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FAQ: Testungen und Quarantäne

Wir sind laufend bemüht die FAQs aktuell zu halten. Aus diesem Grund finden Sie ab sofort auch Datum und Uhrzeit angefügt. Wir weisen darauf hin, dass die Aktualisierung der Informationen auf dieser Webpage erst nach Erlass der jeweils aktuellen Verordnung erfolgt.

Testungen

Was ist ein Antigen-Test?

Ein Antigen-Test bietet die Möglichkeit eines direkten Nachweises viraler Antigene innerhalb kurzer Zeit (15 bis 30 Minuten). Im Unterschied zu PCR-Tests wird bei Antigen-Tests nicht das Erbgut des Virus nachgewiesen, sondern dessen Protein bzw. Proteinhülle.

(12.10.2020, 08:30)

Was ist der Unterschied zwischen Antigen- und Antikörper-Tests?

Antigen-Tests liefern einen Virusdirektnachweis. Als Antigene werden Proteine bzw. die Proteinhülle, also ein Baustein des Virus, bezeichnet, gegen die das Immunsystem Antikörper bildet.

Antikörper-Tests dienen vorwiegend dem Nachweis einer vorangegangenen Infektion, sie liefern also keinen Virusdirektnachweis. Es wird getestet, ob der Körper bereits Antikörper gegen das Virus gebildet hat.

(12.10.2020, 08:30)

Wie erfolgt die korrekte Durchführung von Antigen-Tests?

Zur korrekten Durchführung von Antigen-Tests ist zur Probennahme ein Nasen-Rachen-Abstrich notwendig.

Im Gegensatz zum PCR-Test wird zur Analyse und Interpretation der Ergebnisse kein Labor und daher auch kein Labormediziner benötigt. Aus diesem Grund sollten Antigen-Tests zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausschließlich unter ärztlicher Supervision durchgeführt werden, um eine korrekte Interpretation sicherzustellen. Das Ergebnis muss mit den Spezifikationen des Tests, den Krankheitszeichen und der Vorgeschichte der Patientin/des Patienten und der Vortestwahrscheinlichkeit in Kontext gesetzt werden.

(12.10.2020, 08:30)

Welche Anwendungsgebiete ergeben sich für Antigen-Tests in Österreich?

Innerhalb der österreichischen Teststrategie SARS-Cov-2 (PDF, 689 KB) können beim Einsatz von Antigen-Tests zwei Anwendungsgebiete unterschieden werden:

Als „Point of Care“-Tests (POC-Test) zur raschen Ausschlussdiagnose einer Sars-Cov-2-Infektion bei Patientinnen und Patienten, die COVID-19-spezifische Krankheitszeichen haben. Positive Ergebnisse sind jeweils durch eine PCR-Test zu bestätigen.

  • bei Hausärztinnen und Hausärzten im Zuge der Primärversorgung bei Personen mit COVID-19-Symptomen entsprechend der Falldefinition
  • in Spitalsambulanzen, vor Aufnahme von Patienten mit COVID-19-Symptomen entsprechend der Falldefinition
  • in Alten- und Pflegeheimen zur schnellen Abklärung von Verdachtsfällen (Gesundheitspersonal)
  • in Schulen zur schnellen Abklärung von Verdachtsfällen (Anwendung z.B. durch Schulärztinnen und Schulärzte oder Hausärztinnen und Hausärzte)

Zudem können unter ärztlicher Supervision auch Testungen von asymptomatischen Personen im Rahmen des Ausbruchsmanagements, Testungen von Kontaktpersonen (KP1) und Screenings in Einrichtungen mit besonders exponiertem Personal (v.a. Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen) durchgeführt werden. Positive Ergebnisse sind jeweils durch einen PCR-Test zu bestätigen (ausgenommen symptomatische Kontaktpersonen (KP I) – hier reicht ein positiver Antigentest, da die Personen ohnehin bereits abgesondert sind).  

(12.10.2020, 08:30)

Muss ein positives Antigen-Testergebnis der Behörde gemeldet werden?

Es besteht eine gesetzliche Meldeplicht für positive Testergebnisse von Antigen-Tests.

Meldepflichtige Personen (v.a. Ärztinnen und Ärzte) müssen einen positiven Antigen-Test als Covid-19-Verdachtsfall an die Bezirksverwaltungsbehörde melden.

