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FAQ: Risikogruppen

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In den vergangenen Monaten wurden von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Infektionen zu schützen. Dazu zählen beispielsweise – je nach Tätigkeit – die Möglichkeiten für Homeoffice, die Arbeitsplatzumgestaltung zur Wahrung eines Sicherheitsabstandes, Barrieren wie Plexiglaswände oder die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung.

Mit der Gesetzesänderung wurde die Grundlage für weitere Schutzmaßnahmen für unselbstständig Erwerbstätige gelegt: Personen, die noch im Erwerbsleben stehen und ein sehr hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, haben damit Anspruch auf Homeoffice bzw. Veränderung der Arbeitsbedingungen. Wenn dies nicht möglich ist, besteht in letzter Konsequenz Anspruch auf eine befristete Dienstfreistellung.

(12.11.2020, 13:00)

Eine chronische Erkrankung zu haben, erhöht das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf noch nicht (z.B. Personen, deren hoher Blutdruck gut mit Medikamenten eingestellt ist). Wenn allerdings Personen mit einer schweren chronischen Grunderkrankung zusätzlich an COVID-19 erkranken, ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erhöht. Daher sollen Personen, die zur COVID-19-Risikogruppe zählen, zusätzlichen Anspruch auf Schutzmaßnahmen erhalten.

(12.11.2020, 13:00)

Die COVID-19-Risikogruppe-Verordnung listet die medizinischen Gründe (Indikationen) für die Zugehörigkeit einer Person zur COVID-19-Risikogruppe auf. Auf Grundlage dieser Indikationen darf eine Ärztin/ein Arzt ein COVID-19-Risiko-Attest ausstellen.

Die medizinischen Hauptindikationen sind:

  1. fortgeschrittene chronische Lungenkrankheiten, welche eine dauerhafte, tägliche, duale Medikation benötigen
  2. chronische Herzerkrankungen mit Endorganschaden, die dauerhaft therapiebedürftig sind, wie ischämische Herzerkrankungen sowie Herzinsuffizienzen
  3. aktive Krebserkrankungen mit einer jeweils innerhalb der letzten sechs Monate erfolgten onkologischen Pharmakotherapie (Chemotherapie, Biologika) und/oder einer erfolgten Strahlentherapie sowie metastasierende Krebserkrankungen auch ohne laufende Therapie
  4. Erkrankungen, die mit einer Immunsuppression behandelt werden müssen
  5. fortgeschrittene chronische Nierenerkrankungen
  6. chronische Lebererkrankungen mit Organumbau und dekompensierter Leberzirrhose ab Childs-Stadium B
  7. ausgeprägte Adipositas ab dem Adipositas Grad III mit einem BMI >= 40
  8. Diabetes mellitus
  9. arterielle Hypertonie mit bestehenden Endorganschäden, insbesondere chronische Herz- oder Niereninsuffizienz, oder nicht kontrollierbarer Blutdruckeinstellung.

Daneben können auch andere, ähnlich schwere Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen einen besonderen Schutz durch ein COVID-19-Risiko-Attest begründen.

(12.11.2020, 13:00)

Ja, diese Regelung gilt auch für Personen, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind.

(12.11.2020, 13:00)

Die meisten der Betroffen wurden über entsprechende Medikamente, die eingenommen werden müssen, identifiziert. Diese Personen wurden daher über einen Brief von der Sozialversicherung informiert.

Außerdem können sich Betroffene auch ohne Brief seit Anfang Mai bei ihren behandelnden ÄrztInnen zur individuellen Risikoanalyse melden (z.B. PatientInnen mit Krebstherapie, die keine „verschriebenen Medikamente“ einnehmen, da sie ihre Behandlung im Krankenhaus erhalten, oder DialysepatientInnen).

(13.01.2021, 08:00)

Die Ärztin/der Arzt führt die Risikoabschätzung gemeinsam mit den PatientInnen anhand der Empfehlungen zur individuellen Risikoanalyse für einen schweren Krankheitsverlauf durch. Besteht eine schwere Grunderkrankung, die diesen Empfehlungen entspricht, wird ein COVID-19-Risikoattest ausgestellt.

(12.11.2020, 13:00)

Eine Expertengruppe aus drei VertreterInnen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, eine Vertreterin/ein Vertreter des Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend, drei VertreterInnen der Ärztekammer und drei VertreterInnen der Sozialversicherung hat in mehreren Sitzungen auf Basis der bisherigen Erfahrungen zu COVID-19-Erkrankten in Österreichs Spitälern und internationaler wissenschaftlicher Ergebnisse die Personengruppen identifiziert, die ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben könnten. 

(12.11.2020, 13:00)

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Betroffene müssen gemeinsam abwägen, ob besondere Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz möglich sind. Ist dies nicht möglich, kann Homeoffice in Anspruch genommen werden. Ist auch dies nicht möglich, besteht Anspruch auf Freistellung.

(12.11.2020, 13:00)

Nein, die Zugehörigkeit zur Risikogruppe gibt keine Auskunft über die individuelle Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf. Die Infektion kann dennoch mild verlaufen. Genauso können schwere Krankheitsverläufe auch bei Personen ohne COVID-19 Risikoattest auftreten.

