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Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung 2021

Einreichung von Beiträgen (veröffentlicht zwischen Juli 2020 und Juni 2021) ab sofort möglich

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK), die österreichische Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS), die Wiener Werkstätte für Suizidforschung sowie der Verein Kriseninterventionszentrum verleihen diesen Preis für den besten suizidpräventiven journalistischen Beitrag 2021 bereits zum dritten Mal.

„Der Papageno-Medienpreis spielt eine wichtige Rolle in der weiteren Verbreitung des Leitfadens zur Berichterstattung über Suizid und trägt somit dazu bei, einen sorgsamen Umgang in der Berichterstattung über Suizid anzuregen, der frei von Vorurteilen und Mythen über Suizidalität ist und das Thema Suizid nicht tabuisiert. Die Verleihung würdigt die besondere Rolle der Medienberichterstattung sowie die wichtige Arbeit der Journalistinnen und Journalisten“, betont Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Jedes Jahr sterben in Österreich rund 1.200 Personen durch Suizid. Das bedeutet, dass die Zahl der Suizidtoten mehr als zweieinhalb Mal so hoch ist wie beispielsweise jene der Verkehrstoten. Suizid ist bis zum 50. Lebensjahr eine der häufigsten Todesursachen, in der Altersgruppe 15 bis 29 Jahre sogar die zweithäufigste.

Die Verbreitung und Anwendung der Richtlinien zur medialen Berichterstattung über Suizide sind national wie international eine Erfolgsgeschichte der Suizidprävention. Dank eines Teams von österreichischen Forscherinnen und Forschern konnte nachgewiesen werden, dass eine bestimmte Form der Berichterstattung nicht nur Imitationssuizide („Werther-Effekt“) verhindert, sondern generell suizidpräventiv wirken kann („Papageno-Effekt“). Der Papageno-Effekt bezieht sich auf die gleichnamige Figur aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. Papageno kann in der Oper seine anfänglichen Suizidgedanken mit Hilfe von Anderen überwinden.

In Österreich verankerte der österreichische Presserat im Jahr 2012 die suizidpräventive Berichterstattung in seinem Ehrenkodex. Der Papageno-Effekt ist darüber hinaus auch Teil der Medienempfehlungen der WHO.

Nominierung und Einreichung von Beitragen

Der Papageno-Medienpreis wird vom Gesundheitsministerium und den Mitveranstalterinnen und Mitveranstalern am Welttag der Suizidprävention 2021 (10. September) bereits zum dritten Mal vergeben. Die Nominierung erfolgt durch eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern des Bereichs Journalismus, Wissenschaft und Praxis der Suizidprävention sowie Betroffenen- und Angehörigenvertretungen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Beiträge können von Autorinnen und Autoren selbst eingereicht werden, auch die Einreichung über Dritte ist möglich. Für den Papageno-Medienpreis 2021 sind Beiträge, die im Zeitraum von 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 veröffentlicht werden, zugelassen. Die Beiträge sind mit vollständigen Unterlagen bis spätestens 1. Juli 2021 unter papageno-medienpreis@sozialministerium.at einzureichen.

Weitere Informationen finden Sie im Bereich Preise und Gütesiegel - Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung auf unserer Website.