(12.10.2020, 08:30)

Muss bei positiven Antigen-Tests zusätzlich ein PCR-Test durchgeführt werden?

Ja, positive Ergebnisse müssen mittels PCR-Test bestätigt werden. Ausgenommen davon sind nur symptomatische Kontaktpersonen (KP1), da diese ohnehin bereits abgesondert sind.

(12.10.2020, 08:30)

Erfolgt eine Absonderung bei einem positiven Antigen-Testergebnis?

Ja, jedenfalls bis zum Vorliegen des anschließenden PCR-Tests. Ist dieses positiv erfolgt wie bisher eine Absonderung für 10 Tage. Ist es negativ, werden die Maßnahmen aufgehoben.  

(12.10.2020, 08:30)

Bewahrt ein negativer Antigen-Test eine Kontaktperson (KP1) vor der Quarantäne?

Nein, wie auch beim PCR-Test bildet der Antigen-Test nur eine Momentaufnahme. Da sich die Person in der Inkubationszeit befinden kann, muss auch bei einem negativen Testergebnis die Quarantäne bis zum Tag 10 nach dem letzten Kontakt zur positiv getesteten Person aufrecht bleiben.

(12.10.2020, 08:30)

Was kostet mich ein Antigen-Test, wo kann ich ihn bekommen?

Hausärztinnen und Hausärzte können ihn bei Personen mit Krankheitszeichen verwenden, um eine COVID-19-Erkrankung auszuschließen – dann werden die Kosten durch die Krankenversicherung getragen.

(12.10.2020, 08:30)

Was ist ein PCR-Test? Wofür wird er bei COVID-19 eingesetzt?

PCR-Tests (Polymerasekettenreaktion) dienen dem Nachweis einer aktuellen COVID-19-Virusinfektion. Der Test beurteilt den Ist-Zustand, kann also innerhalb weniger Tage unterschiedliche Ergebnisse bringen. Für PCR-Tests werden in der Regel Proben mittels Nasen- oder Rachenabstrich entnommen. Mittlerweile gibt es auch Varianten mit Gurgel- oder Speicheltest. Bei den derzeit üblichen PCR-Testverfahren werden die genetischen Informationen des Virus aus geringen Probenmengen in mehreren Zyklen vervielfältigt. Die Vervielfältigung ist der Grund, warum es länger dauert als bei Standarduntersuchungen, bis die Laborergebnisse vorhanden sind. Die hochempfindlichen Tests werden in speziellen Laboren durchgeführt.

PCR-Tests in der Frühphase der COVID-19-Erkrankung können – abhängig von der Qualität der Probe – mit hoher Genauigkeit den Virus nachweisen. Ein positives Testergebnis bedeutet, eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 ist erfolgt.

Hier können Sie die Österreichische Teststrategie SARS-CoV-2 (PDF, 689 KB) (14.08.2020) herunterladen.

(17.09.2020, 07:30)

Was ist ein Antikörper-Test? Wofür wird er bei COVID-19 eingesetzt?

Antikörpertests überprüfen das Vorhandensein von Antikörpern gegen ein Virus im Blut. Ein positives Testergebnis bedeutet, dass der Körper bereits Antikörper (Abwehrstoffe) zum Schutz vor dem Virus gebildet hat.

Da Antikörper erst im weiteren Infektionsverlauf gebildet werden, können sie erst etwa 12-14 Tage nach einer Infektion nachgewiesen werden. Daher sind diese Tests für die Frühdiagnostik nicht geeignet. Sie liefern aber Hinweise auf die Durchseuchung der Bevölkerung bzw. Verbreitung von „stillen“ Infektionen.

Bei den Antikörpertests gibt es grundsätzlich zwei Methoden:

  • Blutabnahme durch Gesundheitspersonal und Durchführung des Tests auf speziellen ELISA-Testsystemen in einem Labor
  • Tests, die selbst vorgenommen werden können, z.B. durch Bluttropfen aus der Fingerkuppe („Selbsttests“ oder „Schnelltests“)

Die Herausforderung bei Antikörpertests liegt darin, dass der Test genau die zu SARS-CoV-2 spezifischen Antikörper im Blut finden muss. Manche Tests können auch andere Antikörpern ähnlicher humaner Coronaviren, wie SARS-CoV1, MERS-CoV etc. anstelle von SARS-CoV-2 anzeigen und somit ein falsches Ergebnis liefern.

