Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

WINTEC-Alumni

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung aller bisherigen Ausschreibungen und Verleihungen zum WINTEC.

Der WINTEC 2019 im Rückblick

Der 1. Preis - Projekt: OSKAR

Blinde und sehbehinderte Menschen sind bei der Texteingabe auf nichtvisuelle Rückmeldungen angewiesen. Smartphones bieten die Möglichkeit virtueller Tastaturen, die jedoch wenig haptische Rückmeldungsmöglichkeiten bieten und langsamer sind als physische Tastaturen.

Andere Tastaturen, wie elektronischen Braille Tastaturen bieten zwar mehr haptische Rückmeldungsmöglichkeiten, sind aber für die mobile Anwendung nicht geeignet weil sie (im Gegensatz zum Smartphone) beim Bedienen auf einer festen Unterlage abgelegt werden müssen.

Oskar ist eine mobile Tastatur für Smartphones, die blinde und sehbehinderte Menschen bei der Texteingabe vielfältig mit haptischen Rückmeldungen versorgt. Oskar ist ein Hardwareprototyp, der das Prinzip von Akkordtastaturen für die Texteingabe auf Smartphones (ohne feste Unterlage) zugänglich macht. Der Prototyp basiert auf handelsüblichen Komponenten und Schnittstellen wie Arduino, Bluetooth und USB.

Oskar wurde mit sieben Personen des österreichischen Bundes-Blindenerziehungsinstitut gestestet. Der Test umfasste einen qualitativen Teil mit Befragung und Interviews und einen quantitativen Teil mit Geschwindigkeitsmessungen.

Die Messungen zeigten, dass ungeübte Personen mit Oskar vier mal schneller (und genauer) Schreiben als mit einer virtuellen Tastatur. Trotz der kurzen Eingewöhnungszeit während der Tests war den Testpersonen Oskar lieber als die virtuelle Tastatur.

Der Prototyp und die Tests zeigen, dass eine mobile Akkord Tastatur wie Oskar eine Alternative zum Touchscreen sein kann, wenn neben der Texteingabe auch die Steuerung des Smartphones mit der mobilen Akkord Tastatur möglich ist. Die Baupläne für Oskar wurden unter einer Open Source Lizenz veröffentlicht und weiterentwickelt.

Der 2. Preis - Projekt: iToilet

Fixe Standardtoiletten erfüllen oft nicht die Bedürfnisse vieler älterer Menschen und von Personen mit Behinderungen. Innerhalb des EU-Projekts „iToilet" wird ein innovatives, mittels Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) unterstütztes modulares Toilettensystem entwickelt und erprobt, das die Autonomie, Würde und Sicherheit zu Hause lebender älterer Menschen unterstützen soll.

Der 3. Preis - Projekt: Phobility

Die Studie PHOBILITY beschäftigt sich zum ersten Mal in Österreich mit den Schwierigkeiten bei der Verkehrsteilnahme von Menschen, die unter einer psychischen Krankheit leiden. Dabei wird insbesondere auf Angst- und Zwangsstörungen fokussiert, die neben affektiven und Substanzstörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen gehören.

preis 2019
WINTEC-Pokal 2019. Foto: © Teamwork

Der Preis

Seit 1983 leistet die TEAMwork Holz- und Kunststoffverarbeitung GesmbH (kurz: TEAMwork) einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg ihrer Kunden durch anspruchsvolle Lösungen und Topqualität weit über den Holz- und Kunststoffsektor hinaus.

Unter dem Motto „Die beste Form der Zusammenarbeit" erfüllt TEAMwork als integratives Unternehmen einen sozialen Auftrag und ist in folgenden fünf Geschäftsfeldern tätig:

  1. Kunststoffverarbeitung
  2. Malen und Renovieren
  3. Holzverarbeitung
  4. Facility Services
  5. Assembling und Verpackung

Die TEAMwork Holz- und Kunststoffverarbeitung GmbH fertigte 2019 zum ersten Mal die WINTEC-Trophäe. Bei der Fertigung wurde ein Großteil des hausinternen Leistungsspektrums eingebracht. Das Material ist überwiegend Holz - der Pokal wirkt durch die Fräsungen aufgelockert und sehr leicht.

