Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Abschrift: Was ist neu 2018

Es informiert: Susanne Slovatsek - Sektion Sozialversicherung

Pensionserhöhung

Der Anpassungsfaktor für das Jahr 2018 beträgt 1,016.

Darüber hinaus werden für das Jahr 2018 an die Bezieher und Bezieherinnen geringerer Pensionen auf gesetzlichem Weg zusätzliche Zahlungen geleistet. Die nach dem Gesamtpensionseinkommen abgestufte Pensionserhöhung für das Jahr 2018 trägt eine soziale Komponente in sich.

Das Gesamtpensionseinkommen ist zu erhöhen,

▪ 1. wenn es nicht mehr als 1.500,0 Euro monatlich beträgt, um 2,2 %;

▪ 2. wenn es über 1.500,0 Euro bis zu 2.000,0 Euro monatlich beträgt, um 33,0 Euro;

▪ 3. wenn es über 2.000,0 Euro bis zu 3.355,0 Euro monatlich beträgt, um 1,6 %;

▪ 4. wenn es über 3.355,0 Euro bis zu 4.980,0 Euro monatlich beträgt, um einen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 1,6 % auf 0 % linear absinkt.

▪ Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als 4.980,0 Euro monatlich, findet keine Erhöhung statt.

Die Ausgleichszulagenrichtsätze werden im Jahr 2018 nicht 1,6 % sondern um 2,2 % angepasst. Sie betragen demnach im Jahr 2018 für Alleinstehende 909,42 Euro und für Verheiratete 1.363,52 Euro.

Besonderer Ausgleichszulagen-Einzelrichtsatz

Die Höhe des Richtsatzes für die Ausgleichszulage beträgt für alleinstehende Pensionsberechtigte 1.022,0 Euro, wenn mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben wurden.

Alterssicherungskommission

Die Alterssicherungskommission ersetzt die bisherige Kommission zur langfristigen Pensionssicherung. Die Alterssicherungskommission ist ein deutlich verkleinertes Gremium von Experten und Expertinnen mit erweitertem Aufgabenbereich und unterzieht nicht nur den Bereich der gesetzlichen Pensionsversicherung einem Monitoring sondern nun auch den Bereich der Pensionen des öffentlichen Dienstes.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich aktuell die Alterssicherungskommission noch nicht konstituiert hat.


Selbstversicherung für Zeiten der Pflege eines behinderten Kindes

Um pensionsrechtliche Härten für Personen zu vermeiden, die während der Pflege eines behinderten Kindes teilzeitbeschäftigt waren, ist auch die rückwirkende Anrechnung von - wie bisher - bis zu zehn Jahren möglich, wenn die zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Voraussetzungen während der Pflegezeiten erfüllt waren. Das ist insbesondere die überwiegende Beanspruchung der Arbeitskraft.

Präsenzdiener

In der Vergangenheit wurde der Präsenzdienst als freiwillig verlängerter Grundwehrdiener bzw. als Zeitsoldat bedeutend über den Zeitraum von 30 Monaten hinaus geleistet. Die Beschränkung, wonach Zeiten der Leistung des Präsenzdienstes für die Erfüllung der Voraussetzungen für den Anspruch auf Langzeitversicherungspension nur im Ausmaß von höchstens 30 Monaten als Beitragsmonate (auf Grund einer Erwerbstätigkeit) berücksichtigt werden, entfällt (für Pensionsstichtage ab 1. Juli 2017).

 

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