner verbindlichen (gesetzlich vorgeschriebenen) Qualitätsprüfung unterzogen.

(04.10.2020, 12:30 Uhr)

Ziel ist die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus zu vermindern. Der Erreger wird vorrangig durch Tröpfchen übertragen. Der MNS dient daher primär dem Schutz anderer durch das Zurückhalten von Tröpfchen beim Husten, Sprechen oder Niesen. Auch im privaten Bereich oder bei der Arbeit ist es sinnvoll einen MNS zu tragen. Dafür ist ein Mund-Nasen-Schutz aus fester Baumwolle (selbstgenäht oder gekauft) eine gute Option. Der Stoff aus dem der MNS genäht wird, sollte aus 100% Baumwolle bestehen, damit er gut gewaschen (Kochwäsche) werden kann. Er kann bis zur Durchfeuchtung getragen werden. Wenn der MNS durchfeuchtet wird, muss er gewechselt werden. Nach der Abnahme des MNS ist Händewaschen mit warmem Wasser und Seife unbedingt erforderlich, da der MNS möglicherweise infektiös sein kann. Bis zum Waschen in einem verschließbaren Plastikbeutel aufbewahren und möglichst rasch nach Gebrauch waschen.

Zahlreiche internationale Studien bestätigen die Schutzwirkung von Stoffmasken sowohl für die Person, die sie trägt, als auch für andere Menschen. Daher empfiehlt auch das „Center for Disease Control“ die Verwendung von Masken im Alltag und im öffentlichen Leben. Details dazu: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/more/masking-science-sars-cov2.html

(07.12.2020, 10:30 Uhr)

Für den Fremd- und Eigenschutz:

FFP3:

  • Filtern bis zu 99 % der Partikel und werden hauptsächlich von medizinischem Personal verwendet
  • Empfohlen für Gesundheitsberufe während aerosol-verursachender Tätigkeiten (Absaugen, Intubieren etc.)
  • Empfohlen für zahnärztliche Tätigkeiten mit Aerosol-Produktion

FFP2:

  • Filtern bis zu 94 % der Partikel und schützen sowohl Träger/Trägerin als auch das Umfeld (sofern kein Ausatemventil vorhanden ist)
  • Empfohlen für Pflege/Betreuung von infektiösen Patientinnen/Patienten und COVID-19-Verdachtsfällen, sofern nicht aerosol-produzierende Tätigkeiten ausgeübt werden
  • Ohne Ventil verpflichtend für Besucherinnen/Besucher von Alten- und Pflegeheimen
  • Ohne Ventil verpflichtend ab 25.Jänner 2021 beim Betreten von allen derzeit geöffneten Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln 

Corona SARS-CoV-2 Pandemie Atemschutzmaske (CPA)

  • Kann für die Pflege/Betreuung von infektiösen Patientinnen/Patienten und COVID-19-Verdachtsfällen verwendet werden, sofern nicht aerosol-produzierende Tätigkeiten ausgeübt werden

Schutzmasken sind spezielle Masken, wie beispielsweise medizinischer Mund-Nase-Schutz (z.B. OP-Masken), die dem Medizinproduktgesetz unterliegen und beispielsweise Menschen in der Umgebung des Trägers/der Trägerin des medizinischen Mund-Nasen-Schutzes vor Tröpfchen, die der Träger/die Trägerin beim Sprechen, Niesen und Husten produziert, schützen (etwa bei einer Operation).

Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP1-, FFP2-, FFP3- und CPA-Masken) filtern Partikel aus der Atemluft und werden vorwiegend von verschiedenen Berufsgruppen als persönliche Schutzausrüstungen verwendet, um sich vor Schadstoffen abzuschirmen. Diese speziellen Schutzmaskenarten unterliegen gesetzlichen Regelungen und müssen speziellen Prüfkriterien entsprechen.

Für den Fremdschutz: 

Einfacher Mund-Nasen-Schutz (MNS): 

  • Der MNS dient dem privaten Gebrauch als mechanische Barriere und soll im Rahmen des achtsamen Umgangs mit den Mitmenschen die Umgebung vor Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen und Husten entstehen, schützen. Für den MNS gibt es keine speziellen gesetzlichen Anforderungen und Prüfkriterien.
  • Auch: Schal, Tuch, selbstgenähter Schutz

Masken mit Ventil (wo die verbrauchte Atemluft ausgeblasen wird) sind NICHT für den Fremdschutz tauglich. Sie sind daher Gesundheitsberufen im Umgang mit infektiösen Patienteninnen/Patienten oder Bewohnern/Bewohnerinnen vorbehalten.

Für Kinder gilt: Kleinkinder bis 2 Jahre dürfen keine Masken tragen (Erstickungsgefahr), Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr können einen MNS tragen, wenn dieser toleriert wird. Ständige Kontamination des Schutzes mit den Händen ist kontraproduktiv. Die FFP2-Pflicht gilt ab dem Alter von 14 Jahren, ab 6 Jahren kann stattdessen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Grundsätzlich gilt immer: Wenn ein Schutz einer höheren Kategorie nicht verfügbar ist, ist ein Schutz einer niedrigeren Kategorie immer noch besser als gar kein Schutz.

(22.01.2021, 7:00 Uhr)

  • Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr brauchen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen.

  • Personen, denen das Tragen aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann (z.B. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, Angststörungen oder mit fortgeschrittener Demenz, Kinder mit ADHS, Asthma etc.) sind von der MNS-Pflicht ausgenommen.

