Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Gewaltpräventionsprojekt "StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt" 

 Verlängerung des Projektes führt zu Ausbau der Beratungstellen bis Mai 2023

Gewalt gegen Frauen stellt ein alltägliches Phänomen dar. Laut einer EU-weiten Erhebung zu Gewalt gegen Frauen ist eine von fünf Frauen im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen; eine von drei Frauen hat in ihrem Leben bereits sexuelle Belästigung erlebt.

StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt

Das Nachbarschaftsprojekt "StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt" des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ergänzt bestehende Opferschutzeinrichtungen und soll dazu beitragen, Gewalt zu verhindern. Es setzt dort an, wo häusliche Gewalt passiert: am Wohnort, in der Nachbarschaft.

Ziel ist es, die Nachbarschaft in die Gewaltprävention einzubinden und für Partnergewalt zu sensibilisieren. Nachbar:innen können Gewalt verhindern, indem sie einschreiten, wenn sie Bedrohungssituationen wahrnehmen, Zivilcourage zeigen und Partnergewalt nicht verschweigen oder dulden. StoP informiert und hilft, häusliche Gewalt früh zu erkennen und zu unterbrechen.

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz unterstützt das Projekt seit seiner Pilotphase in Wien Margareten im Jahr 2019. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt ausgebaut und wird mittlerweile in 7 Bundesländern umgesetzt.

Um Gewaltprävention und den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt weiter voranzutreiben, sind niederschwellige Beratungsangebote, Bewusstseinsbildung und Projekte wie „StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt“ notwendig, betonte Sozialminister Rauch heute im Rahmen eines Pressegesprächs:

"Dass Initiativen wie das StoP - Projekt – leider – notwendig sind, ist mittlerweile nicht mehr nur den Expert:innen völlig klar. Das Bewusstsein darüber ist über die letzten Jahre gestiegen. Auslöser dafür war und ist die erschütternd hohe Anzahl an Femiziden und Mordversuchen an Frauen."

Aus diesem Grund stehen auch heuer weitere finanzielle Mittel für den Kampf gegen Männergewalt an Frauen zur Verfügung: Zum einen können damit die bestehenden 12 Standorte des StoP - Projektes bis ins nächste Jahr abgesichert werden.

Zum anderen kann das Projekt dank der vorhandenen zusätzlichen Mittel auch ausgebaut werden: Bis Ende Mai 2023 soll es insgesamt 22 Standorte und 12 Organisationen in 7 Bundesländern geben.

StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website stop-partnergewalt.org

Dass Gewalt durch Männer an Partner:innen und Kindern aber nicht durch Geld allein verhindert werden kann, liegt auf der Hand. Daher braucht es neben ausreichend finanzieller Mittel für Projekte wie StoP auch enge Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft und von Opferschutzeinrichtungen sowie Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung wie zum Beispiel durch die Kampagne "Mann spricht's an".

"Männergewalt kann und darf im Jahr 2022 keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Umso wichtiger ist es, geschlossen dagegen zu arbeiten. Jede Person in unserer Gesellschaft kann einen Beitrag gegen häusliche Gewalt leisten. Gerade wir Männer können uns nicht aus der Verantwortung nehmen. Alle Männer sind gefragt, gegen Gewalt aufzutreten.“ - Sozialminister Johannes Rauch

Kampagne Mann spricht's an

Rund 90 Prozent der Verurteilten bei Gewaltverbrechen in Österreich sind laut Statistik Austria Männer. Bei sexualisierter Gewalt beträgt die Täterquote unter Männern sogar 98 Prozent. 

Für einen umfassenden Opferschutz muss daher auch bei Männern angesetzt werden. Das Ziel der Reduktion der hohen Anzahl an Femiziden und Mordversuchen an Frauen kann leichter erreicht werden, wenn Männer Verbündete im Kampf gegen Gewalt sind. Die Kampagne „Mann spricht’s an“ setzt daher direkt bei den Männern an. Und zwar bei jenen, die einschreiten, wenn sie Übergriffe mitbekommen. Die Kampagne soll nicht die Schuldfrage in den Vordergrund stellen, sondern Lösungsansätze anbieten. Alle Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Website mannsprichtsan.at.

Ein junger Mann sitzt vor einer Hochhauskulisse. Text im Vordergrund: "Checkst du, wie oag du über deine Freundin redest?"
Sujet der Kampagne "Mann spricht's an" Foto: © BMSGPK