Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Abschrift: Pflegende Angehörige

Der Großteil der pflegebedürftigen Personen wünscht sich in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden. Deswegen ist es dem Sozialministerium auch ein großes Anliegen einerseits durch das Pflegegeld einen finanziellen Beitrag zu leisten andererseits aber auch die Angehörigen bei dieser wertvollen und oftmals anstrengenden Tätigkeit zu unterstützen.

Die Unterstützungsangebote nehmen dabei auch Rücksicht auf die jeweiligen unterschiedlichen Lebenssituationen.

Wenn beispielsweise der Wunsch nach einer 24-Stunden-Betreuung vorliegt, so gibt es eine Förderung für die Kosten der 24-Stunden-Betreuung. Wenn Personen zuhause von den Angehörigen gepflegt werden und die Hauptbetreuungsperson für eine bestimmte Zeit an der Pflege verhindert ist, so gibt’s bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auch ein Zuschuss für die Kosten die entstehen wenn in diesem Zeitraum eine Ersatzpflege organisiert und bezahlt werden muss.

Für berufstätige Personen bzw. Personen die eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung beziehen besteht die Möglichkeit sich um Angehörige zu kümmern und eine sogenannte Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit zu vereinbaren. Während dieser Zeit hat man einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenzgeld und man ist Pensions- und Krankenversichert.

Wenn Personen aufgrund der Pflegebedürftigkeit von Angehörigen keine Berufstätigkeit ausüben können oder die Berufstätigkeit beenden werden vom Bund die Kosten für die weiterführende Pensions- und Krankenversicherung übernommen.

Ab 2015 besteht überdies noch die Möglichkeit bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern um einen kostenlosen Hausbesuch anzusuchen. Diese Hausbesuche werden von diplomierten PflegerInnen durchgeführt und werden hilfreiche Tipps zum Thema Pflege und zu weiteren Hilfestellungen gegeben.

Pflegende Angehörige, die bei einem solchen Hausbesuch psychische Belastungen angeben, können überdies ab 2015 ein kostenlos unterstützendes Angehörigengespräch beantragen.

Zu sämtlichen Unterstützungsangeboten empfiehlt sich auf jeden Fall die weiterführende Information auf der Homepage des Sozialministeriums oder unter http://www.pflegedaheim.at/

Es informiert: Mag. Alexander Miklautz, Referent für Pflegevorsorge im Sozialministerium

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