Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Abschrift: Der Richtwert als Grundlage der Pensionserhöhung

Es informiert Mag. Peter Neuberger - Leiter der Abteilung Finanzierung der Pensionsversicherung

Die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz hat für jedes Kalenderjahr den Anpassungsfaktor festzusetzen, wobei auf den so genannten Richtwert Bedacht zu nehmen ist.

Bei der Ermittlung des Richtwertes wird die Erhöhung der Verbraucherpreise, also die Inflationsrate, berücksichtigt. Der Richtwert entspricht der durchschnittlichen Erhöhung der Verbraucherpreise von August des Vorjahres bis Juli des laufenden Jahres. Die Berechnung des Richtwertes ist gesetzlich geregelt. Der Anpassungsfaktor ist jedes Jahr bis spätestens 30. November unter Bedachtnahme auf den Richtwert durch Verordnung festzusetzen.

Der Richtwert für das Jahr 2018 lautet 1,016.

Abweichend davon wird die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2018 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorgenommen:

Das Gesamtpensionseinkommen ist zu erhöhen,

▪ 1. wenn es nicht mehr als 1.500,0 Euro monatlich beträgt, um 2,2 %;

▪ 2. wenn es über 1.500,0 Euro bis zu 2.000,0 Euro monatlich beträgt, um 33,0 Euro;

▪ 3. wenn es über 2.000,0 Euro bis zu 3.355,0 Euro monatlich beträgt, um 1,6 %;

▪ 4. wenn es über 3.355,0 Euro bis zu 4.980,0 Euro monatlich beträgt, um einen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 1,6 % auf 0 % linear absinkt.

Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als 4.980,0 Euro monatlich, findet keine Erhöhung statt.

Die Ausgleichszulagenrichtsätze werden 2018 um 2,2 % angepasst. Sie betragen demnach im Jahr 2018 für Alleinstehende 909,42 Euro und für Verheiratete 1.363,52 Euro. Die Höhe des Richtsatzes für die Ausgleichszulage beträgt für alleinstehende Pensionsberechtigte 1.022,0 Euro, wenn mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben wurden.

Weiters hat die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz für das folgende Kalenderjahr die Aufwertungszahl, die Höchstbeitragsgrundlage, die Aufwertungsfaktoren sowie weitere feste Beträge zu ermitteln und kund zumachen. Die Aufwertungszahl ist die Basis für veränderliche Werte wie unter anderem die Höchstbeitragsgrundlage und die Geringfügigkeitsgrenze. Die Aufwertungszahl wird aus der Steigerungsrate der durchschnittlichen Beitragsgrundlage berechnet. Die durchschnittliche Beitragsgrundlage entspricht in etwa dem durchschnittlichen Bruttoeinkommen. Für die


Berechnung der Aufwertungszahl 2018 werden die durchschnittlichen Beitragsgrundlagen der Jahre 2015 und 2016 herangezogen.

Die Aufwertungszahl für das Jahr 2018 lautet 1,029. Die Höchstbeitragsgrundlage für Versicherte im ASVG im Jahr 2018 beträgt 5.130,0 Euro.

nach oben