(12.11.2020, 13:00)

Nein. Zuerst muss eine individuelle Risikoabschätzung durch die behandelnde Ärztin, den behandelnden Arzt vorgenommen werden. Wird ein COVID-19 Risikoattest ausgestellt, werden die weiteren Maßnahmen mit dem Dienstgeber gemeinsam besprochen.

(12.11.2020, 13:00)

Sollten Sie keinen Brief erhalten haben und unsicher sein, können sie mit Ihrer behandelnden Ärztin/ihrem behandelnden Arzt Kontakt aufnehmen. Dieser kann Ihnen auf Basis der Empfehlungen zur individuellen Risikoanalyse darüber Auskunft geben.

(12.11.2020, 13:00)

Mit der aktuellen Regelung ist ein Anspruch auf Homeoffice, Arbeitsplatzumgestaltung bzw. befristeter Dienstfreistellung für unselbstständig Erwerbstätige verbunden, die selbst einer Risikogruppe angehören. Angehörige können mit dieser Regelung nicht abgedeckt werden.

Für die Pflege und/oder Betreuung von nahen Angehörigen mit Pflegegeldbezug ab der Stufe 3 oder Pflege und/oder Betreuung von demenziell erkrankten oder minderjährigen nahen Angehörigen mit Pflegegeldbezug der Stufe 1 kann allenfalls mit dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin eine Pflegekarenz oder eine Pflegeteilzeit für eine Dauer von 1 bis 3 Monaten vereinbart werden. Überdies besteht seit 1.1.2020 für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten ein Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit für eine Dauer von maximal vier Wochen.

Für Angehörige von pflegebedürftigen Personen, deren Pflege oder Betreuung in Folge des Ausfalls einer Betreuungskraft im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung nicht mehr sichergestellt ist, kann der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin eine Sonderbetreuungszeit im Ausmaß von bis zu drei Wochen gewähren.

Diese Regelung ist derzeit mit 31. Dezember 2020 befristet.

Weiterführende Informationen zur Pflegekarenz und Pflegeteilzeit finden Sie unter https://www.sozialministeriumservice.at/Finanzielles/Pflegeunterstuetzungen/Pflegekarenz_und_-teilzeit/Pflegekarenz_und_-teilzeit.de.html

Weiterführende Informationen zur Sonderbetreuungszeit finden Sie unter https://www.buchhaltungsagentur.gv.at/sonderbetreuungszeit-phase-3/

(12.11.2020, 13:00)

Nein, zumindest nicht automatisch. Ärztliche Atteste, die vor In-Kraft-Treten der Regelung ausgestellt wurden, gelten nicht als COVID-19-Risiko-Atteste. Die individuelle Risikoanalyse muss gemäß der Risikogruppendefinition erfolgen, die mit dem Inkrafttreten des Gesetzes gültig wird. Liegt eine entsprechende Grunderkrankung vor, wird von der behandelnden Ärztin/vom behandelnden Arzt ein COVID-19-Risikoattest ausgestellt. 

(12.11.2020, 13:00)

Nein. Individuelle Vereinbarungen, die bisher zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum besonderen Schutz des Arbeitnehmers getroffen worden sind, können beibehalten werden. Besteht der Wunsch des Dienstnehmers, den Anspruch auf Homeoffice, Arbeitsplatzumgestaltung bzw. befristeter Dienstfreistellung geltend zu machen, muss ein COVID-19-Risikoattest vorgelegt werden.

(12.11.2020, 13:00)

Nein. Die jetzt geschaffene Regelung stellt ein Angebot dar, das freiwillig genutzt werden kann.

(12.11.2020, 13:00)

Nein. Das COVID-19-Risikoattest bestätigt ein möglicherweise erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Dadurch ergibt sich ein Anspruch auf (zusätzliche) Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz, wie Arbeitsplatzumgestaltung oder Homeoffice. Ist das nicht möglich, kann eine befristete Dienstfreistellung in Anspruch genommen werden.

(12.11.2020, 13:00)

Das Risikoattest enthält die ärztliche Bestätigung, dass eine Betroffene/ein Betroffener aufgrund der individuellen gesundheitlichen Situation ein erhöhtes Risiko hat, im Falle einer COVID-19-Infektion einen schweren Krankheitsverlauf durchzumachen. Das Attest macht keine Angaben zur spezifischen Grunderkrankung.

(12.11.2020, 13:00)

Nein, ein Kündigungsschutz wurde jedenfalls für den Zeitraum der geltenden Regelung gesetzlich festgehalten.

(12.11.2020, 13:00)

Akut erkrankte und krankgeschriebene Personen sind nicht von der aktuellen Regelung betroffen und werden selbstverständlich auch weiterhin im Krankenstand bleiben können. Sollten Sie arbeitsfähig sein, aber einer Risikogruppe angehören, können Sie eine individuelle Risikoanalyse bei Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelnden Arzt durchführen lassen.

(12.11.2020, 13:00)

Die Regelung gilt vorerst bis 31. März 2021.

(28.12.2020, 13:00)

Für eine Fortführung der Freistellung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern über den 31. Mai 2020 hinaus bedarf es keiner weiteren Ausstellung eines COVID-19-Risikoattests. Das bereits vorhandene Attest bildet weiterhin die Grundlage für die Schutzmaßnahmen. Die auf Grund der Regelungen getroffenen Maßnahmen – Homeoffice, Schutz vor Ansteckung und in letzter Konsequenz Freistellung – sind weiter aufrecht zu erhalten.

(12.11.2020, 13:00)