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Abschrift: Teilpension – erweiterte Altersteilzeit

Es informiert: Susanne Slovatsek - Sektion Sozialversicherung

Teilpension bedeutet die Kombination von Arbeit und Freizeit. Deshalb ist die Teilpension  im Wesentlichen keine Pensionsleistung sondern eine neue Form der Altersteilzeit. Mit diesem Modell können Personen, die die Anspruchsvoraussetzungen für die Korridorpension erfüllen und das 62. Lebensjahr vollendet haben, bis zum Erreichen des Regelpensionsalters weiter am Erwerbsleben teilhaben und gleichzeitig mehr Freizeit beanspruchen. Das Regelpensionsalter ist bei Männern das 65. und bei Frauen das 60. Lebensjahr. Die Teilpension gilt grundsätzlich für Männer und Frauen in gleicher Weise. Durch die schrittweise Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters ab dem Jahr 2024 können Frauen die Teilpension somit erst ab 1.7.2027 in Anspruch nehmen.

Die Teilpension sieht eine wöchentliche Arbeitszeitreduktion im Ausmaß von 40 – 60 % vor. Es ist nicht möglich, die Freizeitphase geblockt in Anspruch zu nehmen.

Für die entfallende Arbeitszeit bezahlt das Arbeitsmarktservice 50 Prozent Lohnausgleich, wodurch das Gehalt nur halb so stark sinkt wie die Arbeitszeit. Wenn also jemand in der Teilpension z.B. 50 Prozent arbeitet, bekommt er 75 Prozent Gehalt. Die Sozialversicherungsbeiträge werden aber weiterhin zu 100 Prozent des vorhergehenden Lohns entrichtet. Den Arbeitgebern werden die Kosten dafür zu 100 Prozent vom Arbeitsmarktservice abgegolten, wodurch der Anreiz geschaffen wird, ältere Arbeitnehmer weiterhin zu beschäftigen.

Die durch die Teilpension entstehenden Einsparungen bei der Korridorpension und die zusätzlichen Sozialversicherungsabgaben durch längere Beschäftigung überwiegen die Ausgaben.

Die Altersteilzeit und die Teilpension können insgesamt als geförderter Zeitraum einer Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich längstens 5 Jahre in Anspruch genommen werden.

 

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