Die Ergebnisse von Antikörpertests, vor allem Selbsttests, sollten unbedingt mit einer Ärztin/einem Arzt besprochen werden, da für die richtige Interpretation medizinisches Fachwissen erforderlich ist!

Hier können Sie die Österreichische Teststrategie SARS-CoV-2 (PDF, 689 KB) (14.08.2020) herunterladen.

(17.09.2020, 07:30)

Welche Personen werden auf eine Corona-Infektion getestet?

Grundsätzlich ist bei allen Personen, bei denen wegen der klinischen Symptomatik ein Verdacht auf COVID-19 vorliegt, eine frühzeitige labordiagnostische Abklärung mittels PCR anzustreben. Dazu wird auf die jeweils gültige Verdachtsfalldefinition auf der Website Neuartiges Cononavirus (COVID-19) des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz verwiesen.

Zudem sollten im Zuge der Ausbruchsdiagnostik auch enge Kontaktpersonen getestet werden, auch wenn diese keine Symptome aufweisen. Da ein PCR Test allerdings nur eine Momentaufnahme darstellt und sich die Person in Inkubationszeit befinden könnte, verkürzt sich durch ein negatives Testeregbniss die Quarantäne nicht.

(17.09.2020, 07:30)

Ich gehöre einer Risikogruppe an und fühle mich gesund – brauche ich einen Test?

Nein.

Ein PCR-Test sollte nur bei Krankheitszeichen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden, bei einer gesunden Person hat ein PCR-Test nur eine sehr begrenzte Aussagekraft. (Auch ein negatives Ergebnis kann eine Infektion nicht mit Sicherheit ausschließen.)

Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet, sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Ein PCR-Test stellt daher keinesfalls eine Schutzmaßnahme dar.

Personen, die der Risikogruppe angehören, brauchen daher nicht getestet werden, wenn sie sich gesund fühlen. Das gilt auch für deren Bezugspersonen.

Schutzmaßnahmen, wie z.B. regelmäßiges Händewaschen, auf Händeschütteln und Umarmen verzichten und Abstand halten, sind unbedingt zu beachten!

(17.09.2020, 07:30)

Ich gehöre einer Risikogruppe an und habe Symptome – brauche ich einen Test?

Bei jeder Form einer akuten respiratorischen Infektion (mit oder ohne Fieber) mit mindestens einem der folgenden Symptome, für das es keine andere plausible Ursache gibt, sollte eine Abklärung erfolgen:

  • Husten,
  • Halsschmerzen,
  • Kurzatmigkeit,
  • plötzlicher Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes.

Wenn Sie befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und kontaktieren Sie die telefonische Gesundheitsberatung 1450 oder Ihre betreuende Hausärztin/Ihren Hausarzt. Durch beide Wege kann eine Testung eingeleitet werden.

(17.09.2020, 07:30)

Warum werden in Österreich gesunde Personen in Alten- und Pflegeheime getestet?

Studien und Daten aus anderen europäischen Ländern haben gezeigt, dass viele Personen aus Alten- bzw. Pflegeeinrichtungen einen schweren Verlauf und eine höhere Sterblichkeit aufweisen. Um die Situation in Österreich besser einschätzen zu können und entsprechende Schutzmaßnahmen zu optimieren, werden Reihentestung mittels PCR-Testungen in Alten-und Pflegeheimen durchgeführt.

Zudem werden im Zuge des Screeningprogramms auch in anderen seniblen Bereichen, wie z.B. im Gesundheitsbereich regelmäßige Stichprobentests durchgeführt. Mehr Informationen zum Screeningprogramm und wer dadurch getestet wird finden Sie in der Österreichische Teststrategie SARS-CoV-2 (PDF, 689 KB).

(17.09.2020, 07:30)

Welche Labore bieten Testungen an?

Eine Liste der Labors, die SARS-CoV-2 Tests durchführen, finden Sie in der Laborliste (PDF, 369 KB).