Jury 2019

  • DIin Dr.in Michaela Fritz: Vizerektorin für Forschung und Innovation an der Medizinischen Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger: Institutsdirektor der "Haus der Barmherzigkeit-Gruppe", Universitätsprofessor an der Donau-Universität Krems
  • Dr. Hansjörg Hofer: Anwalt für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen
  • Herbert Pichler: Präsident des Österreichischen Behindertenrates
  • O.Univ.-Prof. DI Dr.techn. A Min Tjoa: Professor an der Technischen Universität Wien, Vorstand des Instituts für Softwaretechnik und Interaktive Systeme, Vertreter bei der UNO-CSTD (Commission for Science and Technology Development), Vizepräsident der International Information Center for Terminology, Koordinator der ASEAN-European Academic University Network
  • Ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang L. Zagler: Leiter von fortec / "Zentrum für angewandte assistierende Technologien - AAT"

Broschüre

Mehr Informationen zum WINTEC 2019 finden Sie in der Broschüre, die im Broschürenservice zum Download bereitsteht.

Der WINTEC 2018 im Rückblick

Der 1. Preis -  ARGE TETRAGON Vienna - BrailleRing

Beim BrailleRing wird die Textzeile im Inneren eines rotierenden Ringes dargestellt. Während der Lesefinger im unteren Bereich aufliegt und die vorbeikommenden Zeichen ertastet, werden diese im oberen Bereich immer wieder neu gesetzt. So kann in einem sehr kompakten Gerät eine beliebig lange Zeile dargestellt werden. Da im neuen Konzept die Schriftzeichen anders als in bisherigen Braille-Displays gebildet werden, lassen sich zusätzlich größere Robustheit und deutlich geringere Produktionskosten erzielen.
Bestehende Barrieren werden somit überwunden:

  • Mobilitätsbarriere - BrailleRing passt in die Westentasche
  • Anfälligkeit - BrailleRing verträgt feuchtes und sandiges Klima
  • Preisbarriere - BrailleRing kann mittelfristig die Kosten drastisch reduzieren.

Der 2. Preis - Team Augstein - WIFI

Das Projekt Welding Interaction in Future Industry (WIFI) ist ein von der FFG im Rahmen des BRIDGE 1 Programms gefördertes Konsortialprojekt dreier Partner (Fachhochschule Oberösterreich als wissenschaftlicher Partner und Projektleiter, LIFEtool gemeinnützige GmbH als wissenschaftlicher Partner und Experte für assistierende Technologie (AT) und Fronius International GmbH als industrieller Partner). Es beschäftigt sich mit der menschzentrierten Entwicklung alternativer Interaktionslösungen die sowohl Menschen mit Tetraplegie bzw. Tetraparese, als auch industrielle SchweißerInnen bei ihren Arbeitsprozessen unterstützen sollen. Diese beiden, auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinenden Zielgruppen verbinden viele Parallelen und damit auch potenzielle nachhaltige Synergieeffekte die bisher kaum berücksichtigt und genutzt wurden.

Der 3. Preis - Team Prahm - PlayBionic

Das Projekt „PlayBionic" setzte sich zum Ziel Patienten moderne Rehabilitationserkenntnisse in technisch aufbearbeiteter Form anzubieten. Ziel war es, die klassische Therapie mit einem spielbasierten Ansatz zu unterstützen. „PlayBionic" besteht aus einer wissenschaftlichen Studie und der anschließenden Entwicklung der muskelgesteuerten, spielbasierten Trainings-App „MyoBeatz", die auf den Erkenntnissen der Studie aufbaut. Es konnte gezeigt werden, dass spielerische Interventionen zu einer klinisch validierten Verbesserung der neuromuskulären Parameter beitragen und den Amputierten somit helfen, ihre Prothese besser steuern zu können.  Dieses Projekt ist weltweit das erste, welches eine moderne Smartphone-Anwendung für die prothetische Rehabilitation entwickelt und wissenschaftlich untersucht hat. Es stellt auch die erste mobile langfristige Intervention in der Rehabilitation nach Amputation oder Nervenverlagerung dar und demonstriert damit das Potenzial, mobile Apps als neuen Standard in der motorischen Rehabilitation zu etablieren.

pokal 2018
WINTEC-Pokal 2018. Foto: © Team Styria GmbH

Der Preis

Die Team Styria Werkstätten GmbH - der integrative Betrieb in der Steiermark- durfte heuer zum ersten Mal die WINTEC- Trophäe designen und fertigen.

