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Gesundheitspsychologin, Gesundheitspsychologe

Hier finden Sie Informationen zur Ausbildung, Eintragung in die Liste der Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen, Fort- und Weiterbildung, Datenänderung, Dokumentation, Anerkennung ausländischer Ausbildungen sowie Anerkennung als Ausbildungseinrichtung.

Weitere Informationen finden Sie unter: Erlässe, Empfehlungen, Richtlinien und Informationen

Berufsbild und Tätigkeitsbereich

Die Gesundheitspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie. Sie umfasst unter Einsatz gesundheitspsychologischer Mittel, Aufgaben zur Entwicklung gesundheitsfördernder Maßnahmen und Projekte.

Sie hängt zusammen mit

  • der Förderung und Erhaltung von Gesundheit,
  • den verschiedenen Aspekten gesundheitsbezogenen Verhaltens einzelner Personen und Gruppen,
  • allen Maßnahmen, die der Verbesserung der Rahmenbedingungen von Gesundheitsförderung und Krankheitsverhütung sowie
  • der Verbesserung des Systems gesundheitlicher Versorgung.

Tätigkeitsschwerpunkte sind:

  • mit gesundheitspsychologischen Mitteln durchgeführte Analyse von Personen aller Altersstufen und Gruppen,
  • Erstellung von gesundheitspsychologischen Befunden und Gutachten,
  • gesundheitspsychologische oder fördernde Maßnahmen bei allen Altersstufen und Gruppen,
  • gesundheitspsychologische Analyse und Beratung von Organisationen, Institutionen und Systemen sowie
  • gesundheitspsychologische Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Maßnahmen und Projekten.

Die genannten Tätigkeiten werden eigenverantwortlich ausgeführt, unabhängig davon, ob sie freiberuflich oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses erfolgen.

Die berufsmäßige Ausübung der Gesundheitspsychologie ist den Gesundheitspsychologinnen und -psychologen vorbehalten. Andere Personen, die nicht zur Berufsausübung der Gesundheitspsychologie berechtigt sind, ist die berufsmäßige Ausübung der Gesundheitspsychologie verboten. "Berufsmäßige Ausübung" stellt die regelmäßige und in Ertragsabsicht ausgeübte Tätigkeit dar.

 

Ausbildung

Ausbildung nach dem Psychologengesetz 2013 (Ausbildungsbeginn ab 01.07.2014)

  • Diplomstudium / Bachelor- und Masterstudium in Psychologie (300 ECTS)
  • Postgraduale gesundheitspsychologische Fachausbildung
  • Erwerb theoretischer fachlicher Kompetenz im Gesamtausmaß von zumindest 340 Einheiten
  • Erwerb praktischer fachlicher Kompetenz durch eine psychologische Tätigkeit im Gesamtausmaß von zumindest 1628 Stunden, davon
  • praktische Fachausbildungstätigkeit unter Anleitung von Berufsangehörigen im Rahmen von Arbeitsverhältnissen im Ausmaß von zumindest 1553 Stunden und
  • begleitende Supervision im Ausmaß von zumindest 100 Einheiten und
  • Selbsterfahrung im Ausmaß von zumindest 76 Einheiten

Zumindest 500 Stunden der praktischen Fachausbildungstätigkeit sind zeitgleich mit der theoretischen Ausbildung zu absolvieren.

Weitere Informationen zur praktischen Fachausbildung bei Ausbildungsbeginn nach dem 01.07.2014 entnehmen Sie dem nachstehenden Formular "Rasterzeugnis".

Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Detaillierte Ausführungen zur Qualitätssicherung entnehmen Sie der Information zur Qualitätssicherung Klinische Psychologie / Gesundheitspsychologie (siehe "Erlässe, Empfehlungen, Richtlinien [...]")

