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FAQ: Testarten und Testnachweise

Die unten abgebildeten Informationen gelten grundsätzlich für ganz Österreich. Die gesetzlichen Bestimmungen und Maßnahmen in Bundesländern und Bezirken können jedoch davon abweichen. Informationen zu Ihrer Region finden Sie unter FAQ: Maßnahmen in den Bundesländern und Bezirken.

Antigen-Tests

Ein korrekt durchgeführter Antigen-Test bietet die Möglichkeit eines Nachweises viraler Antigene von SARS-CoV-2 innerhalb kurzer Zeit (15 bis 30 Minuten). Im Unterschied zu PCR-Tests wird bei Antigen-Tests nicht das Erbgut des Virus nachgewiesen, sondern dessen Protein bzw. Proteinhülle.

 Antigen-Tests können anhand des Anwenderkreises unterschieden werden:

  • Antigen-Test zur Anwendung durch Fachpersonal (Probenahme, Auswertung und Interpretation erfolgen durch medizinisches Fachpersonal) - gültig im Sinne der 3-G-Regel
  • Antigen-Test zur Eigenanwendung (Probenahme, Auswertung und Interpretation erfolgen durch die getestete Person selbst) – dienen lediglich der Eigeninformation

Informationen bezüglich Antigen-Tests zur Eigenanwendung finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

FAQ Antigen-Tests

Zur korrekten Durchführung von Antigen-Tests ist eine Probenahme aus den oberen Atemwegen (z.B. Nasen-Rachen-Abstrich) notwendig. Informationen zur Probenentnahme sind den Herstellerangaben des jeweiligen Antigen-Tests zu entnehmen.

Im Gegensatz zu molekularbiologischen Tests (wie z.B. PCR) wird zur Analyse und Interpretation der Ergebnisse von Antigen-Tests kein Labor und daher auch kein:e Labormediziner:in benötigt. Antigen-Tests sollten unter fachkundiger Aufsicht durchgeführt werden, um eine korrekte Interpretation sicherzustellen. Das Ergebnis muss mit den Spezifikationen des Tests, den Krankheitszeichen und der Vorgeschichte des:der Patient:in sowie der Vortestwahrscheinlichkeit in Verbindung gesetzt werden.

Antigen-Tests zur Eigenanwendung dienen nur der persönlichen Information über den Infektionsstatus.

(15.09.2021, 00:00)

Ja. Es besteht eine gesetzliche Meldeplicht für positive Testergebnisse von Antigen-Tests: ein positiver Antigen-Test gilt als COVID-19-Verdachtsfall und muss an die Bezirksverwaltungsbehörde gemeldet werden.

Falls es zu einer Nachtestung mittels molekularbiologischem Test kommt (z.B. nach einem positiven Antigen-Testergebnis von Personen ohne Symptome), erfolgt die Absonderung jedenfalls bis zum Vorliegen des anschließenden molekularbiologischen Tests. Ist dieses positiv, erfolgt eine Absonderung für 14 Tage. Ist dieses Ergebnis negativ, wird die Absonderung aufgehoben.

(06.04.2021, 07:00)

Nein. Wie auch beim molekularbiologischen Test bildet der Antigen-Test nur eine Momentaufnahme. Da sich die Person in der Inkubationszeit befinden könnte, muss auch bei einem negativen Testergebnis die Quarantäne bis zum Tag 14, nach dem letzten Kontakt zur positiv getesteten Person aufrecht bleiben. Eine Beendigung der Quarantäne ist durch ein negatives Testergebnis eines molekularbiologischen (z.B. PCR) Tests oder Antigen-Tests frühestens 10 Tage nach dem letzten infektiösen Kontakt möglich.

(06.04.2021, 07:00)

In Österreich besteht die Möglichkeit sich in den Teststraßen der Bundesländer und Gemeinden, in teilnehmenden Apotheken und bei teilnehmenden Betrieben kostenlos testen zu lassen. Dieses vielfältige Angebot bietet einen niederschwelligen und kostenlosen Zugang zur Testung.

Mehr Informationen finden Sie unter FAQ: Österreich testet.

