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Abschrift: Hinterbliebenenpension

Es informiert Susanne Slovatsek - Sektion Sozialversicherung

Zu Hinterbliebenenpensionen zählen die Witwen-/oder Witwerpension und die Waisenpension. Alle Bestimmungen, die für die Witwenpension gelten, gelten genauso für die Witwer als auch für hinterbliebene eingetragene Partnerinnen und Partner. Bei den Hinterbliebenenpensionen leiten sich die Ansprüche der Hinterbliebenen von den Ansprüchen ab, die der oder die Verstorbene selbst gegenüber der Pensionsversicherung hätte. Witwenpension Die Höhe der Witwenpension beträgt zwischen 0 und 60 % der Pension, auf die der verstorbene Ehepartner/eingetragene Partner Anspruch gehabt hat oder hätte, und hängt vom Einkommen der verstorbenen Person sowie vom Einkommen der Hinterbliebenen in den letzten 2 Kalenderjahren vor dem Todesfall ab. War jedoch das Einkommen der verstorbenen Person in den letzten zwei Jahren durch Krankheit bzw. Arbeitslosigkeit vermindert, werden die letzten vier Kalenderjahre vor dem Zeitpunkt des Todes herangezogen. Wenn die Witwenpension zuzüglich eines weiteren eigenen Einkommens im Jahr 2019 nicht 1.995,25 Euro erreicht, dann ist die Pension entsprechend zu erhöhen. Es dürfen aber 60 % der Pension der verstorbenen Person dabei nicht überschritten werden. Wenn die Witwenpension gemeinsam mit einer Eigenpension oder einem Erwerbseinkommen 8.460,0 Euro übersteigt, dann vermindert sich die Pension um den Überschreitungsbetrag bis auf null. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, gebührt zu einer Hinterbliebenenpension auch eine Ausgleichszulage. Dauer der Witwenpension In folgenden Fällen besteht ein Anspruch auf Witwenpension lediglich für die Dauer von 30 Kalendermonaten nach dem Tod des Ehepartners und erlischt danach ohne weiteres Verfahren: Fall 1: Die Witwe war beim Tod des Ehepartners noch nicht 35 Jahre alt. Fall 2: Die Witwe hatte zum Zeitpunkt des Todes des Ehepartners das 35. Lebensjahr schon vollendet und der verstorbene Ehepartner war bei der Eheschließung bereits Pensionist. Fall 3: Die Witwe hatte zum Zeitpunkt des Todes des Ehepartners das 35. Lebensjahr schon vollendet und der verstorbene Ehepartner war bei der Eheschließung zwar noch nicht Pensionist, aber bereits älter als 65 (Mann) bzw. 60 (Frau). Die Witwenpension gebührt jedoch ohne zeitliche Befristung, wenn: in der (durch die) Ehe ein Kind geboren (legitimiert) wurde oder die Witwe zum Zeitpunkt des Todes des Ehepartners schwanger war oder zum Zeitpunkt des Todes des Ehepartners dem Haushalt der Witwe ein Kind des Verstorbenen angehörte, das Anspruch auf Waisenpension hat oder die Ehe von Personen geschlossen wurde, die bereits früher miteinander verheiratet gewesen sind und bei Fortdauer der früheren Ehe keine zeitliche Begrenzung auszusprechen wäre oder die Ehe eine bestimmte Mindestdauer bestanden hat. Die Mindestdauer der Ehe für einen unbefristeten Pensionsanspruch beträgt in Fällen nach: Fall 1: 10 Jahre Fall 2: 3 Jahre bei einem Altersunterschied bis zu 20 Jahren 5 Jahre bei einem Altersunterschied von mehr als 20 bis zu 25 Jahren 10 Jahre bei einem Altersunterschied von mehr als 25 Jahren Fall 3: 2 Jahre Ist die Witwe bei Ablauf der befristeten Pension invalid und wird spätestens innerhalb von drei Monaten nach dem Wegfall eine Weitergewährung beantragt, gebührt die Witwenpension für die Dauer der Invalidität weiter. Waisenpension Waisenpensionen gebühren grundsätzlich bis zum 18. Lebensjahr und bei Schul- und Berufsausbildung oder Erwerbsunfähigkeit bei Vorliegen der Voraussetzungen auf Antrag auch darüber hinaus. Die Basis für die Berechnung der Waisenpension bildet immer eine 60-prozentige Witwen- oder Witwerpension. Einfach verwaiste Kinder erhalten 40 % bzw. doppelt verwaiste Kinder 60 % der Witwen- bzw. Witwerpension.

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