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Abschrift: Hinterbliebenenpension

Es informiert Susanne Slovatsek - Sektion Sozialversicherung

Zu Hinterbliebenenpensionen zählen die Witwen-/oder Witwerpension und die Waisenpension. Alle Bestimmungen, die für die Witwenpension gelten, gelten genauso für die Witwer.

Bei den Hinterbliebenenpensionen leiten sich die Ansprüche der Hinterbliebenen von den Ansprüchen ab, die der oder die Verstorbene selbst gegenüber der Pensionsversicherung hätte.

Die Höhe der Witwenpension beträgt zwischen 0 und 60 % der Pension der Verstorbenen und hängt vom Gesamteinkommen der Hinterbliebenen ab sowie vom Gesamtfamilieneinkommen in den letzten zwei Kalenderjahren vor dem Todesfall. Wenn es für die Hinterbliebenen günstiger ist, können auch die letzten vier Kalenderjahre herangezogen werden.

Wenn die Witwenpension zuzüglich eines weiteren eigenen Einkommens im Jahr 2018 nicht 1.956,13 Euro erreicht, dann ist die Pension entsprechend zu erhöhen. Es dürfen aber 60 % der Pension der Verstorbenen dabei nicht überschritten werden.

Wenn die Witwenpension gemeinsam mit einer Eigenpension oder einem Erwerbseinkommen im Jahr 2018 8.460 Euro übersteigt, dann vermindert sich die Pension um den Überschreitungsbetrag bis auf null.

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, gebührt zu einer Hinterbliebenenpension auch eine Ausgleichszulage.

Waisenpensionen gebühren grundsätzlich bis zum 18. Lebensjahr und bei Schul- und Berufsausbildung oder Erwerbsunfähigkeit auf besonderen Antrag auch darüber hinaus. Einfach verwaiste Kinder erhalten 24 % und doppelt verwaiste Kinder 36 % der Pension des oder der Verstorbenen.

Dauer der Witwenpension

In folgenden Fällen besteht ein Anspruch auf Witwenpension lediglich für die Dauer von 30 Kalendermonaten nach dem Tod des Ehepartners und erlischt danach ohne weiteres Verfahren:

▪ Fall 1: Die Witwe war beim Tod des Ehepartners noch nicht 35 Jahre alt.

▪ Fall 2: Die Witwe hatte zum Zeitpunkt des Todes des Ehepartners das 35. Lebensjahr schon vollendet und der verstorbene Ehepartner war bei der Eheschließung bereits Pensionist.

▪ Fall 3: Die Witwe hatte zum Zeitpunkt des Todes des Ehepartners das 35. Lebensjahr schon vollendet und der verstorbene Ehepartner war bei der Eheschließung zwar noch nicht Pensionist, aber bereits älter als 65 (Mann) bzw. 60 (Frau).

Ist die Witwe bei Ablauf der befristeten Pension invalid und wird spätestens innerhalb von drei Monaten nach dem Wegfall eine Weitergewährung beantragt, gebührt die Witwenpension für die Dauer der Invalidität weiter.

Die Witwenpension gebührt jedoch ohne zeitliche Befristung, wenn:

▪ in der (durch die) Ehe ein Kind geboren (legitimiert) wurde oder

▪ die Witwe im Zeitpunkt des Todes des Ehepartners schwanger war oder

▪ im Zeitpunkt des Todes des Ehepartners dem Haushalt der Witwe ein Kind des Verstorbenen angehörte, das Anspruch auf Waisenpension hat oder

▪ die Ehe von Personen geschlossen wurde, die bereits früher miteinander verheiratet gewesen sind und bei Fortdauer der früheren Ehe keine zeitliche Begrenzung auszusprechen wäre oder

▪ die Ehe eine bestimmte Mindestdauer bestanden hat.

 

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