Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Abschrift: Invaliditätspension neu

Es informiert Mag. Christian Moser - Sektion Sozialversicherung

Die Regelungen betreffend die Invaliditätspension Neu  sind mit 1.1.2014 in Kraft getreten.

Eine Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension gibt es nur noch bei dauerhafter, aber nicht mehr bei vorübergehender Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit.

Der Begriff Invalidität gilt für Arbeiter und Arbeiterinnen und der Begriff Berufsunfähigkeit gilt für Angestellte.

Die befristete Invaliditätspension wird für alle Personen, die nach dem 31.12.1963 geboren sind, vollständig abgeschafft. Für davor geborene Personen, hat sich an der bisher gültigen Regelung nichts geändert.

Mit der Invaliditätspension Neu soll bewirkt werden, dass sich die Zahl der Invaliditätspensionen verringert und eine verstärkte Arbeitsmarktintegration von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen gelingt. Dafür werden medizinische bzw. berufliche Maßnahmen der Rehabilitation gewährt. Der Vorteil ist, dass die betroffenen Personen wieder ins Berufsleben eingegliedert werden können; dadurch gehen sie später in Pension und erhalten dadurch wiederum höhere Pensionen.

Wenn jemand vorübergehend so schwer krank ist, dass er nicht arbeiten kann, also invalid ist, dann erhält er eine Krankenbehandlung und Rehabilitationsgeld von der Gebietskrankenkasse und – wenn zweckmäßig - medizinische Rehabilitationsmaßnahmen aus der Pensionsversicherung.

Wer seinen Beruf durch Krankheit nicht mehr ausüben kann, erhält vom AMS eine Umschulung in einen vergleichbaren Beruf, d.h. berufliche Maßnahmen der Rehabilitation und Umschulungsgeld. Solche Maßnahmen können grundsätzlich nur Versicherten gewährt werden, die einen Beruf erlernt und ausgeübt haben, d.h. Berufsschutz haben. Ungelernte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen haben keinen Berufsschutz und können daher auf den gesamten Arbeitsmarkt verwiesen werden.

Die Umschulung soll gesundheitlich Sinn machen und Beschäftigungschancen eröffnen. 

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