Bei der Fertigung des WINTEC-Preises wird ein Großteil des hausinternen Leistungs-spektrums eingebracht. Die Wahl bei den Materialien fiel auf den einzigartigen Rohstoff Holz und das hochwertige Produkt Edelstahl. Zwei Säulen aus Altholz stehen für die Naturwissenschaft und für Tradition.
Das Altholz wurde von Team Styria gezielt gewählt, um auch den Aspekt der Inklusion von älteren Menschen, mit und ohne Behinderung, einzubinden. Die beiden Säulen werden durch einen eingenuteten Edelstahlstreifen mit einander verbunden. Am Sockel befindet sich eine weitere Edelstahlplatte, in welche Zahnräder eingraviert wurden, um den Aspekt der Technik und Innovation zu verstärken.

Wesentlich für die Team Styria Werkstätten GmbH war, dass alle Arbeitsschritte im Unternehmen durchgeführt werden konnten. Bei der Fertigung waren sowohl die Holzmanufaktur vom Standort Trieben als auch die Metalltechnik vom Standort Spielberg involviert.

Die Produktion erfolgte mit Fräs-, Bohr- und Lasermaschinen. Die Einzelteile wurden assembliert und zur WINTEC- Trophäe zusammengefügt.

Jury 2018

  • DIin Dr.in Michaela Fritz: Vizerektorin für Forschung und Innovation an der Medizinischen Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger: Institutsdirektor der "Haus der Barmherzigkeit-Gruppe", Universitätsprofessor an der Donau-Universität Krems
  • Dr. Hansjörg Hofer: Anwalt für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen
  • Rudolf Hundstorfer: ehemaliger Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Präsident der Österreichischen Bundessportorganisation (BSO)
  • Herbert Pichler: Präsident des Österreichischen Behindertenrates
  • O.Univ.-Prof. DI Dr.techn. A Min Tjoa: Professor an der Technischen Universität Wien, Vorstand des Instituts für Softwaretechnik und Interaktive Systeme, Vertreter bei der UNO-CSTD (Commission for Science and Technology Development), Vizepräsident der International Information Center for Terminology, Koordinator der ASEAN-European Academic University Network

Broschüre

Mehr Informationen zum WINTEDC 2018 finden Sie in der Broschüre, die im Broschürenservice zum Download bereitsteht.

Der WINTEC 2016 im Rückblick

Der 1. Preis - Team Bieling - Lorm-Hand

Gesellschaftlich marginalisierte Gruppen wie die der taubblinden Menschen werden von unterschiedlichen Formen der Kommunikation mitunter stark ausgeschlossen. Gemeinsam mit „Betroffenen" entwickelt ein junges Team internationaler Designforscher/innen ein mobiles Kommunikationsgerät in Form eines Handschuhs, mit dessen Hilfe sich das deutsche Tastalphabet Lorm in digitalen Text übersetzen lässt und umgekehrt. Mit Hilfe kleiner Sensoren kann der gelormte Text beispielsweise per SMS oder Email verschickt, als Sprachnachricht ausgegeben und in sozialen Netzwerken (z.B. Facebook, Twitter) gepostet werden. Umgekehrt kann der/die Benutzer/in mit Hilfe kleiner, im Handschuh befindlicher Vibrationsmotoren, empfangene Sprach- oder Textnachrichten haptisch wahrnehmen. Taubblinde Menschen können dadurch mit anderen Menschen kommunizieren, selbst wenn diese sich ganz woanders befinden.