(06.04.2021, 07:00)

Eine Probenahme über die Nase aus dem Rachen (Nasen-Rachen-Abstrich) stellt den Goldstandard dar, da mit dieser Methode erfahrungsgemäß eine große Menge Virusmaterial für den Nachweis gewonnen wird. Es gibt jedoch weitere Arten zur Probenahme z.B. über den Mund aus dem Rachen. Die anzuwendende Art ist immer den Herstellerangaben des Antigen-Testkits zu entnehmen.

(06.04.2021, 07:00)

Molekularbiologische Tests (z.B. PCR- oder LAMP-Tests)

Der direkte Nachweis von SARS-CoV-2 erfolgt über das Virusgenom oder Virusprotein (Antigen). Den Goldstandard für die Frühdiagnostik einer Infektion bildet gemäß wissenschaftlicher Evidenz und internationalen Empfehlungen, der direkte Erregernachweis mittels qualitätsgesichertem PCR-Verfahren bzw. anderer molekularbiologischer Verfahren.

FAQ Molekularbiologische Tests (z.B. PCR- oder LAMP-Tests)

Ein PCR-Test ist ein sehr sensitives molekularbiologisches Verfahren, mit dem das Erbgut des Virus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wird. Er dient dem Nachweis einer aktuellen SARS-CoV-2-Infektion. Der Test beurteilt den Ist-Zustand, kann also innerhalb weniger Tage unterschiedliche Ergebnisse bringen. Bei PCR-Testverfahren wird das Virusmaterial in mehreren Zyklen vervielfältigt um festzustellen wie viel Virusmaterial am Anfang des Prozesses vorhanden war. Aufgrund dieser Vervielfältigung und der Auswertung in einem Labor dauert das Ergebnis länger als bei einem Antigen-Test. Die hochempfindlichen Tests werden in speziellen Laboren durchgeführt.

PCR-Tests können in der Frühphase einer SARS-CoV-2-Infektion – abhängig von der Qualität der Probe – das Virus mit hoher Genauigkeit nachweisen. Ein positives Testergebnis bedeutet, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht.

Hier können Sie die Österreichische Teststrategie SARS-CoV-2 (PDF, 1 MB) herunterladen.

(06.04.2021, 07:00)

Der sogenannte LAMP–Test ist ein molekularbiologisches Verfahren, mit dem das Erbgut des Virus SARS-CoV-2 ebenfalls direkt nachgewiesen wird, jedoch innerhalb einer kürzeren Zeitspanne als bei PCR-Tests. Für das LAMP-Verfahren sind Laborräumlichkeiten nicht zwingend erforderlich und die Analyse kann vor Ort in einem geeigneten Umfeld und Mithilfe der entsprechenden Apparatur durchgeführt werden. Bezüglich Sensitivität erreicht das LAMP-Verfahren ähnliche Werte wie eine PCR und kann somit zur Unterstützung bzw. Entlastung von PCR-Testungen herangezogen werden. Der entscheidende Nachteil dieser Methode ist jedoch ein deutlich geringerer Probendurchsatz im Vergleich zum PCR-Test.

(06.04.2021, 07:00)

Eine Probenahme über die Nase aus dem Rachen (Nasen-Rachen-Abstrich) stellt den Goldstandard dar, da mit dieser Methode erfahrungsgemäß eine große Menge Virusmaterial für den Nachweis gewonnen wird. Bei medizinischen Indikationen, die einer Abnahme über die Nase entgegenstehen, kann das medizinische Fachpersonal stattdessen eine Probenahme über den Mund aus dem Rachen vornehmen (Rachen-Abstrich). Darüber hinaus gibt es auch Varianten als Gurgel- oder Speicheltest.

(06.04.2021, 07:00)

Antikörper-Tests

Antikörper-Tests überprüfen das Vorhandensein von Antikörpern im Blut. Ein positiver Antikörper-Test bedeutet, dass der Körper bereits Antikörper (Abwehrstoffe) zum Schutz vor dem Virus gebildet hat. Da Antikörper erst im späteren Infektionsverlauf gebildet werden, können sie erst durchschnittlich nach etwa zwei Wochen einer Infektion nachgewiesen werden. Diese Tests eignen sich nicht für eine Frühdiagnostik.

