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Nanotechnologie

Nanotechnologien gelten als Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie bieten für zahlreiche Anwendungsfelder vielversprechende Zukunftsperspektiven.

Einige künftige bzw. auch bereits gegenwärtig erfolgende Anwendungen von Nanotechnologien liegen in Produktbereichen, die in die Zuständigkeit des Ressorts fallen. Es handelt sich um:

  • Arzneimittel
  • Medizinprodukte
  • Kosmetika
  • Verpackungsmaterialien für Lebensmittel
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • und nicht zuletzt um Lebensmittel als solche

Nanomaterialien können neben Chancen auch Risiken bergen unter anderem deshalb, weil sie wegen ihrer großen spezifischen Oberfläche eine besonders hohe Reaktivität besitzen können.

Im Zusammenhang mit einer verantwortungsvollen Entwicklung und Anwendung der Nanotechnologien sind vor allem drei Aspekte wesentlich:

  1. Eine verständliche, ausgewogene und transparente Kommunikation zu Nutzen und Risiken der Nanotechnologien.
  2. Die Etablierung einer unabhängigen Sicherheitsforschung.
  3. Die internationale Vernetzung, das heißt die Einbindung der österreichischen Fachleute in die entsprechenden internationalen Prozesse.

 

Österreichischer Aktionsplan Nanotechnologie

Die Nutzung potentieller Chancen der Nanotechnologie, das Erkennen und Vermeiden möglicher Risiken sowie eine umfassende, sachliche Information der Bevölkerung kann nur durch Zusammenarbeit aller in das Thema involvierten Akteurinnen und Akteuren erreicht werden.

Aus diesem Grund wurde eine interministerielle Plattform für die Erstellung eines "Österreichischen Aktionsplans für Nanotechnologie" ins Leben gerufen. Es beteiligten sich daran  alle in Österreich mit Nanotechnologie befassten Ministerien (BMNT, BMASGK, BMVIT, BMBWF) sowie zahlreiche österreichische Expertinnen und Experten anderer wichtiger Institutionen (unter anderem Nichtregierungsorganisationen, Sozialpartner, Bundesländer, Wirtschaft und Forschung, Kammern).

Der Österreichische Aktionsplan Nanotechnologie verfolgt mehrere Ziele:

  • Darstellung der bereits erfolgenden Aktivitäten national/international
  • Aufzeigen von möglichen Chancen in/für Österreich
  • Identifizierung möglicher Risiken für Mensch/Umwelt sowie vorhandener Wissenslücken

Daraus folgend liegt der Schwerpunkt auf der Formulierung des österreichischen Handlungsbedarfs sowie konkreter Maßnahmen auf nationaler, EU- und internationaler Ebene (zum Beispiel Österreichische Forschungsprojekte, Förderprogramme, Ausarbeitung von Empfehlungen für Mitgestaltung gesetzlicher Vorgaben unter Miteinbeziehung der Entwicklungen in EU/global, Maßnahmen zur Schließung von Wissenslücken). Das Kernstück des Aktionsplans bilden rund 50 Empfehlungen für Maßnahmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Im Aktionsplan Nanotechnologie (ÖNAP) sind eine Reihe von konkreten Maßnahmen und Empfehlungen mit drei Schwerpunkten enthalten:

  • die Chancen der Nanotechnologie (zum Beispiel für Medizin und Umwelttechnologie) sollen in Österreich vermehrt genutzt werden
  • Wissenslücken im Bereich Sicherheit sollen geschlossen werden
  • die Zusammenarbeit der betroffenen Stellen und die Information für die Öffentlichkeit sollen verstärkt werden

An der Umsetzung des ÖNAP waren mehr als 20 verschiedene Organisationen beteiligt. Ein entsprechender Umsetzungsbericht wurde am 11. Juni 2013 von der Bundesregierung angenommen.

Ein Schlüsselbereich des ÖNAP ist die Stärkung der Kommunikation und die Information bestimmter Zielgruppen insbesondere auch der interessierten Öffentlichkeit durch das Nano-Informationsportal. Unter der Federführung des BMASGK wurde damit dem Bedürfnis der Öffentlichkeit nach sachlicher und verständlicher Information über Grundlagen, Chancen und Risiken der Nanotechnologien Rechnung getragen.

 

Zusatzinformation zum Thema:

NAP Umsetzungsbericht (de)

Weitere Informationen siehe nanoinformation.at:

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Inhaltlicher Stand: 8. Oktober 2019