Der 2. Preis - Team Veigl - FlipMouse

Spezielle Eingabesysteme für die Verwendung von Computern erlauben Menschen mit körperlichen Einschränkungen Kommunikation, Teilnahme an Sozialen Netzwerken, Produktivität und kreative Entfaltung und tragen so maßgeblich zur Inklusion in die Gesellschaft bei. Obwohl es ein umfangreiches Angebot an Eingabehilfen gibt, sind der Flexibilität und Kombinierbarkeit der einzelnen Lösungen meist enge Grenzen gesetzt. In der vorliegenden Arbeit wird eine neuartige Interaktionshilfe vorgestellt, welche eine sehr präzise sowie effiziente Kontrolle des Maus-Cursors ermöglicht. Dabei werden durch Kombination von kostengünstigen Augensteuerungssystemen mit einer neu entwickelten „Finger- und Lippenmaus" (FLipMouse) die inhärenten Probleme von Augensteuerungen (Ungenauigkeiten bei der Bestimmung der Blickrichtung, „Zittern" des Mauscursors) behoben. In Zusammenarbeit mit Musikern wurde dieses System für die Ansteuerung elektronischer Klangerzeuger adaptiert, sodass auch Personen mit stark reduzierter Bewegungsmöglichkeit umfangreiche musikalische Ausdrucksmöglichkeiten erhalten. Die FLipMouse bietet darüber hinaus weitere Funktionen wie etwa die Aufnahme und Wiedergabe von Infrarot-Codes zur Fernsteuerung von Unterhaltungselektronik oder die Verwendung von Smartphones, iPad oder anderer Tablet Computer mittels Bluetooth Low Energy (BLE). Die entwickelten Lösungen werden unter Open Source Hardware- und Software Lizenzen veröffentlicht und eignen sich für die Anwendung in Ländern mit niedrigem Grundeinkommen. In einer Reihe von qualitativen und quantitativen Erhebungen wurde das System von verschiedenen Menschen mit Behinderung getestet - u.a. in Österreich, Kenia, Simbabwe und Südafrika - und stellt nun für diese Personen eine wertvolle Hilfe für mehr Autonomie im Alltag dar.

Der 3. Preis - Team Pucher - SALB

In diesem Projekt wurde Sprachsynthese für auditive Lehrbücher und Audiospiele evaluiert. Außerdem wurde der Einfluss von verschiedenen sozialen Rollen (Lehrer/innen - Schüler/innen) sowie von Selbst- und Fremdwahrnehmung untersucht, der zwischen der hörenden Person und der Person, deren Stimme synthetisiert wird, besteht. Dazu wurden synthetische Stimmen entwickelt, die so klingen wie die Stimmen der beteiligten LehrerInnen und SchülerInnen. Mit diesen Stimmen wurde gezeigt, dass die Interaktivität von Audiospielen verbessert wird, wenn die eigene synthetische Stimme verwendet wird. Dies hat weitreichende Folgen für alle zukünftigen sprachbasierten Programme, da diese Programme in Zukunft immer stärker an die NutzerInnen angepasst werden. Das Wissen darum, welche Stimme in dieser Anpassung verwendet werden soll, ist daher sehr wichtig. Gemeinsam mit SchülerInnen wurde auch eine Aufführung ausgearbeitet, in der natürliche und synthetische Stimmen gemeinsam verwendet wurden. D

pokal 2016
WINTEC-Pokal 2016. Foto: © GW Salzburg

Der Preis

Die Geschützte Werkstätte - Integrative Betriebe Salzburg GmbH (GWS) durfte heuer zum ersten Mal die WINTEC-Trophäe designen und fertigen. Durch den kreativen Gestaltungsprozess entstand ein einzigartiges Design, das von Style und Innovation geprägt ist. Dafür bilden das Wintec Logo, Plexiglas und eine LED Taschenlampe die Grundsteine. „Eine Taschenlampe brachte uns auf die Idee der indirekten Ausleuchtung", verrät Mag.a Astrid Lamprechter, Geschäftsführerin der GWS. Transparentes und blau-transluzentes Plexiglas, Metalldekorplatten, Holz und Leichtholzplatten waren die Basisstoffe der Herstellung. Die Produktion erfolgte mit Fräs-, Bohr- und Lasermaschinen. Zum Schluss wurden die Einzelteile assembliert und zur WINTEC-Trophäe 2016 zusammengefügt. Dabei hat die langjährige Erfahrung der GWS im Bereich der Fertigung von Sporttrophäen natürlich wertvolle Anregungen und Ideen geliefert. Wesentlich für die GWS war, dass alle Arbeitsschritte im Unternehmen durchgeführt werden konnten. Nur bei der Herstellung des Holzsockels musste auf externe Unterstützung gesetzt. werden. Dabei haben die Kollegen von der Geschützten Werkstätte Tirol unterstützt.