Ausbildungseinrichtungen

Die anerkannten theoretischen Ausbildungseinrichtungen entnehmen Sie folgender Datenbank: Ausbildungseinrichtungen für Theorie und Praxis

 

Erlangung der Berufsberechtigung

Voraussetzungen für die selbständige Ausübung des Gesundheitsberufes der Gesundheitspsychologinnen und -psychologen

  • Handlungsfähigkeit in allen Belangen auf die Berufsausübung
  • Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Psychologin bzw. Psychologe
  • Erfolgreiche Absolvierung der fachlichen Kompetenz in der Gesundheitspsychologie
  • Gesundheitliche Eignung
  • Vertrauenswürdigkeit
  • Deutschkenntnisse
  • Berufshaftpflichtversicherung

Eintragung in die Berufsliste

Informationen und Formulare zur Eintrgung in die Liste der Gesundheitspsychologinnen und -psychologen finden Sie nachstehend unter "Formulare".

 

Berufsliste & Datenänderung

Die Kontaktdaten entnehmen Sie folgender Datenbank: Liste der Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen

Der Eintrag in die Liste der Gesundheitspsychologinnen und -psychologen ist der Berechtigungsnachweis für die selbstständige Berufsausübung. Er dient daher auch als Bestätigung über die Berufsberechtigung bei Behörden, Ämter, Unternehmen, etc. (eine Ausstellung einer weiteren/zusätzlichen Bestätigung der erlangten Berufsberechtigung ist gebührenpflichtig).

Zur Gewährleistung der Listenaktualität und Listenwahrheit sind Änderungen Ihrer Kontaktdaten binnen eines Monats dem Gesundheitsressort zu melden.

Folgende Änderungen sind meldepflichtig:

  • Namensänderung
  • Änderung des Berufssitzes oder des Dienstortes
  • Jede Einstellung der Berufsausübung, wenn sie voraussichtlich drei Monate übersteigt (zeitweilig: "Unterbrechung", oder dauernd: "erlöschen")
  • Wiederaufnahme der Berufsausübung (nach "Unterbrechung")
  • Änderung oder Erwerb akademischer Grade

Entsprechend der Änderungsabsicht sind folgende Nachweise in Kopie dem Änderungsformular anzuschließen:

  • bei Namensänderung: beispielsweise Heiratsurkunde
  • bei Ergänzung eines akademischen Grades: beispielsweise Promotions- oder Sponsionsbescheid
  • für Aufnahme der Zusatzbezeichnung in die PsychotherapeutInnenliste: Abschlusszertifikat der fachspezifischen Ausbildungseinrichtung

Bei erforderlichen Änderungen Ihrer Angaben ist das Änderungsformular (ebenfalls nachstehend unter "Formulare" angeführt) zu verwenden und wie folgt zu übermitteln:

  • per E-Mail an: ipp.office@sozialministerium.at
  • oder per Post an: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Abteilung IX/A/3, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

 

Fortbildung

Zu den wesentlichen Berufspflichten der Gesundheitspsychologinnen und -psychologen zählt die Ausübung des Berufes nach bestem Wissen und Gewissen unter Beachtung der Entwicklung der Erkenntnisse der Wissenschaft. Diesem Erfordernis ist insbesondere durch den regelmäßigen Besuch von in- oder ausländischen Fortbildungsveranstaltungen zu entsprechen. (Nähere Informationen sind der Fortbildungsrichtlinie - siehe "Erlässe, Empfehlungen, Richtlinien [...]" - zu entnehmen.)

Fortbildung bei Berufsunterbrechung:

Sofern eine Berufsunterbrechung länger als ein Jahr gegeben ist, sind (je) 30 Fortbildungseinheiten (siehe § 19 PG 2013) innerhalb des letzten Jahres vor der Wiederaufnahme der Berufsausübung zu absolvieren. Da es zu fachlich inhaltlichen Überschneidungen hinsichtlich der Klinischen Psychologie und der Gesundheitspsychologie kommen kann wären in diesem Fall zumindest 40 Fortbildungseinheiten (KPL&GPL) nachzuweisen.

