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Abschrift: Beantragung des Pflegegelds

Seit der Pflegegeldreform im Jahr 2012 gibt es nur noch 5 Entscheidungsträger, die für ein Pflegegeld zuständig sind.

Das sind Pensionsversicherungsanstalt, die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau, die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern.

Grundsätzlich gilt, dass Personen, die eine Pension oder eine Rente beziehen, das Pflegegeld bei dieser Stelle, die diese Leistung auszahlt, beantragen können. Personen, die noch keine Pension oder Rente beziehen, können den Antrag auf Pflegegeld bei der Pensionsversicherungsanstalt stellen.

Wird der Antrag bei einer unzuständigen Stelle gestellt, so wird dieser automatisch an die zuständige Stelle weitergeleitet.

Wichtig für den Bezug des Pflegegeldes ist der Zeitpunkt der Antragstellung, da das Pflegegeld ab dem auf die Antragstellung folgenden Monat gebührt. Das bedeutet, dass wenn beispielsweise der Antrag am 30. September über Entscheidungsträger einlangt, gebührt das Pflegegeld ab 1. Oktober. Gelangt der Antrag jedoch am 1. Oktober ein, so gebührt das Pflegegeld erst ab 1.November.

Die Anträge auf Pflegegeld können grundsätzlich formlos eingebracht werden, jedoch um eine möglichst schnelle Erledigung des Antrages zu erreichen, empfiehlt es sich, das beim Sozialministerium, beim Sozialministeriumservice oder bei den Entscheidungsträgern aufliegende Antragsformblatt zu verwenden.

Die durchschnittliche Dauer des Pflegegeldverfahrens beträgt im Schnitt unter 60 Tage.

Es informiert: Mag. Alexander Miklautz, Referent für Pflegevorsorge im Sozialministerium

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