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Bundesweite Erfassung der Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen (A-HAI)

A-HAI ist ein Projekt der Bundesgesundheitsagentur zur bundesweit einheitlichen Erfassung von Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen in Krankenanstalten. Der operative Betrieb findet im BMSGPK statt.

A-HAI ist ein Projekt der Bundesgesundheitsagentur zur bundesweit einheitlichen Erfassung von Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen in Krankenanstalten.
Als Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen (healthcare-associated infections, kurz HAI) werden Infektionen bezeichnet, die ursächlich in Zusammenhang mit einer Behandlung in einer Gesundheitseinrichtung (z.B. Krankenanstalt, Pflegeeinrichtung, Arztpraxis etc.) stehen, bei Behandlungsbeginn jedoch noch nicht vorhanden und auch nicht in der Inkubationsphase waren. Der Grundstein für die Umsetzung des Projekts wurde im Bundes-Zielsteuerungsvertrag 2013 bis 2016 gelegt. Um die bundesweit einheitliche Erfassung zu ermöglichen, wurde 2016 eine Rahmenrichtlinie für die systematische Erfassung von HAI erarbeitet, 2022 überarbeitet und in der Version 2.0 (PDF, 531 KB) veröffentlicht. Im vorliegenden A-HAI Bericht (PDF, 1 MB) werden erstmals österreichweite Daten aller Netzwerke präsentiert. Ergänzend dazu wird derzeit zur Unterstützung der Verantwortlichen in den Krankenanstalten eine Webapplikation erarbeitet, welche einen raschen Überblick und gezieltes Feedback ermöglicht.

Ziele des A-HAI Projekts

  • Senkung der Inzidenz von Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen
  • Steigerung des Bewusstseins für Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen
  • Österreichweite Erfassung von klar definierten Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen unter Verwendung einheitlicher Indikatoren, die EU-kompatibel sind und nationale sowie internationale Vergleiche ermöglichen
  • Bereitstellung von Referenzwerten
  • Darstellung im Zeitverlauf
  • Feedback an die meldenden Krankenanstalten
  • Verwendbarkeit für Ableitung von Verbesserungsprozessen und bundesweiten Maßnahmen.

Stand national und international

In Österreich werden unterschiedliche Surveillance-Netzwerke genutzt:

  • ANISS (Austrian Nosocomial Infection Surveillance System am Nationalen Referenzzentrum für Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen und Krankenhaushygiene (NRZ HAI und KHH))
  • ASDI (Österreichisches Zentrum für Dokumentation und Qualitätssicherung in der Intensivmedizin)
  • KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System an der Charité Berlin)
  • NISS (Nosocomial Infections Surveillance System der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft).

Die europäische Surveillance von nosokomialen Infektionen findet im europäischen HAI-Net im European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) statt, wo postoperative Wundinfektionen und nosokomiale Infektionen auf Intensivstationen erhoben werden. Es gibt 2 mögliche Versionen – patientenbasiert (Standard Protocol) und stationsbasiert (Light Protocol).

Rahmenrichtlinie

A-HAI – Vorgaben zur bundesweiten Erfassung von HAI:

  • Die Datenerfassung ist mit vier Systemen möglich: ANISS, ASDI, KISS und NISS.
  • Folgende Indikatoroperationen sind gemäß aktuellem HAISSI-Protokoll verpflichtend zu erfassen: postoperative Wundinfektionen nach Cholezystektomie (offene und laparoskopische Operation), Hüftprothese (Erstimplantationen bei Arthrose und Fraktur sowie Revisionen) und (ab Version 2.0) Sectio caesarea.
  • Folgende Indikatorinfektionen auf der Intensivstation sind gemäß aktuellem HAIICU-Protokoll verpflichtend zu erfassen: Pneumonie, Bakteriämie und Harnwegsinfektion.

In den betroffenen Krankenanstalten sind die vorgegebenen Basisdatensätze zu erfassen und über die Surveillance-Netzwerke einmal jährlich an das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) zu übermitteln. Für nationale und internationale Vergleiche ist es notwendig, die Daten aller Krankenanstalten österreichweit zentral im Bundesministerium zu sammeln. Die Datensammelstelle plausibilisiert die Daten, gibt Feedback an die Krankenanstalten und legt einen jährlichen Bericht (Daten auf Bundesebene).

Rahmenrichtlinie 2.0 (PDF, 531 KB)

A-HAI Bericht

Der Bericht beinhaltet einen Projektüberblick zu A-HAI und erstmals werden bundesweite Daten (Datenjahr 2019) von allen vier Netzwerken (ANISS, ASDI, KISS und NISS) präsentiert:

  • postoperative Wundinfektionen nach Cholezystektomie
  • postoperative Wundinfektionen nach Hüftprothese
  • Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen auf der Intensivstation (Pneumonie, Bakteriämie, Harnwegsinfektion)
  • Vergleiche mit dem europäischen HAI-Net (EU/EWR)

Überdies wurden Empfehlungen zur Erfassung der Protokollinhalte, zur Surveillance allgemein und zu den Indikatoroperationen formuliert.


A-HAI Bericht (PDF, 1 MB)

 

Ansprechpersonen: Gabriela EL BELAZI, David NEUMAYER BSc (WU) - Abteilung für Öffentliche Gesundheit, Antibiotikaresistenz, Krankenhaushygiene, Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen

E-Mail: A-HAI@sozialministerium.at

Letzte Aktualisierung: 8. Juni 2022