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Humane Affenpocken

Faktencheck Affenpocken (MPX): Häufig gestellte Fragen

Informationen zu Symptomen, Vorbeugung, bei Verdacht und nach bestätigter Infektion

Weltweit und auch in Österreich gibt es derzeit einen Affenpocken-Ausbruch.

Wenn Sie Beschwerden haben, insbesondere nach risikoreichen Kontakten, dann kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder rufen Sie die Gesundheitshotline 1450 an!

Affenpocken sind eine meldepflichtige Krankheit.

Affenpocken (englisch: Monkeypox, MPX) werden durch das Affenpockenvirus ausgelöst.

  • Direkter Kontakt mit Ausschlägen, Bläschen oder Pusteln von erkrankten Personen, z.B.:
    • Küssen
    • Umarmen
    • Kuscheln
    • Sex
  • Kontakt mit benutzten Gegenständen, z.B.:
    • Handtüchern
    • Bettwäsche
    • Kleidung
    • Geschirr
    • Sexspielzeug
  • Tröpfcheninfektion, z.B.:
    • längere Unterhaltungen mit wenig Abstand

Bei engem Kontakt (inklusive Sexualkontakt) mit erkrankten Personen ist die Wahrscheinlichkeit der Übertragung hoch. Der Inhalt der Bläschen ist hoch ansteckend.

  • Anfangs treten allgemeine Krankheitsbeschwerden (5 bis 21 Tage nach Kontakt mit einer erkrankten Person) auf:
    • Fieber, Schüttelfrost, Erschöpfung
    • Schmerzen: Kopf, Rücken, Muskeln
    • Geschwollene Lymphknoten
  • Hautveränderungen treten nach 1 bis 3 Tagen auf:

Bis zum Abfallen aller Krusten und Abheilen aller Hautveränderungen ist man ansteckend (in der Regel 3-4 Wochen).

  • Normalerweise klingen die Symptome nach wenigen Wochen von selbst ab.
  • In Ausnahmefällen kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen, die auch tödlich enden können:
    • Zusätzliche Infektionen der Haut
    • Lungenentzündung
    • Augenentzündung mit bleibenden Augenschäden
  • Folgende Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Affenpocken:
    • Neugeborene und Kinder (< 12 Jahre)
    • Schwangere
    • Sehr alte Menschen (>80 Jahre)
    • Menschen mit Immunschwäche

  • Strikt auf Hygiene achten
  • Kein enger Kontakt zu erkrankten Personen
  • Kein Kontakt mit von erkrankter Person benutzten Gegenständen
  • Vermeidung von häufig wechselnden und/oder anonymen sexuellen Kontakten

Bei Sexualkontakten bieten Kondome keinen ausreichenden Schutz. Der enge (Haut-)Kontakt (inkl. Sexualkontakt) reicht für eine Übertragung des Virus!

Checkliste: Trifft einer oder treffen mehrere der folgenden Punkte auf mich zu?

  • Habe ich Beschwerden?
  • Hatte ich engen Kontakt zu einer Person, bei der Affenpocken nachgewiesen wurden?
  • Hatte ich in den letzten 21 Tagen viele enge Kontakte?
    • Auch Sexualkontakte?
    • Vor allem zu fremden Menschen?
  • War ich an einem Ort, wo Affenpocken auftreten?

Wenn das zutrifft:

  • Weitere Kontakte strikt vermeiden und auf gute Hygiene achten
  • Kontaktaufnahme mit Arzt oder Ärztin oder der Gesundheitshotline 1450
  • Abklärung bei Arzt oder Ärztin
    • Vorher dort telefonisch anmelden!

  • Enge Kontakte strikt vermeiden
    • Insbesondere zu Risikogruppen
  • Auf Hygiene achten
  • Kontaktaufnahme mit der Gesundheitshotline 1450
    • Halten Sie Informationen über Ihre Beschwerden, eventuelle frühere Pocken-Impfungen, und über den letzten Kontakt zur erkrankten Person bereit
  • Behördlich gemeldete Kontaktpersonen können sich auch nach Kontakt noch impfen lassen, die Impfung sollte nach Kontakt frühestmöglich innerhalb von 4 Tagen erfolgen und ist bis längstens innerhalb von 14 Tagen sinnvoll
    • Nähere Informationen dazu hat die lokale Gesundheitsbehörde
  • Bei Beschwerden Arzt oder Ärztin kontaktieren

  • Behördliche Absonderung bis zum Abheilen aller Hautläsionen:
    • Eine ärztliche Begutachtung bestätigt die Abheilung aller Hautveränderungen
    • Jede Art von Körperkontakt mit anderen Menschen strikt vermeiden
    • Bei Mehrpersonenhaushalt darauf achten, im eigenen Zimmer zu bleiben, idealerweise eigenes WC und Badezimmer benutzen
    • Haushaltsgegenstände, Handtücher, Bettzeug nicht mit anderen Personen teilen
  • Bekanntgabe der Kontaktpersonen an die Gesundheitsbehörde:
    • (enge) Kontakte der vergangenen 21 Tage
    • Kontaktpersonen können sich nach Kontakt impfen lassen
  • Medizinische Betreuung:
    • Bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes Gesundheitshotline 1450 oder Arzt oder Ärztin kontaktieren

Derzeit ist eine begrenzte Anzahl eines Impfstoffes gegen Affenpocken in Österreich verfügbar. Folgende Personen können eine Impfung bekommen:

  • Die vorbeugende Impfung steht für Gesundheitspersonal mit einem hohen Ansteckungsrisiko zur Verfügung, sowie für Personen mit persönlichem Risikoverhalten, das sind Personen mit häufig wechselnden sexuellen Kontakten, insbesondere Männer mit gleichgeschlechtlichen Partnern
  • Im Falle eines Kontakts zu einer an Affenpocken erkrankten Person steht die Impfung auch postexpositionell, also nach Kontakt, zur Verfügung.
    • Nachgewiesene Kontaktperson („postexpositionelle Impfung“)
      • Idealerweise innerhalb von 4 Tagen, längstens 14 Tage nach Kontakt
      • Personen mit persönlichem Risikoverhalten, also Personen mit häufig wechselnden sexuellen Kontakten, insbesondere Männer mit gleichgeschlechtlichen Partnern

  • Die Impfung wird über die Gesundheitsbehörden veranlasst
  • Wenn Sie eine Kontaktperson oder eine Person mit Risiko sind, wenden Sie sich an Ihre lokal zuständige Gesundheitsbehörde

  • Bei Verdacht auf eine Affenpocken-Infektion erfolgt die weitere Abklärung durch einen Arzt oder eine Ärztin

Eine telefonische Voranmeldung ist erforderlich [Siehe auch: Was mache ich bei Verdacht auf Affenpocken?]

Allgemeine Informationsmaterialien

Materialien zu Risikokommunikation und Community Engagement (ECDC)

Unter folgendem Link finden Sie von ECDC veröffentlichte Empfehlungen und Materialien im Bereich Risikokommunikation und Community Engagement:

Risk communication and community engagement (RCCE) resources for the 2022 monkeypox outbreak (europa.eu)

Fachinformationen

Informationen zur Impfung finden Sie unter:

Die Therapie ist symptomatisch und supportiv, wobei das Verhindern von bakteriellen Superinfektionen hervorzuheben ist. Tecovirimat wurde 2022 in der EU auch zur Behandlung von Affenpocken zugelassen. Es kann als Therapieoption insbesondere für immunsupprimierte Personen erwogen werden. (Tecovirimat wurde zur Behandlung von Orthopockenvirus-Infektionen entwickelt.)

Letzte Aktualisierung: 27. September 2022