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FAQ: Testungen und Quarantäne

Wir sind laufend bemüht die FAQs aktuell zu halten. Aus diesem Grund finden Sie ab sofort auch Datum und Uhrzeit angefügt.

Testungen

Die bestehende Laborkapazität ist derzeit – abhängig von der Verfügbarkeit der dazu notwendigen Reagenzien am Weltmarkt  – auf mehr als 15.000 Tests pro Tag ausgelegt.

(03.07.2020, 07:00)

PCR-Test (Polymerasekettenreaktion) dienen dem Nachweis einer aktuellen COVID-19-Virusinfektion. Der Test beurteilt den Ist-Zustand, kann also innerhalb weniger Tage unterschiedliche Ergebnisse bringen. Für PCR-Tests werden Proben mittels Nasen- oder Rachenabstrich entnommen. Bei den derzeit üblichen PCR-Testverfahren werden die genetischen Informationen des Virus aus geringen Probenmengen in mehreren Zyklen vervielfältigt. Die Vervielfältigung ist der Grund, warum es länger dauert als bei Standarduntersuchungen, bis die Laborergebnisse vorhanden sind. Die hochempfindlichen Tests werden in speziellen Laboren durchgeführt.

PCR-Tests in der Frühphase der COVID-19-Erkrankung können – abhängig von der Qualität der Probe - mit hoher Genauigkeit den Virus nachweisen. Ein positives Testergebnis bedeutet, eine Ansteckung mit COVID-19 ist erfolgt.

Hier können Sie Empfehlungen zur PCR Testung auf Infektion mit SARS-CoV-2 (PDF, 553 KB) (29.04.2020) herunterladen.

(03.07.2020, 07:00)

Antikörpertests überprüfen das Vorhandensein von Antikörpern gegen ein Virus im Blut. Sie dienen zum Nachweis der Immunität. Ein positives Testergebnis bedeutet, dass der Körper bereits Antikörper (Abwehrstoffe) zum Schutz vor dem Virus gebildet hat.

Da Antikörper erst im weiteren Infektionsverlauf gebildet werden, können sie erst etwa 12-14 Tage nach einer Infektion nachgewiesen werden. Daher sind diese Tests für die Frühdiagnostik nicht geeignet. Sie liefern aber Hinweise auf die Durchseuchung der Bevölkerung bzw. Verbreitung von „stillen“ Infektionen.

Bei den Antikörpertests gibt es grundsätzlich zwei Methoden:

  • Blutabnahme durch Gesundheitspersonal und Durchführung des Tests auf speziellen ELISA-Testsystemen in einem Labor
  • Tests, die selbst vorgenommen werden können, z.B. durch Bluttropfen aus der Fingerkuppe („Selbsttests“ oder „Schnelltests“)

Die Herausforderung bei Antikörpertests liegt darin, dass der Test genau die zu COVID-19 passenden Antikörper im Blut finden muss. Manche Tests können auch andere Antikörpern ähnlicher humaner Coronaviren, wie SARS-CoV1, MERS-CoV etc. anstelle von SARS-CoV-2 anzeigen und somit ein falsches Ergebnis liefern.

Die Ergebnisse von Antikörpertests, vor allem Selbsttests, sollten unbedingt mit einer Ärztin/einem Arzt besprochen werden, da für die richtige Interpretation medizinisches Fachwissen erforderlich ist!

Hier können Sie Anwendungsempfehlungen für den Nachweis von Antikörpern bei SARS-CoV-2 (PDF, 140 KB) herunterladen.

(03.07.2020, 07:00)

Grundsätzlich ist bei allen Personen, bei denen wegen der klinischen Symptomatik ein Verdacht auf COVID-19 vorliegt, eine frühzeitige labordiagnostische Abklärung mittels PCR anzustreben. Dazu wird auf die jeweils gültige Verdachtsfalldefinition auf der Website Neuartiges Cononavirus (COVID-19) des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz verwiesen.

(03.07.2020, 07:00)

Wenn man Personen testet, die NICHT symptomatisch sind, sagt ein negativer Test nichts aus, denn die Person kann sich in der Inkubationszeit befinden.

(03.07.2020, 07:00)

Nein.

