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Arbeitsmarkt im Dezember

  Im Jahresdurchschnitt 2019 betrug die Zahl der Arbeitslosen 301.328 und lag damit um -10.779 bzw. -3,5 Prozent niedriger als im Jahresdurchschnitt 2018.

Ende Dezember 2019 sind 349.795 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Damit ist auch im letzten Monat des Jahres 2019 noch ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen geht Ende Dezember um -1,6 Prozent bzw. -5.842 Personen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Inklusive der Personen in einer AMS-Schulung betrug die Zahl der Vorgemerkten Ende Dezember 407.872, das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -6.064 bzw. -1,5 Prozent.

In AMS Schulung befinden sich aktuell 58.077 Personen (-222 bzw. -0,4 Prozent gegenüber Ende Dezember 2018).

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt bei 8,5 Prozent, das ist ein Rückgang von -0,2 Prozent-Punkten gegenüber dem Dezember 2018. Die Arbeitslosenquote nach internationaler Erhebungsmethode gemäß EUROSTAT liegt für Oktober 2019 bei 4,6 Prozent (- 0,2). Österreich liegt damit am zwölften Platz unter den EU 28. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen nach internationaler Definition liegt für Oktober bei 8,4 Prozent (- 0,9).

Überdurchschnittliche Rückgänge der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen Ende Dezember Jugendliche (-2,8 Prozent) ebenso Österreicherinnen und Österreicher (-2,7 Prozent) sowie Frauen mit -2,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit der Männer sank Ende Dezember mit -1,1 Prozent nur unterdurchschnittlich. Langzeitarbeitslose mit -0,6 Prozent verzeichnen Ende Dezember ebenfalls sinkende Arbeitslosigkeit.  Ausländerinnen und Ausländer mit +0,6 Prozent, Ältere (+1,0 Prozent), Menschen mit Behinderungen (+3,8 Prozent) sowie Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+ 4,9 Prozent) weisen im Vergleich zum Vorjahr jedoch steigende Arbeitslosigkeit auf.

In der Betrachtung nach Branchen zeigen sich Ende Dezember weiterhin in der Baubranche (-3,1 Prozent) wie auch im Tourismus (-2,6 Prozent) weiterhin die größten Rückgänge an arbeitslos Vorgemerkten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Positiv entwickelten sich im Vorjahresvergleich aber auch das Gesundheits- und Sozialwesen (-1,5 Prozent) sowie der Handel (-1,1 Prozent). In der Arbeitskräfteüberlassung bleibt die Arbeitslosigkeit mit -0,1 Prozent im Vergleich zum Dezember 2018 nahezu unverändert. In der ebenfalls als Konjunkturindikator zu betrachtenden Warenproduktion steigt die Arbeitslosigkeit das dritte Monat in Folge (+2,3 Prozent im Vergleich zum Dezember 2018). 

Steigende Arbeitslosigkeit verzeichnen vier Bundesländer: Vorarlberg (+2,7 Prozent), Oberösterreich (+2,5 Prozent), die Steiermark (+1,6 Prozent) sowie Kärnten (+0,8 Prozent). Die übrigen Bundesländer, allen voran Tirol (- 5,3 Prozent), Salzburg (-5,1 Prozent), Wien (-4,2 Prozent) sowie Niederösterreich (-1,5 Prozent) und das Burgenland (-1,0 Prozent) verzeichnen sinkende Zahlen im Vergleich zum Dezember 2018.

Ende Dezember 2019 standen beim AMS mit 65.443 sofort verfügbaren offenen Stellen (+71, +0,1 Prozent) etwa genauso viele offen Stellen zur Verfügung wie im Vorjahresmonat.

Insgesamt konnten im Jahr 2019 601.813 Personen aus AMS-Vormerkung heraus wieder Arbeit aufnehmen. Unter den Beschäftigungsaufnahmen aus AMS-Vormerkung heraus waren 81.713 unter 25-Jährige und 116.627 Personen über 50 Jahre.

Geschätzte 3.763.000 Personen, +38.000 Personen bzw. +1,0 Prozent mehr als im Dezember 2018, befanden sich im Dezember 2019 in unselbständigen Beschäftigungsverhältnissen.

Am Lehrstellenmarkt zeigt sich Ende Dezember österreichweit eine Lehrstellenlücke von 2.492 Lehrstellen (-377). Den 7.401 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (ohne Teilnehmerinnen und Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung) standen nur 4.909 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Oberösterreich (+13,7 Prozent) sowie Vorarlberg (+1,3 Prozent) stehen Ende Dezember 2019 weniger sofort verfügbare offene Lehrstellen zur Verfügung als noch Ende Dezember 2018. In Wien übersteigt die Nachfrage mit zwölf Lehrstellensuchenden, die einer sofort verfügbaren offenen Lehrstelle gegenüberstehen, das Angebot deutlich, während in Oberösterreich, Salzburg und in Tirol doppelt so viele Lehrstellen offen sind als Lehrstellensuchende gemeldet.

Im Jahresdurchschnitt 2019 betrug die Zahl der Arbeitslosen 301.328 und lag damit um -10.779 bzw. -3,5 Prozent niedriger als im Jahresdurchschnitt 2018. In Schulung befanden sich 2019 durchschnittlich 61.959 Personen (-9,9 Prozent).

3.796.800 (+55.300, +1,5 Prozent) Personen waren unselbständig beschäftigt. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag im Jahresdurchschnitt 2019 bei 7,4 Prozent (-0,3).

Überdurchschnittliche Rückgänge der Arbeitslosigkeit verzeichneten im Jahresdurchschnitt 2019 Jugendliche (-6,7 Prozent), Langzeitarbeitslose (-5,5 Prozent), Inländerinnen und Inländer (-5,2 Prozent) sowie Männer (-4,7 Prozent). Die Arbeitslosigkeit der Frauen ging mit -1,9 Prozent ebenfalls, wenn auch unterdurchschnittlich, zurück. Ausländerinnen und Ausländer (+0,5 Prozent), Ältere +0,7 Prozent), Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen sowie Menschen mit Behinderungen (je +2,6 Prozent) verzeichneten im Jahresdurchschnitt 2019 hingegen wieder steigende Arbeitslosigkeit.

Den 6.830 Lehrstellensuchende standen im Gesamtjahr 2019 durchschnittlich 6.247 offenen Lehrstellen gegenüber.