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Femizide in Österreich: Gewaltpräventionsprojekte des BMSGPK für Frauen

Förderungen von Organisationen, die opferschutzorientierte Anti-Gewalt-Trainings und Begleitmaßnahmen durchführen und implementieren

  • 2012 bis 2020 förderte das Sozialministerium (auch gemeinsam mit dem BKA/Frauen) die Arbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft zur Arbeit mit Tätern, die Gewalt gegenüber ihren Partnerinnen und Kindern ausüben.

Ziel des Projekts ist die flächendeckende, bundesweite Implementierung von opferschutzorientierten Anti-Gewalt-Trainings sowie Entwicklung einheitlicher Standards und neuer Kooperationsstrukturen in der Täterarbeit mit allen relevanten AkteurInnen.

  • Die Mitfinanzierung der opferschutzorientierten Täterarbeit ist dem Ressort ein wichtiges Anliegen. Maßgeblich ist hier eine möglichst breite finanzielle Absicherung der opferschutzorientierten Täterarbeit von Bund und Ländern.
  • Anti-Gewalt-Arbeit der Männerberatungsstellen in Kooperation mit den Interventionsstellen gegen Gewalt mit integriertem Unterstützungsprogramm für die Opfer: Seit 2009 fördert das Sozialministerium die Anti-Gewalt-Trainings der Männerberatung Wien und seit 2011 auch jene der Männerberatung Graz.
  • Das BMSGPK fördert den Dachverband Burschen-, Männer- und Väterarbeit Österreich (DMÖ). Zu den Kerntätigkeiten des DMÖ gehört der Aufbau des österreichweiten Netzwerkes „Opferschutzorientierte Täterarbeit“, Gewaltprävention sowie ein Arbeitskreis zum Thema „Caring Masculinities“ (Abbau von Geschlechterrollensterotypen).

Das Sozialministerium finanziert darüber hinaus die folgenden aktuellen Projekte im Bereich „Gewaltprävention für Frauen“

  • Für Gesundheitseinrichtungen wurde eine Toolbox Opferschutz als praxisorientierte Unterstützung für Beschäftigte im Gesundheitswesen bei der Früherkennung von Fällen von Gewalt in Familien und Partnerschaften entwickelt. Diese steht online unter www.toolbox-opferschutz.at zur Verfügung.
  • Hinter dem Projekt „Mutige Mädchen“ stehen Gewaltpräventionsworkshops für Mädchen und junge Frauen des Vereins „Wendepunkt – Frauen für Frauen und Kinder“.
  • Das Projekt „Pallas“ vom Verein „samara – Verein zur Prävention von sexualisierter Gewalt“ widmet sich der Entwicklung und Implementierung spezifischer Konzepte zur Gewaltprävention für LehrerInnen, Mädchen und Buben sowie deren Eltern mit Migrationshintergrund.
  • Ein weiteres Pilotprojekt legt den Schwerpunkt auf Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt an Mädchen und Frauen mit Mehrfachdiskriminierungen im Kontext von Ehrvorstellungen (gewaltpräventive Workshops; Methoden für gewaltpräventives Arbeiten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen).
  • Das Projekt „StoP: Stadtteile ohne Partnergewalt“ des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ergänzt bestehende Opferschutzeinrichtungen und soll schwere Gewalt verhindern, indem v.a. NachbarInnen sensibilisiert und informiert werden, wie sie auf wahrgenommene Gewalt aktiv reagieren können.
  • Diese Arbeit soll durch das Projekt „Männer übernehmen Verantwortung und zeigen Zivilcourage gegen Partnergewalt“ des Vereins AÖF verstärkt ausgebaut und vertieft werden. Das Projekt soll daher auch in Kombination mit dem StoP-Projekt insbesondere mit den Männern, die sich bei den StoP-Männertischen engagieren, durchgeführt werden.
  • Die „WAVE-Fortbildungsakademie“ führt Schulungen im Bereich Sensibilisierung bzgl. Prävention von Gewalt v.a. von Fachkräften durch.
  • Der für Schulungszwecke konzipierte Film „Schrittweise. Wege aus der Gewalt“ (Folge 4) „Unsichtbare Gewalt an älteren Frauen“ zeigt anhand von fünf Beispielen, welche Auswirkungen sichtbare und versteckte Formen von Gewalt auf die Betroffenen haben. Der Film steht Beratungsstellen, Frauenhäusern, mobilen Diensten und auch betroffenen Frauen kostenlos zur Verfügung.
  • „PERSPEKTIVE:ARBEIT - Ökonomisches und soziales Empowerment von gewaltbetroffenen Frauen“: Unterstützungsangebot für Frauen und deren Kinder in Frauenhäusern und Gewaltschutzzentren. Ziel ist die Erlangung eines sicheren, langfristigen Beschäftigungsverhältnisses als Voraussetzung für das Durchbrechen der Gewaltspirale. Seit 2015 gibt es dieses Projekt in Oberösterreich, seit Dezember 2019 in der Steiermark und mittlerweile auch in Niederösterreich. Aktuell wird eine Umsetzung in Wien vorbereitet.
  • Mit der vom Sozialministerium geförderten Besuchsbegleitung können persönliche Kontakte zwischen einkommensschwachen besuchsberechtigten Elternteilen und ihren nicht im selben Haushalt lebenden Kindern aufrechterhalten bzw. neu- oder wiederangebahnt werden. Das Sozialministerium hat einen Ausbildungslehrgang zu Sensibilisierung und Umgang mit (Verdachts-)Fällen häuslicher Gewalt, sexuellen Missbrauchs und anderen Härtefällen im Rahmen der Besuchsbegleitung initiiert.
  • Studie „Best practice: Gewaltschutz im Zeichen von Covid-19“ des Instituts für Konfliktforschung konzentriert sich auf die spezifischen Herausforderungen während der COVID-19-Krise und erhebt in anderen EU-Staaten, welche Maßnahmen für einen möglichst weitreichenden Schutz von Frauen vor Partnergewalt erfolgreich erprobt wurden.
Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2021