*Diese Liste des BMSGPK über Angaben zu testenden Labors wurde als Serviceleistung erstellt, sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt auch keine Empfehlung seitens des BMSGPK für die aufgelisteten Labors dar. Das alleinige Kriterium für die Aufnahme in die Liste war eine Selbstmeldung der Labore, Aussagen über die Qualität und Validität der Testergebnisse, die in den Labors durchgeführt werden, sind damit nicht verknüpft. Die Liste wurde auf Basis der EMS-Datenbank, der Ärzteliste der Ärztekammer und der Liste der Österreichischen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin und klinische Chemie erstellt. Diese Liste ist nicht permanent. Es befinden sich gegenwärtig noch eingelangte Labormeldungen in Bearbeitung. Die Liste wird laufend aktualisiert. Zuletzt aktualisiert am 15.10.2020.

Eine weitere Übersicht über Testangebote finden sie unter www.covid19-labore.at. Dieses Informationsangebot liegt in der Verantwortung der Österreichischen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin und Klinischen Chemie (ÖGLMKC).

(16.10.2020, 08:30)

Muss ich einen Test auf das Coronavirus selbst bezahlen?

Bei Vorliegen eines begründeten Verdachtsfalles einer Infektion mit dem SARS-Cov-2 Virus werden die Kosten der Testung übernommen.

(17.09.2020, 07:30)

Sind Corona-Schnelltests verlässlich?

Es gibt unterschiedliche Arten von Schnelltests, die unterschiedliche Aussagemöglichkeit und auch unterschiedliche Qualität haben:

Die serologischen Schnelltests auf Antikörper sind nicht geeignet, eine akute Infektion nachzuweisen. Sie können einen Hinweis liefern, ob die Infektion schon durchgemacht wurde. Sollte ein Antikörper-Schnelltest positiv ausfallen, empfiehlt es sich, einen qualitativen, serologischen Test auf Antikörper bei einem Labor durchführen zu lassen (z.B. ELISA oder Neutralisationstest).

In neuerster Entwicklung befinden sich derzeit Antigentests. Diese werden derzeit über mehrere Stellen geprüft und sind noch nicht am österreichischen Markt verfügbar. Von einer privaten Verwendung raten wir ab. Zum gesicherten Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 kommt nur die Polymerasekettenreaktion (PCR-Tests) in Frage.

(17.09.2020, 07:30)

Von wem bekomme ich das Ergebnis meines Tests?

Das Ergebnis Ihres Tests wird Ihnen von der für Sie zuständigen Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistratsabteilung) mitgeteilt. Die AGES darf aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte über die Ergebnisse der von der AGES durchgeführten Tests geben.

(17.09.2020, 07:30)

Wem muss das bei mir eingelangte SARS-CoV-2-Testergebnis übermittelt werden?

Niemandem. Das Ihnen zugesandte Testergebnis dient ausschließlich Ihrer Information. Der für Sie zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde liegt das Ergebnis automatisch vor.

(17.09.2020, 07:30)

Was passiert, wenn eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wird?

Wenn festgestellt wird, dass eine Person mit dem Coronavirus infiziert wurde, wird sie behördlich abgesondert bzw. isoliert. Dies geschieht mittels Absonderungsbescheid, den die lokale Behörde ausstellt. Gleichzeitig werden mittels Contact Tracing (Kontaktpersonennachverfolgung) mögliche Kontaktpersonen, die in letzter Zeit mit der infizierten Person in Kontakt waren identifiziert und gegebenenfalls abgesondert oder informiert.

Wenn die infizierte Person medizinischer Betreuung bedarf, wird sie in einer Krankenanstalt behandelt, wo sichergestellt wird, dass sie von anderen PatientInnen isoliert wird. Wenn diese Person keiner medizinischen Betreuung bedarf, wird sie zu Hause unter Quarantäne gestellt und über die umzusetzenden Maßnahmen in Kenntnis gesetzt.

Sämtliche Maßnahmen haben das Ziel, dass möglichst wenige Menschen in Österreich mit dem Krankheitserreger infiziert werden.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) sowie in den Leitlinien des AWMF.

Internationale Informationen zur Behandlung finden Sie zum Beispiel unter https://www.medbox.org/toolbox/5E6EA419CA7A4

(17.09.2020, 07:30)

Ich hatte Kontakt zu einer auf SARS-CoV-2 positiv getesteten Person oder wurde darüber informiert, dass eine Person in meinem persönlichen Umfeld (Privatleben, Arbeitsplatz, etc.) positiv getestet wurde. Was muss ich jetzt beachten und wie verhalte ich mich richtig?

