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Abschrift: Warum AusBildung bis 18?

Bildung und berufliche Ausbildungen sind der Schlüssel für eine gesicherte Zukunft junger Menschen.

Österreich ist mit neun Pflichtschuljahren eines der Schlusslichter innerhalb der EU und international generell nur im Mittelfeld. Für die gesellschaftliche Teilhabe ebenso wie für die Anforderungen die der Arbeitsmarkt an BerufseinsteigerInnen sind neun Jahre Bildung vielfach nicht mehr ausreichend.

Die meisten Jugendlichen setzen nach dem Ende der neunjährigen Schulpflicht ohnehin den Schulbesuch fort oder eine beginnen eine Lehre. Für etwa 5.000 Jugendliche pro Jahrgang trifft dies aber nicht zu. Sie brechen ihre Bildungslaufbahn ab, nehmen Hilfstätigkeiten an oder ziehen sich phasenweise ganz aus den Systemen Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt zurück. Ein solch schlechter Start in das Berufsleben zieht lebenslange schwerwiegende Folgen für die Betroffenen nach sich:

Junge Menschen, die nur die Pflichtschule besucht haben, haben ein dreifaches Risiko, arbeitslos zu werden, und ein vierfaches Risiko, nur eine Hilfsarbeit zu bekommen. Das Einkommen von Menschen mit wenig Ausbildung bleibt häufig ihr ganzes Leben lang gering, auch in der Pension.
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