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Abschrift: Stress

Gehört Stress im Arbeitsalltag nicht dazu? Es informiert Mag.a. Julia Steurer, Expertin für psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz

Oft hört man, dass Stress halt zum Job dazu gehört. Stress wird ebenso wie psychische Belastung sehr unterschiedlich verstanden und interpretiert. Sprechen wir in der Arbeitswelt von Stress, kennzeichnet dieser in erster Linie ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitsanforderungen und den Möglichkeiten, diese zu bewältigen. Wird dieser Widerspruch als unangenehm, bedrohlich oder gefährlich erlebt, löst das negative Gefühle wie Angst, innere Anspannung, Hilflosigkeit usw. aus und verändert körperliche Abläufe.

Kurzfristig ist der Mensch optimal ausgestattet damit klar zu kommen, wenn die Arbeit mal nicht rund läuft, häufen sich aber die Belastungen, wie z.B. Unterbrechungen, unklare Arbeitsanweisungen, wird man in der vorgesehen Arbeitszeit mit Arbeit nicht mehr fertig oder anderes, dann leidet die Qualität der Arbeit aber auch der Mensch, der eine früher, die andere später.

Stress und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz sind übrigens ein gesamteuropäisches Problem. Die Folgen reichen von Depressionen und Schlafstörungen über Burnout und Magen-Darm-Störungen bis hin zu ernsten körperlichen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf- und Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Neben dem dadurch entstehenden menschlichen Leid ist auch der Kostenfaktor beachtlich, die durch Stress verursachten direkten und indirekten Kosten betragen im EU-Schnitt laut Studien etwa zwei bis fünf Prozent des BIP, es handelt sich also um Milliardenbeträge

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