    Dann darf auch eine nicht enganliegende, aber den Mund- und Nasenbereich vollständig abdeckende mechanische Schutzvorrichtung getragen werden, wenn diese bis zu den Ohren und deutlich unter das Kinn reicht. Sofern auch dies nicht zugemutet werden kann, gilt die MNS- Pflicht nicht. Im Fall der Kontrolle durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes sind die Gründe der Inanspruchnahme der Ausnahme nachzuweisen (ärztliche Bestätigung notwendig).

  • Gehörlose und schwer hörbehinderte Personen sowie deren Kommunikationspartner während der Kommunikation

(07.12.2020, 10:30 Uhr)

Bei Durchfeuchtung des MNS muss er durch ein sauberes und trockenes Exemplar ersetzt werden. Je nach körperlicher Aktivität kann das früher oder später der Fall sein (maximal etwa 3 bis 4 Stunden).

(22.10.2020, 12:00 Uhr)

Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung, die Mund und Nase abgedeckt und auch eng anliegen muss. Der MNS ist entweder mittels Gummibänder oder durch Stoffbänder zu fixieren. Das Material hat eine mechanische Barriere zu bilden, um das Verspritzen von Tröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen zu vermeiden. Die Verwendung von Gesichtsvisieren (sog. „Face Shields“ bzw. „Mini Face Shields“) ist nicht zulässig.

Eine Ausnahme für Gesichtsvisiere gilt für Menschen, die ein ärztliches Attest vorweisen können, das bestätigt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen können (z.B. AsthmatikerInnen). Weiters sind Gesichtsvisiere als Teil der Schutzausrüstung zusammen mit MNS (z.B. bei medizinischem Personal) weiterhin erlaubt.

(05.11.2020, 06:30 Uhr)

Ja. Auch Schals und Tücher sind ausreichend, sofern sie eng anliegen. Es ist aber auch hier sehr wichtig, auf die Hygienemaßnahmen zu achten. Was auch immer als Schutz getragen wird, sollte spätestens nach Durchfeuchtung (je nach körperlicher Aktivität aber in der Regel spätestens nach 3 bis 4 Stunden Tragedauer) gewaschen werden.

(22.10.2020, 12:00 Uhr)

Bei FFP (= Filtering Face Piece)-Masken handelt es sich um partikelfiltrierende Masken, die als Atemschutzmaske, Staubmaske oder Atemschutzfilter bezeichnet werden. Je nach Rückhaltevermögen des Partikelfilters werden die Klassen FFP1, FFP2 und FFP3 unterschieden.

Eine dicht sitzende FFP2-Maske stellt einen geeigneten Schutz vor infektiösen Aerosolen dar. Damit die Filterleistung in vollem Umfang gewährleistet ist, muss die FPP2-Maske zur Gesichtsgröße passen und richtig angelegt werden (über Mund und Nase, Nasenclip an den Nasenrücken anpassen). Nur bei einem glatt rasierten Gesicht ist ein optimaler Dichtsitz gewährleistet. Diese Masken dienen dem Arbeits-und/oder dem Eigenschutz.

Die Schutzwirkung von FFP2-Masken nimmt mit zunehmender Durchfeuchtung ab. Neben natürlichen Einflüssen wie feuchtem Wetter passiert das zwangsläufig durch die Atmung des Benutzers/der Benutzerin. Durchfeuchtete FFP2-Masken sollen kontaminationsfrei entsorgt und gegen frische Masken getauscht werden. Maske mit Ventil sollen nicht getragen werden, da durch den Filter etwaige Aerosole wieder nach außen dringen. Dies schützt dann nur den Träger/die Trägerin der Maske, nicht aber seine Mitmenschen.

FFP2-Masken sind ein Einmalprodukt und als Arbeitsschutzprodukt gedacht. Allerdings kann bei einer kurzen Verwendung zu Privatzwecken – etwa beim Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel oder dem Einkauf im Handel – auch die mehrfache Verwendung derselben Maske durch dieselbe Person vertreten werden. Die Masken müssen dabei zum Trocknen frei an der Luft hängen.

(22.01.2021; 7:00)

Die wesentlichsten Qualitätsanforderungen für FFP2-Masken sind die Einhaltung der relevanten Normen (z.B. EN 149:2001+A1:2009) sowie die CE-Kennzeichnung. Diese ist durch Inverkehrbringer aufzubringen und bringt zum Ausdruck, dass dieser die besonderen Anforderungen an das von ihm vertriebene Produkt kennt und dass selbiges diesen entspricht.

Konsumentinnen und Konsumenten sollten daher folgende Merkmale beim Kauf einer FFP2-Maske im Handel berücksichtigen:

  • ausdrückliche Bezeichnung als FFP2-Maske
  • CE-Zeichen
  • EN-Kennzeichnung
  • Vierstellige Nummer zur Identifikation des zertifizierenden Testinstituts

Die Kennzeichnung KN95 ist ein Hinweis darauf, dass die Maske voraussichtlich einer nicht europäischen Norm (KN95) für persönliche Schutzausrüstung entspricht. Wenn sie dieser Norm wirklich entsprechen, dann dürften diese Masken ähnlich gut sein, wie die europäischen FFP2-Masken. Da sie jedoch keiner europäischen Norm unterliegen, gibt es dazu auch keine europäische Qualitätskontrolle. Sie sind also möglicherweise nicht getestet und sind daher rechtlich als „simpler“ Mund-Nasen-Schutz zu beurteilen.

(22.01.2021; 7:00)