Jury 2016

  • Rektorin o.Univ.Prof.in DIin Dr.in techn. Sabine Seidler: Rektorin der Technischen Universität Wien, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Universitätenkonferenz
  • DIin Dr.in Michaela Fritz: Vizerektorin für Forschung und Innovation an der Medizinischen Universität Wien
  • Dr. Klaus Voget: Präsident des ÖZIV, Präsident der ÖAR, Bundesbehindertenbeirat im BMASK, Vizepräsident der FIMITIC (Internationaler Verband der Körperbehinderten), Pflegevorsorgebeirat
  • Dr. Erwin Buchinger: Anwalt für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen
  • Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger: Institutsdirektor der "Haus der Barmherzigkeit-Gruppe", Universitätsprofessor an der Donau-Universität Krems
  • Univ.-Prof. DI Dr.techn. A Min Tjoa: Professor an der Technischen Universität Wien, Vorstand des Instituts für Softwaretechnik und Interaktive Systeme, Vertreter bei der UNO-CSTD (Commission for Science and Technology Development), Vizepräsident der International Information Center for Terminology, Koordinator der ASEAN-European Academic University Network
  • Ao.Univ.Prof. Dr. Wolfgang L. Zagler: Leiter von fortec / "Zentrum für angewandte assistierende Technologien - AAT"

Broschüre

Mehr Informationen zum WINTEC 2016 finden Sie in der Broschüre, die im Broschürenservice zum Download bereitsteht.

Der WINTEC 2015 im Rückblick

Der 1. Preis - Thaller & Nussbaum - 4D Joystick

Der 4D-Joystick ist ein neues, weltweit einzigartiges System, welches es Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen jeglicher Altersgruppen ermöglicht, nicht-triviale Spielzeuge wie ferngesteuerte Flugzeuge, Helikopter, Multikopter, Autos und Boote vollständig, zuverlässig und exakt mit dem Mund zu steuern. Mit ihm können 4 analoge und 4 digitale Kanäle gleichzeitig kontrolliert werden. Durch Funktionen wie Expo, Dual Rates, Dead Zone und Invertierung ist er sehr gut an die Bedürfnisse der Benutzer anpassbar. Der 4D-Joystick eröffnet eine komplett neue Welt für die Zielgruppe, da es in diesem Bereich bisher keine vergleichbare Möglichkeit gibt. Zudem wurde der Einsatz des 4D-Joysticks als Musikinstrument, als Eingabegerät zur Steuerung komplexer Computerspiele oder für den Computer bereits erfolgreich demonstriert.

Der 2. Preis - Bergmeister - Intelligente Prothesen

Der Verlust eines Arms ist ein dramatisches Erlebnis im Leben betroffener PatientInnen. Durch neueste bionische Prothesen, deren Bewegungen durch Gedanken gesteuert werden, kann ein Teil der verlorenen Funktion wiederhergestellt werden. Modernste bionische Prothesen können schon jetzt ähnlich viele Bewegungen wie ihre menschlichen Vorbilder ausführen, jedoch ist die effiziente und intuitive Steuerung der limitierende Faktor. Um dies zu verbessern, muss die Schnittstelle zwischen PatientInnen und Prothese verbessert werden um der Vision eines vollständigen Extremitätenersatzes durch Prothesen näher zu kommen. In Kooperation mit unseren Partnern haben wir eine implantierbare Schnittstelle entwickelt und präklinisch getestet die diese höchst komplexe Informationsweitergabe umsetzt und somit den optimalen Einsatz der Prothese ermöglicht.