Ein PCR-Test sollte nur bei Krankheitszeichen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden, bei einer gesunden Person hat ein PCR-Test nur eine sehr begrenzte Aussagekraft. (Auch ein negatives Ergebnis kann eine Infektion nicht mit Sicherheit ausschließen.)

Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet, sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Ein PCR-Test stellt daher keinesfalls eine Schutzmaßnahme dar.

Personen, die der Risikogruppe angehören, brauchen daher nicht getestet werden, wenn sie sich gesund fühlen. Das gilt auch für deren Bezugspersonen.

Schutzmaßnahmen, wie z.B. regelmäßiges Händewaschen, auf Händeschütteln und Umarmen verzichten und Abstand halten, sind unbedingt zu beachten!

(03.07.2020, 07:00)

Bei jeder Form einer akuten respiratorischen Infektion (mit oder ohne Fieber) mit mindestens einem der folgenden Symptome, für das es keine andere plausible Ursache gibt, sollte eine Abklärung erfolgen:

  • Husten,
  • Halsschmerzen,
  • Kurzatmigkeit,
  • Katarrh der oberen Atemwege,
  • plötzlicher Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes.

Wenn Sie befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und kontaktieren Sie die telefonische Gesundheitsberatung 1450 oder Ihre betreuende Hausärztin/Ihren Hausarzt. Durch beide Wege kann eine Testung eingeleitet werden.

(03.07.2020, 07:00)

Studien und Daten aus anderen europäischen Ländern haben gezeigt, dass viele Personen aus Alten- bzw. Pflegeeinrichtungen einen schweren Verlauf und eine höhere Sterblichkeit aufweisen. Um die Situation in Österreich besser einschätzen zu können und entsprechende Schutzmaßnahmen zu optimieren, werden Reihentestung mittels PCR-Testungen in Alten-und Pflegeheimen durchgeführt.

(03.07.2020, 07:00)

Es gibt derzeit mehr als 40 größere und kleinere Labore in Österreich, die bereits derartige Tests durchführen.

Eine Liste der Labors, die SARS-CoV-2 Tests durchführen, finden Sie in der Laborliste (PDF, 443 KB)*.

*Diese Liste des BMSGPK über Angaben zu testenden Labors wurde als Serviceleistung erstellt, sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt auch keine Empfehlung seitens des BMSGPK für die aufgelisteten Labors dar. Das alleinige Kriterium für die Aufnahme in die Liste war eine Selbstmeldung der Labore, Aussagen über die Qualität und Validität der Testergebnisse, die in den Labors durchgeführt werden, sind damit nicht verknüpft. Die Liste wurde auf Basis der EMS-Datenbank, der Ärzteliste der Ärztekammer und der Liste der Österreichischen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin und klinische Chemie erstellt. Zuletzt aktualisiert am 27.05.2020.

(03.07.2020, 07:00)

Bei Vorliegen eines begründeten Verdachtsfalles einer Infektion mit dem SARS-Cov-2 Virus werden die Kosten der Testung übernommen.

(03.07.2020, 07:00)

Die in immer größerer Zahl angebotenen serologischen Schnelltests auf Antikörper sind im derzeitigen Status der Pandemie-Entwicklung wenig sinnvoll, da sie nicht geeignet sind, eine akute Infektion sicher nachzuweisen.

Zum gesicherten Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 kommt stattdessen eine andere, auch von der WHO empfohlene Methode in Frage: Diese basiert auf dem Nachweis von Nucleinsäuren durch Polymerasekettenreaktion (PCR-Tests).

(03.07.2020, 07:00)

Das Ergebnis Ihres Tests wird Ihnen von der für Sie zuständigen Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistratsabteilung) mitgeteilt. Die AGES darf aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte über die Ergebnisse der von der AGES durchgeführten Tests geben.

(03.07.2020, 07:00)

Niemandem. Das Ihnen zugesandte Testergebnis dient ausschließlich Ihrer Information. Der für Sie zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde liegt das Ergebnis automatisch vor.