Antikörper-Tests stellen KEINEN Nachweis im Sinne der 3-G-Regel dar!

FAQ Antikörper-Tests

Antikörper-Tests überprüfen das Vorhandensein von Antikörpern im Blut.

Bei den Antikörper-Tests gibt es grundsätzlich zwei Methoden:

  • Blutabnahme durch Gesundheitspersonal und Durchführung des Tests auf speziellen Testsystemen in einem Labor (z.B. ELISA-Test, Neutralisationstest)
  • Antikörper-Schnelltests, die z.B. durch einen Bluttropfen aus der Fingerkuppe vorgenommen werden können.

Die Herausforderung bei Antikörper-Tests liegt darin, dass der Test genau die SARS-CoV-2 spezifischen Antikörper im Blut finden muss. Manche Tests können auch andere Antikörper ähnlicher Erkältungsviren, z.B. andere humane Coronaviren anstelle von SARS-CoV-2 anzeigen und somit ein falsches Ergebnis liefern.

Die Ergebnisse von Antikörper-Tests, vor allem Schnelltests, sind unbedingt mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen, da für die richtige Interpretation medizinisches Fachwissen erforderlich ist.

(05.11.2021, 11:00)

Der Nachweis über neutralisierende Antikörper ist eine Momentaufnahme des Levels an neutralisierenden Antikörper gegen SARS-CoV-2 zum Testzeitpunkt. Dieser Nachweis deutet darauf hin, dass zu einem unbestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit eine Infektion mit SARS-CoV-2 oder eine Immunantwort durch eine Impfung stattgefunden hat.

Es ist wissenschaftlich noch nicht geklärt, wie viele Antikörper für einen Schutz vor COVID-19 notwendig sind und laut aktueller Studienlage erlaubt diese Momentaufnahme auch keine Aussage über das Ausmaß eines Schutzes vor Infektion, vor schwerem Krankheitsverlauf sowie Übertragung der Infektion.

Auf Grund dieser Unsicherheiten und der derzeitigen epidemiologischen Lage kann der Nachweis über neutralisierende Antikörper mit dem Inkrafttreten der 1. Novelle der 3. COVID-19-Maßnahmenverordnung am 8.11. nicht mehr als Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr gewertet werden.

(26.11.2021, 08:00)

Die Immunität bei respiratorischen Viruserkrankungen (z.B. COVID-19) ist komplex und kann durch Labortests nur schwer gemessen werden. Hinzu kommen die immer wieder neu auftretenden Virusvarianten, bei denen ein möglicher Schutz abgeschwächt sein kann. Es gibt noch zu wenig aussagekräftige Daten, in welcher Höhe und für welche Dauer die Antikörper einen wirksamen Schutz gegen COVID-19 bieten.

Da man anhand eines Tests auf neutralisierende Antikörper nicht in Erfahrung bringen kann zu welchem Zeitpunkt die Infektion stattgefunden hat, gelten sie auch nicht als Genesungsnachweis.

(26.11.2021, 08:00)

Es gibt noch zu wenig aussagekräftige Daten, in welcher Höhe und für welche Dauer die Antikörper einen wirksamen Schutz gegen COVID-19 bieten. Hinzu kommen die immer wieder neu auftretenden Virusvarianten, bei denen ein möglicher Schutz abgeschwächt sein kann.

(26.11.2021, 08:00)

Selbsttests

Selbsttests stellen seit 8. November KEINEN Nachweis im Sinne der 3-G-Regel dar!

Antigen-Tests zur Eigenanwendung (sogenannte „Selbsttests“) stellen eine leicht zugängliche zusätzliche Möglichkeit dar, um die Verbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen und weitere COVID-19-Erkrankungen zu vermeiden. Sie dienen asymptomatischen Personen zur Eigeninformation (z.B. vor Familienbesuchen). Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Schutzmaßnahmen (z.B. Tragen einer FFP2-Maske) auch bei einem negativen Testergebnis konsequent eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für Treffen mit Angehörigen der Risikogruppe.