Der 3. Preis - Augstein - IAAA Projekt

Das Forschungsprojekt IAAA (Interaction Analysis for Automated Adaptation) verfolgt den Ansatz von Inklusion durch automatisierte Individualisierung der Mensch-Maschine-Interaktion. Dabei soll sich das System an den individuellen Menschen und seine kognitiven und motorischen Voraussetzungen und Präferenzen anpassen sodass das Gesamtkonstrukt aus Endgerät, System und Benutzerschnittstelle so gut als möglich bedienbar und für jede/n BenutzerIn optimiert ist. Die Interaktion mit Computer und Smartphone (und damit auch der Zugang zum Internet) für Menschen mit Behinderung soll dadurch erleichtert werden und einen Abbau von derzeit existenten Barrieren bewirken. Als Basis dafür stehen feingranulare Analyse und Modellierung von Benutzerinteraktion im Fokus des Projekts. Ein detailliertes Benutzermodell bildet so die Grundlage für die automatische Auswahl der individuell am besten geeigneten Eingabemethode. Zusätzlich beschäftigt sich IAAA mit der Identifikation neuer und unkonventioneller weiterer Interaktionsmöglichkeiten für die Zielgruppe (so wird etwa ein herkömmlicher Locher zum Eingabemittel für das Smartphone). Das Projekt der FH Oberösterreich an der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien in Hagenberg kooperiert mit LIFEtool gemeinnützige GmbH und dem Diakoniewerk Gallneukirchen.

preis 2015
WINTEC-Pokal 2015. Foto: © GWS St. Pölten

Der Preis

Die GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH ließ kreative Köpfe der Belegschaft grafische Entwürfe für den WINTEC-Preis anfertigen, Kalkulationen erstellen und ein Angebot an das Sozialministerium versenden. Von Seiten des Sozialministeriums wurde ein großer Spielraum für die Gestaltung und das dafür eingesetzte Material gelassen.

Bei der Fertigung des WINTEC-Preises fiel die Wahl bei den eingesetzten Materialien auf Aluminium und Acrylglas. Zum Einsatz kamen die Fertigungstechnologien Sägen, Fräsen, Oberflächenveredelung, Gravur und Digitaldruck. Zu aller Letzt werden die gesamten Einzelteile assembliert. Besonders hervorzuheben ist, dass die Realisierung durch Menschen mit Behinderung erfolgt und hiermit ein wesentlicher sozialer Aspekt gegeben ist.

Jury 2015

  • Rektorin o.Univ.Prof.in DIin Dr.in techn. Sabine Seidler: Rektorin der Technischen Universität Wien, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Universitätenkonferenz
  • DIin Dr.in Michaela Fritz: Vizerektorin für Forschung und Innovation an der Medizinischen Universität Wien
  • Dr. Klaus Voget: Präsident des ÖZIV, Präsident der ÖAR, Bundesbehindertenbeirat im BMASK, Vizepräsident der FIMITIC (Internationaler Verband der Körperbehinderten), Pflegevorsorgebeirat
  • Dr. Erwin Buchinger: Anwalt für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen
  • Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger: Institutsdirektor der "Haus der Barmherzigkeit-Gruppe", Universitätsprofessor an der Donau-Universität Krems
  • O.Univ.-Prof. DI Dr.techn. A Min Tjoa: Professor an der Technischen Universität Wien, Vorstand des Instituts für Softwaretechnik und Interaktive Systeme, Vertreter bei der UNO-CSTD (Commission for Science and Technology Development), Vizepräsident der International Information Center for Terminology, Koordinator der ASEAN-European Academic University Network
  • Ao.Univ.Prof. Dr. Wolfgang L. Zagler: Leiter von fortec / "Zentrum für angewandte assistierende Technologien - AAT"
  • Univ.-Prof. Dr. Roland Wagner: Professor für Angewandte Informatik an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, Institutsleiter "Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung" sowie "Institut für Integriert Studieren"

Broschüre

Mehr Informationen zum WINTEC 2015 finden Sie in der Broschüre, die im Broschürenservice zum Download bereitsteht.

Letzte Aktualisierung: 28. November 2019