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Männergesundheit

Das Geschlecht ist ein determinierender Faktor für Gesundheit und Krankheit. Im Sinne der gesundheitlichen Chancengleichheit entwickelt daher die Männerpolitische Grundsatzabteilung seit 2019 eine Österreichische Männergesundheitsstrategie.

In Österreich sterben Männer knapp fünf Jahre früher als Frauen. Ihr Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, an Lungen- oder Darmkrebs zu erkranken, von Übergewicht bzw. Adipositas betroffen zu sein, eine Alkohol- oder Drogensucht zu entwickeln, bei einem Unfall zu sterben oder wegen Stress zu erkranken, ist gegenüber Frauen erhöht. Zudem werden rund drei Viertel aller österreichischen Suizide von Männern begangen.

Frauen und Männer unterscheiden sich aber nicht nur hinsichtlich ihrer Gesundheitsrisiken, Unterschiede prägen insbesondere auch ihr Gesundheitsverhalten, ihr Gesundheitsbewusstsein und die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen. Vor allem Männer haben oftmals Schwierigkeiten sich gesundheitliche Probleme einzugestehen und Hilfe zu suchen bzw. in Anspruch zu nehmen.

Auch die World Health Organization hat auf die wachsende Aufmerksamkeit für die Gesundheit der Männer reagiert und im Herbst 2018 die „Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern“ für Europa vorgestellt.

Vor diesem Hintergrund erarbeitet das Sozialministerium in Kooperation mit Stakeholdern aus den Bereichen Wissenschaft, Praxis, Bund, Länder und Sozialversicherung eine Österreichische Männergesundheitsstrategie, durch die das nationale Gesundheitssystem noch zielgruppen- und bedürfnisgerechter ausgerichtet werden soll. Österreich ist derzeit damit nach Irland das einzige europäische Land, das eine nationale Männergesundheitsstrategie entwickelt.

Ziel der Strategie ist eine nachhaltige Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins, der Gesundheitskompetenz und der (psychosozialen) Gesundheit von männlichen Jugendlichen, Männern und Senioren in Österreich. Zu dieser Zielsetzung gehört die Stärkung von Eigenverantwortung sowie die Berücksichtigung von damit in Zusammenhang stehenden allgemeinen männerpolitischen Zielen, wie Väterbeteiligung, Gewaltprävention und Integration. Das Projekt soll damit zur Förderung der Lebensqualität von Männern und auch ihrem sozialen Umfeld beitragen.

Bereits im Jahr 2018 fand eine länderübergreifende Fachtagung zum Thema Männergesundheit auf Einladung des Sozialministeriums in Wien statt. Das große Interesse an diesem lange Zeit vernachlässigten Thema und der Wunsch der Teilnehmenden nach weiteren Maßnahmen in diesem Bereich, verdeutlichte die Notwendigkeit einer nationalen Männergesundheitsstrategie. Die Ergebnisse der Tagung können Sie in einem ausführlichen Tagungsband (PDF, 4 MB) nachlesen.

Inhaltlicher Stand: 13. Dezember 2019