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Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen

Hier finden Sie Informationen zu Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen

Als HAI versteht man eine Infektion, die sich eine Patientin oder ein Patient im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einer Gesundheitseinrichtung (z.B. Krankenanstalt, Pflegeeinrichtung, Rehabilitationseinrichtung, etc.) zuzieht. Diese Infektion war bei der Aufnahme in der Gesundheitseinrichtung noch nicht vorhanden und auch nicht in der Inkubationsphase.

Was ist der Unterschied zwischen Gesundheitssystem assoziierten Infektionen (HAI) und Nosokomialen Infektionen (NI)?

Infektionen, die einer Gesundheitseinrichtung (z.B. Krankenanstalten, Langzeit-Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren, Ambulatorien, Praxen) auftreten, bezeichnet man als Gesundheitssystem assoziierte Infektionen (HAI).

Infektionen, die in einer Krankenanstalt auftreten, werden nosokomiale Infektionen (NI) genannt.

Gründe, warum Patientinnen und Patienten in einer Gesundheitseinrichtung anfälliger für Infektionserreger sind:

  • schwere Grundkrankheit
  • Alter der Patientinnen und Patienten
  • Operationsdauer
  • Therapie mit z.B. Katheter oder Beatmungsgerät (diese Zugänge dienen Erregern als Eintrittspforten)
  • Hygienemängel durch Personal der Gesundheitseinrichtungen, Patientinnen und Patienten oder Besucherinnen und Besucher

Die häufigsten Infektionen:

  • Infektionen der Harnwege
  • Atemwegsinfektionen
  • postoperative Wundinfektionen
  • Sepsis
  • Durchfall aufgrund von Clostridium difficile

Übertragungsmöglichkeiten:

  • direkter Personenkontakt:
    • andere Patientinnen oder Patienten, Besuch, Personal
    • kontaminierte Gegenstände
    • Wasser, Luft

Wie kann man HAI vermeiden?

Wichtige Maßnahmen sind u.a.

  • Händehygiene
  • Einhaltung hygienischer Standardmaßnahmen
  • Isolierungsmaßnahmen bei Feststellung spezieller Erreger (z.B. MRSA)
  • Desinfektion und Sterilisation

Auswirkungen von HAI:

Tritt bei Patientinnen oder Patienten eine HAI auf, kann sich nicht nur der Gesundheitszustand verschlechtern, sondern es kann sich auch der Heilungsprozess verzögern. Zusätzlich zu den Belastungen für die Patientinnen und Patienten steigen die Kosten für das Gesundheitssystem.

Links:
Nationales Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenz (Standort Wien)

Robert Koch-Institut, Deutschland

Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC)

Inhaltlicher Stand: 7. Oktober 2019