Je nachdem wie lange und intensiv der Kontakt zu dieser positiv getesteten Person war, werden Sie als Kontaktperson der Kategorie 1 oder als Kontaktperson der Kategorie 2 identifiziert. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Informationen für Kontaktpersonen (PDF, 367 KB)

(29.09.2020, 12:00)

Quarantäne

Was haben genesene Personen zu beachten?

Personen, die nach einer COVID-19 Erkrankung wieder genesen sind, sollten die sonst üblichen Hygienemaßnahmen beachten. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass zumindest für einen gewissen Zeitraum kein Risiko besteht, erneut an COVID-19 zu erkranken. Wie lange eine Immunität nach der Erkrankung besteht kann man derzeit noch nicht sagen. Dies werden weitere Forschungen zeigen.

Geltende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie müssen weiterhin beachtet werden.

(17.09.2020, 07:30)

Was bedeutet Quarantäne?

Quarantäne bedeutet, dass Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, durch einen Bescheid des Amtsarztes (Gesundheitsbehörde) für 10 Tage abgesondert werden.

WICHTIG: Personen in Quarantäne dürfen die Wohnung nicht verlassen und keine privaten Besuche erhalten, der zuständige Amtsarzt (Gesundheitsbehörde) informiert die betroffenen Personen über das Krankheitsbild, Krankheitsverläufe und Übertragungsrisiken, wie sie sich selbst überwachen können und wie sie sich zu Hause verhalten sollen.

Bei Problemen mit der Aufrechterhaltung der Versorgung mit Lebensmittel und Medikamenten, können Sie sich an das Team Österreich (Initiative von Rotem Kreuz und Hitradio Ö3) unter der Nummer: 0800 600 600 (kostenlos, täglich 7-19 Uhr) wenden.

Falls eine akute medizinische Betreuung notwendig ist, muss 1450 oder 144 verständigt werden.

(12.10.2020, 09:00)

Welche Quarantäne-Regeln gelten bei der Einreise nach Österreich?

Informationen finden Sie bitte in den FAQ: Reisen und Tourismus.

(17.09.2020, 07:30)

Welche Regelungen und Vorschriften gelten für die Quarantäne?

Österreichweit gelten dieselben Quarantäneregeln, die alle auf denselben Grundsätzen beruhen und seitens WHO (Weltgesundheitsorganisation) und ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) vorgegeben werden.

Die genauen Vorschriften legt die Bezirksverwaltungsbehörde fest und informiert die Betroffenen.

(17.09.2020, 07:30)

Was ist bei einer 10-tägigen selbstüberwachten Heimquarantäne zu beachten?

Zur Verhütung der Weiterverbreitung von COVID-19 kann für kranke, krankheitsverdächtige oder ansteckungsverdächtige Personen Heimquarantäne angeordnet werden. Die Entscheidung trifft die Bezirksverwaltungsbehörde.

Im Falle einer 10-tägigen selbstüberwachten Heimquarantäne sind folgende Regeln zu beachten:

  • Kein Verlassen der Wohnung.
  • Empfangen Sie keinen Besuch.
  • Falls Sie mit anderen Personen in einer Wohnung zusammenleben, isolieren Sie sich nach Möglichkeit in anderen Räumen (physische Distanzierung).
  • Benutzen Sie die sanitäre Einrichtung zeitlich getrennt von anderen Familienmitgliedern bzw. MitbewohnerInnen.
  • Benutzen Sie Hygieneartikel (auch Handtücher) nur personenbezogen.
  • Benutzen Sie ein Papiertaschentuch oder husten/niesen Sie in die Ellenbeuge. Anschließend das Papiertaschentuch in einem separaten Müllbeutel entsorgen.
  • Waschen Sie häufig die Hände, jedenfalls nach dem Niesen und Husten, vor dem Essen und nach jedem Toilettengang.

Falls Sie konkrete Symptome verspüren, wenden Sie sich bitte an die Hotline 1450. Bei allgemeinen Fragen steht ihnen die Telefonnummer 0800 555 621 zur Verfügung.

(17.09.2020, 07:30)

Sind von einer Quarantäne auch andere im Haushalt lebende Personen betroffen?