(28.07.2020, 13:30)

Bei einem Verdachtsfall wird nach speziellen Sicherheitskriterien vorgegangen, die abgestimmt mit Expertinnen und Experten und abgeleitet von internationalen Leitlinien vom Gesundheitsministerium empfohlen werden. Eine erkrankte Person wird isoliert, Kontaktpersonen werden eruiert, informiert und können je nach Situation beispielsweise unter Quarantäne gesetzt werden.

Sämtliche Maßnahmen haben das Ziel, dass möglichst wenige Menschen in Österreich von dem Krankheitserreger infiziert werden.

(03.07.2020, 07:00)

Quarantäne

Es gibt keinen Impfstoff. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, das heißt durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie zum Beispiel durch Gabe fiebersenkender Mittel.

(03.07.2020, 07:00)

Personen, die nach einer COVID-19 Erkrankung wieder genesen sind, sollten die sonst üblichen Hygienemaßnahmen beachten. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass zumindest für einen gewissen Zeitraum kein Risiko besteht, erneut an COVID-19 zu erkranken. Wie lange eine Immunität nach der Erkrankung besteht kann man derzeit noch nicht sagen. Dies werden weitere Forschungen zeigen.

Geltende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie müssen weiterhin beachtet werden.

(03.07.2020, 07:00)

Quarantäne bedeutet, dass Personen, bei denen ein positives Testergebnis vorliegt oder die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, durch einen Bescheid des Amtsarztes (Gesundheitsbehörde) für 10 Tage abgesondert werden. Bei schweren Fällen kann das ein Krankenhaus sein, bei milden Symptomen können diese Personen eine Heimquarantäne auch zu Hause verbringen.

WICHTIG: Personen in Quarantäne dürfen die Wohnung nicht verlassen und keine privaten Besuche erhalten.

Der zuständige Amtsarzt (Gesundheitsbehörde) übernimmt die Registrierung und nimmt Telefonnummer, E-Mail, Berufsort und Wohnverhältnisse auf und informiert die betroffenen Personen über das Krankheitsbild, Krankheitsverläufe und Übertragungsrisiken, wie sie sich selbst überwachen können und wie sie sich zu Hause verhalten sollen. Personen in Heimquarantäne sollen zwei Mal täglich Fieber messen.

Die Versorgung sollte von Angehörigen oder Nachbarn übernommen werden. Wenn das nicht möglich ist, können Sie sich an das Team Österreich (Initiative von Rotem Kreuz und Hitradio Ö3) unter der Nummer: 0800 600 600 (kostenlos, täglich 7-19 Uhr) wenden.

Falls eine akute medizinische Betreuung notwendig ist, muss 1450 oder 144 verständigt werden.

(04.08.2020, 13:00)

Informationen finden Sie bitte in den FAQ: Reisen und Tourismus.

(03.07.2020, 07:00)

Österreichweit gelten dieselben Quarantäneregeln, die alle auf denselben Grundsätzen beruhen und seitens WHO (Weltgesundheitsorganisation) und ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) vorgegeben werden.

Die genauen Vorschriften legt die Bezirksverwaltungsbehörde fest und informiert die Betroffenen.

(03.07.2020, 07:00)

Zur Verhütung der Weiterverbreitung von COVID-19 kann für kranke, krankheitsverdächtige oder ansteckungsverdächtige Personen Heimquarantäne angeordnet werden. Die Entscheidung trifft die Bezirksverwaltungsbehörde.

Im Falle einer 10-tägigen selbstüberwachten Heimquarantäne ist die Beachtung der unten genannten Regeln sinnvoll:

  • Kein Verlassen der Wohnung.
  • Empfangen Sie keinen Besuch.
  • Falls Sie mit anderen Personen in einer Wohnung zusammenleben, so betreiben Sie physische Distanzierung (möglichst Aufenthalt in anderen Räumen).
  • Benutzen Sie die sanitäre Einrichtung zeitlich getrennt von anderen Familienmitgliedern.
  • Benutzen Sie Hygieneartikel (auch Handtücher) nur personenbezogen.
  • Benutzen Sie ein Papiertaschentuch oder husten/niesen Sie in die Ellenbeuge. Anschließend das Papiertaschentuch in einem separaten Müllbeutel entsorgen.
  • Waschen Sie häufig die Hände, jedenfalls nach dem Niesen und Husten, vor dem Essen und nach jedem Toilettengang.