Selbsttests sind insbesondere dafür geeignet, eine hohe Viruslast nachzuweisen. Das bedeutet, dass sie vor allem besonders ansteckende Personen identifizieren können.

Informationen zu den kostenlosen Selbsttests finden Sie bei unter FAQ: Österreich testet.

Im Falle von COVID-19-spezifischer Symptomatik ist umgehend die Gesundheitshotline 1450 zu informieren.

FAQ Selbsttests

Selbsttests stellen seit 8. November KEINEN Nachweis im Sinne der 3-G-Regel dar!

Es gibt zwei Arten von Tests, die gegenwärtig von Laiinnen und Laien angewendet werden dürfen.

  • Tests mit Selbstentnahme („Selbstentnahme-Kits“): Die Laiin oder der Laie entnimmt nur das Probenmaterial selbst und schickt dieses an ein Labor, das die Auswertung und Interpretation des Ergebnisses durchführt, z.B. Gurgel-Tests.
  • Tests zur Eigenanwendung („Selbsttests“): Die Laiin oder der Laie führt die Probenahme, Auswertung und Interpretation des Ergebnisses selbst durch, z.B. Antigen-Selbsttest aus der Apotheke

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) veröffentlicht auf seiner Website eine Liste jener Tests, die aktuell in Österreich ohne medizinisches Fachpersonal angewendet werden dürfen (Tests zur Eigenanwendung). Diese finden Sie auf der Website vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen.

(05.11.2021, 11:00)

Bestimmte Antigen-Schnelltests sind für die Anwendung durch Laiinnen und Laien freigegeben. Vor der Durchführung des Selbsttests ist jedoch die Gebrauchsanweisung genau zu lesen.

(06.04.2021, 07:00)

Ein positives Ergebnis ist der Gesundheitshotline 1450 zu melden. Die Mitarbeiter:innen informieren über die nächsten Orte zur Möglichkeit einer Nachtestung oder leiten diese direkt ein. Eine Nachtestung sollte innerhalb von 48 Stunden erfolgen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses der Nachtestung ist unverzüglich eine selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten. Im Idealfall sollten auch die Kontaktpersonen der letzten 48 Stunden informiert werden.

(15.09.2021, 00:00)

Nein! Selbsttests stellen seit 8. November KEINEN Nachweis im Sinne der 3-G-Regel dar!

(15.11.2021, 11:00)

Ärztliches Zeugnis und Testnachweis

Das regelmäßige Testen ist ein wichtiger Bestandteil bei der Bewältigung der Pandemie. So ist die Einreise nach Österreich oder die uneingeschränkte berufliche Tätigkeit nur unter Vorweis eines negativen Testnachweises oder eines Impf- oder Genesungsnachweis möglich.

FAQ Ärztliches Zeugnis und Testnachweis

Wer einen Testnachweis ausstellen darf ist der Aktualisierten Information über die Ausstellung von Nachweisen im Zusammenhang mit COVID-19-Testungen (PDF, 95 KB) zu entnehmen. Darunter fallen beispielsweise:

  • Teststraßen und -angebote von Bundesländern und Gemeinden,
  • Apotheken,
  • Labore,
  • Ärztinnen und Ärzte,
  • Betriebe – aber nur dann, wenn die Tests durch entsprechend qualifiziertes und berechtigtes Gesundheitspersonal durchgeführt werden,
  • Schulen (hinsichtlich Bediensteter, Schüler:innen).

(15.09.2021, 00:00)

Das Testergebnis muss bescheinigen, dass die angeführte Person molekularbiologisch oder mittels Antigen-Test negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurde und zumindest folgende Daten umfassen:

  • Vor- und Nachname der getesteten Person,
  • Geburtsdatum,
  • Gültigkeitsdauer des Nachweises und
  • Bar-/QR-Code bzw. Unterschrift und Stempel der befugten Stelle.

(06.10.2021, 15:00)

Letzte Aktualisierung: 15. November 2021