Ein Absonderungsbescheid nach § 7 Epidemiegesetz gilt immer nur für die im Bescheid genannte Person (Adressat des Bescheides). Die mit dieser Person im Haushalt lebenden Personen sind davon nicht betroffen und es ist diesen grundsätzlich weiterhin möglich, Erledigungen zu machen oder beruflichen Tätigkeiten nachzugehen (solange kein Betriebsverbot vorliegt). Allerdings sollten die im selben Haushalt lebenden Personen alles Mögliche tun, sich von der positiv getesteten Person abzusondern, z.B. durch Aufhalten in getrennten Räumlichkeiten, zeitlich getrennte Benützung von sanitären Einrichtungen, personenbezogene Benützung von Hygieneartikel (auch Handtücher). Zudem gilt, sich verantwortungsvoll zu verhalten und nicht mit anderen Personen in Kontakt zu treten.

(17.09.2020, 07:30)

Wie werden Bescheide über Quarantänemaßnahmen (Bescheide über die Absonderung und Bescheide über Verkehrsbeschränkungen) an die betroffenen Personen zugestellt?

Bescheide über Quarantänemaßnahmen (Bescheide über die Absonderung und Bescheide über Verkehrsbeschränkungen) werden mittels RSb-Schreiben zugestellt. Damit kann ein solcher Bescheid auch von einem Ersatzempfänger angenommen werden, wodurch der Kontakt mit einer erkrankten Person vermieden wird.

(17.09.2020, 07:30)

Bekommt man Hilfe, etwa bei Verpflegung?

Die Versorgung sollte, wenn möglich, von Angehörigen oder Nachbarn übernommen werden.

Falls es keine Angehörigen gibt, können Sie sich an das Team Österreich (Initiative von Rotem Kreuz und Hitradio Ö3) unter der Nummer 0800 600 600 (kostenlos, täglich 7-19h) wenden oder eine Anfrage an die sozialen Dienste zu richten. Zuständige Stellen für die sozialen Dienste sind die Gemeindeämter oder die Bezirkshauptmannschaft oder in Statutarstädten der Magistrat. In Wien der Fonds Soziales Wien.

Weitere Informationen zu den sozialen Diensten finden sich hier: weiterführende Informationen soziale Dienste

Falls eine akute medizinische Betreuung notwendig ist, muss 1450 oder 144 verständigt werden.

(17.09.2020, 07:30)

Wie wird die Quarantäne kontrolliert?

Die Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne („Absonderung“) fällt in die Zuständigkeit der anordnenden Bezirksverwaltungsbehörde. Etwaige Verstöße werden als Verwaltungsübertretung geahndet. Es können Geldstrafen bis zu 1450 Euro verhängt werden. Darüber hinaus können die Bestimmungen der §§ 178 und 179 des Strafgesetzbuches (Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten) von Bedeutung sein.

Nach den Bestimmungen des Epidemiegesetzes 1950 ist eine Information der Nachbarn über die Quarantäne einer Person – da es sich um personenbezogene Gesundheitsdaten handelt – nicht vorgesehen.

(17.09.2020, 07:30)

Warum ist eine Quarantäne sinnvoll?

Durch eine Quarantäne kann die Weiterverbreitung der Erkrankung vermieden werden.

(17.09.2020, 07:30)

Was machen Hundebesitzer, die in Quarantäne sind? Wer geht mit dem Tier hinaus?

Personen in Heimquarantäne dürfen den Ort der Quarantäne nicht verlassen. Das heißt es dürfen weder soziale Kontakte wahrgenommen noch mit dem Hund auf die Straße, Parks etc. hinausgegangen werden. Einzige Ausnahme: hat die in Heimquarantäne befindliche Person ein eigenes Haus, dann darf sich die Person auf ihrem Grundstück bewegen. Soziale Kontakte dürfen aber auch in diesem Fall nicht wahrgenommen werden.   

Grundsätzlich sollen aber, wie bisher, alle Hygieneregeln im Umgang mit Haustieren eingehalten werden. Daher sollte in solchen Fällen auf die externe Betreuung von Hunden (Hundepension, Hundesitter) zurückgegriffen werden.

(17.09.2020, 07:30)

Wann kann die Heimquarantäne beendet werden?

Informationen finden Sie in der Empfehlung zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Absonderung von COVID-19-Fällen (PDF, 124 KB) (Stand: 23.07.2020; basierend auf Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts).

(17.09.2020, 07:30)

Behandlung / Therapie

Wie wird die Krankheit behandelt?

Die Behandlung erfolgt symptomatisch, das heißt durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie zum Beispiel durch Gabe fiebersenkender Mittel.