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Abschrift: Der Richtwert als Grundlage der Pensionserhöhung

Es informiert Mag. Peter Neuberger - Leiter der Abteilung Finanzierung der Pensionsversicherung Die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz hat für jedes Kalenderjahr den Anpassungsfaktor festzusetzen, wobei auf den so genannten Richtwert Bedacht zu nehmen ist. Bei der Ermittlung des Richtwertes wird die Erhöhung der Verbraucherpreise, also die Inflationsrate, berücksichtigt. Der Richtwert entspricht der durchschnittlichen Erhöhung der Verbraucherpreise von August des Vorjahres bis Juli des laufenden Jahres. Die Berechnung des Richtwertes ist gesetzlich geregelt. Der Anpassungsfaktor ist jedes Jahr bis spätestens 30. November unter Bedachtnahme auf den Richtwert durch Verordnung festzusetzen. Der Richtwert für das Jahr 2019 lautet 1,020. Abweichend davon wird die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2019 nicht mit dem Anpassungsfaktor, sondern wie folgt vorgenommen: Das Gesamtpensionseinkommen ist zu erhöhen - wenn die Pension nicht mehr als 1.115,0 Euro beträgt, um 2,6 %; - wenn die Pension über 1.115,0 Euro bis zu 1.500,0 Euro beträgt, um jenen Prozentsatz, der zwischen den genannten Werten von 2,6 % auf 2 % linear absinkt; - wenn die Pension über 1.500,0 Euro bis zu 3.402,0 Euro beträgt, um 2%; - wenn die Pension über 3.402,0 Euro beträgt, um 68,0 Euro. Die Ausgleichszulagenrichtsätze werden 2019 um 2,6 % angepasst. Sie betragen demnach im Jahr 2019 für Alleinstehende 933,06 Euro und für Verheiratete 1.398,97 Euro. Die Höhe des Richtsatzes für die Ausgleichszulage beträgt für alleinstehende Pensionsberechtigte 1.048,57 Euro, wenn mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben wurden. Weiters hat die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz für das folgende Kalenderjahr die Aufwertungszahl, die Höchstbeitragsgrundlage, die Aufwertungsfaktoren sowie weitere feste Beträge zu ermitteln und kundzumachen. Die Aufwertungszahl ist die Basis für veränderliche Werte wie unter anderem die Höchstbeitragsgrundlage und die Geringfügigkeitsgrenze. Die Aufwertungszahl wird aus der Steigerungsrate der durchschnittlichen Beitragsgrundlage berechnet. Die durchschnittliche Beitragsgrundlage entspricht in etwa dem durchschnittlichen Bruttoeinkommen. Für die Berechnung der Aufwertungszahl 2019 werden die durchschnittlichen Beitragsgrundlagen der Jahre 2016 und 2017 herangezogen. Die Aufwertungszahl für das Jahr 2019 lautet 1,020. Die Höchstbeitragsgrundlage für Versicherte im ASVG im Jahr 2019 beträgt 5.220,0 Euro.
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