Falls Sie konkrete Symptome verspüren, wenden Sie sich bitte an die Hotline 1450. Bei allgemeinen Fragen steht ihnen die Telefonnummer 0800 555 621 zur Verfügung.

(04.08.2020, 13:00)

Ein Absonderungsbescheid nach § 7 Epidemiegesetz gilt immer nur für die im Bescheid genannte Person (Adressat des Bescheides). Die mit dieser Person im Haushalt lebenden Personen sind davon nicht betroffen und es ist diesen grundsätzlich weiterhin möglich, Erledigungen zu machen oder beruflichen Tätigkeiten nachzugehen (solange kein Betriebsverbot vorliegt). Allerdings sollten die im selben Haushalt lebenden Personen alles Mögliche tun, sich von der positiv getesteten Person abzusondern, z.B. durch Aufhalten in getrennten Räumlichkeiten, zeitlich getrennte Benützung von sanitären Einrichtungen, personenbezogene Benützung von Hygieneartikel (auch Handtücher). Zudem gilt, sich verantwortungsvoll zu verhalten und nicht mit anderen Personen in Kontakt zu treten.

(03.07.2020, 07:00)

Bescheide über Quarantänemaßnahmen (Bescheide über die Absonderung und Bescheide über Verkehrsbeschränkungen) werden mittels RSb-Schreiben zugestellt. Damit kann ein solcher Bescheid auch von einem Ersatzempfänger angenommen werden, wodurch der Kontakt mit einer erkrankten Person vermieden wird.

(03.07.2020, 07:00)

Die Versorgung sollte von Angehörigen oder Nachbarn übernommen werden.

Falls es keine Angehörigen gibt, können Sie sich an das Team Österreich (Initiative von Rotem Kreuz und Hitradio Ö3) unter der Nummer 0800 600 600 (kostenlos, täglich 7-19h) wenden oder eine Anfrage an die sozialen Dienste zu richten. Zuständige Stellen für die sozialen Dienste sind die Gemeindeämter oder die Bezirkshauptmannschaft oder in Statutarstädten der Magistrat. In Wien der Fonds Soziales Wien.

Weitere Informationen zu den sozialen Diensten finden sich hier: weiterführende Informationen soziale Dienste

Falls eine akute medizinische Betreuung notwendig ist, muss 1450 oder 144 verständigt werden.

(03.07.2020, 07:00)

Die Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne („Absonderung“) fällt in die Zuständigkeit der anordnenden Bezirksverwaltungsbehörde. Etwaige Verstöße werden als Verwaltungsübertretung geahndet. Es können Geldstrafen bis zu 1450 Euro verhängt werden. Darüber hinaus können die Bestimmungen der §§ 178 und 179 des Strafgesetzbuches (Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten) von Bedeutung sein.

Nach den Bestimmungen des Epidemiegesetzes 1950 ist eine Information der Nachbarn über die Quarantäne einer Person – da es sich um personenbezogene Gesundheitsdaten handelt – nicht vorgesehen.

(03.07.2020, 07:00)

Durch eine Quarantäne kann die Weiterverbreitung der Erkrankung vermieden werden.

(03.07.2020, 07:00)

Personen in Heimquarantäne dürfen den Ort der Quarantäne nicht verlassen. Das heißt es dürfen weder soziale Kontakte wahrgenommen noch mit dem Hund auf die Straße, Parks etc. hinausgegangen werden. Einzige Ausnahme: hat die in Heimquarantäne befindliche Person ein eigenes Haus, dann darf sich die Person auf ihrem Grundstück bewegen. Soziale Kontakte dürfen aber auch in diesem Fall nicht wahrgenommen werden.   

Grundsätzlich sollen aber, wie bisher, alle Hygieneregeln im Umgang mit Haustieren eingehalten werden. Daher sollte in solchen Fällen auf die externe Betreuung von Hunden (Hundepension, Hundesitter) zurückgegriffen werden.

(03.07.2020, 07:00)

Informationen finden Sie in der Empfehlung zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Absonderung von COVID-19-Fällen (PDF, 124 KB) (Stand: 23.07.2020; basierend auf Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts).

(23.07.2020, 07:00)