Zu Glaubhaftmachung absolvierter Fortbildungen ist das nachstehende Formular zu verwenden, das per E-Mail an ipp.office@sozialministerium.at zu übermitteln ist.  Die Teilnahmebestätigungen sowie die Bestätigung der Berufshaftpflichversicherung sind anzuschließen.

Sofern eine Berufsunterbrechung länger als fünf Jahre gegeben ist, sind (je) 60 Ausbildungseinheiten (siehe § 19 PG 2013) innerhalb des letzten Jahres vor Wiederaufnahme der Berufsausübung zu absolvieren. Da es zu fachlich inhaltlichen Überschneidungen hinsitlich der Klinischen Psychologie und der Gesundheitspsychologie kommen kann wären in diesem Fall zumindest 80 Ausbildungseinheiten nachzuweisen.

 

Formulare:

Antrag auf Eintragung in die Liste der Gesundheitspsychologinnen und Gesundheits-psychologen gemäß § 18 Abs. 1 Psychologengesetz 2013, BGBl. I Nr. 182/2013; gilt für Personen, deren Ausbildungsbeginn nach dem 01.07.2014 liegt

Rasterzeugnis über den Erwerb praktischer fachlicher Kompetenz im Rahmen der Ausbildung zur Gesundheitspsychologin bzw. zum Gesundheitspsychologen

Nachweis (Glaubhaftmachung) über absolvierte Fortbildungen gemäß Psychologengesetz 2013

Formular zur Änderung der Daten

Meldung der Dokumentationsaufbewahrung gemäß § 35 Psychologengesetz 2013

Ansuchen auf Anerkennung als Ausbildungseinrichtung zum Erwerb theoretischer fachlicher Kompetenz

 

Anerkennung ausländischer Ausbildungen Gesundheitspsychologie

Informationen zu Berufszulassung

Innerhalb der EU gibt es keine einheitlichen Ausbildungen im Bereich der Gesundheitsberufe. Eine inhaltliche Prüfung Ihrer Qualifikation ist daher neben der Überprüfung der sonstigen Voraussetzungen für eine Berufsausübung im Sinne der Sicherheit der Patientinnen und Patienten notwendig. Die Berufszulassung basiert auf den europäischen Richtlinien über die Anerkennung von Berufsqualifikationen.

Nachstehende Informationen und Antragsformblätter sind für Gesundheitspsychologinnen und -psychologen mit einer ausländischen Berufsqualifikation, die in Österreich tätig werden wollen.

Auf die Gebührenpflicht nach dem Gebührengesetz wird hingewiesen!

Allgemeine Informationen zur im Ausland erworbener Qualifikation in der Gesundheitspsychologie zur Erlangung der selbständigen Berusberechtigung in Österreich: Download

Allgemeine Informationen zum Verfahren nach dem EWR-Psychologengesetz zur Erlangung der selbständigen Berufsberechtigung in der Gesundheitspsychologie: Download

„Diese Dokumente sind derzeit leider noch nicht barrierefrei verfügbar. Der Inhalt muss jedoch aufgrund der Wichtigkeit für die Zielgruppe oder dahinterstehender gesetzlicher Verpflichtungen veröffentlicht werden. Die Dokumente werden derzeit nachbearbeitet und ausgetauscht, sobald diese barrierefrei sind.“

 

Formulare:

Prüfung der Gleichwertigkeit der fachlichen Qualifikation in der Gesundheitspsychologie: Download

Eintragung in die Berufsliste der Gesundheitspsychologie für Personen mit ausländischer Qualifikation: Download

 

Antragsstellung:

Für eine Berufszulassung ist eine schriftliche Antragsstellung an das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Radetzkystraße 2, 1030 Wien, mit persönlich unterfertigtem Formblatt erforderlich.

Information: ipp.office@sozialministerium.at

 

Zuletzt akualisiert am:

02.03.2020

Inhaltlicher Stand: 2. März 2020