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Abschrift: Pensionskonto und Pensionsberechnung

Es informiert Susanne Slovatsek - Sektion Sozialversicherung

Pensionskonto

Das neue Pensionskonto gibt es seit 1. Jänner 2014.

Für Personen, die ab 01.01.1955 geboren sind und bis zum 31.12.2004 mindestens einen Versicherungsmonat erworben haben, beginnt das Pensionskonto mit der Kontoerstgutschrift. Sie erhielten ihre Kontoerstgutschrift per Post. Das gilt auch für pensionsnahe Jahrgänge.

Mit der Kontoerstgutschrift werden Sie über die Höhe Ihres Kontostandes im Pensionskonto informiert. Sie ist das „Startkapital“ im neuen Pensionskonto. Die Höhe der Kontoerstgutschrift wird aus Versicherungszeiten und Beitragsgrundlagen berechnet, die bis zum 31.12.2013 in der österreichischen Pensionsversicherung erworben wurden.

Für Personen, die erst ab 2005 Versicherungszeiten erworben haben, sind die Pensionsansprüche bereits in Form von jährlichen Teilgutschriften im Pensionskonto gespeichert. Auch diese Personengruppe erhält den aktuellen Stand ihres Pensionskontos zugeschickt.

Für jedes weitere Jahr ab 2014, in welchem Versicherungszeiten erworben werden, kommt es zu einer Teilgutschrift.

Die Teilgutschriften werden berechnet, indem die jährlichen Beitragsgrundlagen mit dem Kontoprozentsatz von 1,78 multipliziert werden. Gemeinsam mit der Kontoerstgutschrift bilden die Teilgutschriften die Gesamtgutschrift. Die Gesamtgutschrift geteilt durch 14 ergibt zum Regelpensionsalter die monatliche Bruttoalterspension.

Sie können jederzeit den aktuellen Stand Ihres Pensionskontos online abfragen.

Mit jeder weiteren Beitragszahlung erhöht sich der Stand des Pensionskontos. Je später der Pensionsantritt, desto höher die Pension.

Ein Pensionsantritt vor oder nach dem Regelpensionsalter führt zu Zu- oder Abschlägen.

Ein Pensionsantritt nach dem Regelpensionsalter erhöht die Pensionsleistung um 4,2 Prozent pro Jahr der späteren Inanspruchnahme. Dabei ist eine maximale Erhöhung von 12,6 Prozent (= Aufschub für 3 Jahre) der Pensionsleistung vorgesehen.

Zusätzlich werden für den Zeitraum, für den die Erhöhung gebührt, der Anteil des Dienstnehmers und des Dienstgebers am Pensionsversicherungsbeitrag jeweils um die Hälfte reduziert, bei der späteren Pensionsberechnung werden jedoch weiterhin die vollen Beitragsgrundlagen herangezogen.


Ein Pensionsantritt vor dem Regelpensionsalter führt zu Abschlägen, die je nach Pensionsart und Alter bei Pensionsantritt unterschiedlich sind.

Pensionsberechnung für die bis 31. Dezember 1954 geborenen Personen ▪ Die (Gesamt)Bemessungsgrundlage

berechnet sich aus den in Betracht kommenden besten Einkommensjahren zwischen dem erstmaligen Eintritt in die Pensionsversicherung und dem Pensionsantritt.

Die maßgeblichen beitragspflichtigen und aus dem Jahresdurchschnitt ermittelten monatlichen Arbeitsverdienste bis zur jeweiligen Höchstbeitragsgrundlage (inklusive Sonderzahlungen), werden entsprechend ihrer zeitlichen Lagerung aufgewertet.

Für einen Stichtag im Jahr 2018 werden 360 Beitragsmonate, das sind die "besten 30 Jahre", mit den höchsten monatlichen Gesamtbeitragsgrundlagen herangezogen. Wenn keine 360 Beitragsmonate vorliegen, wird die Bemessungsgrundlage aus den vorhandenen Beitragsmonaten gebildet. Dieser Durchrechnungszeitraum wird bis zum Jahr 2028 schrittweise auf 480 Monate (40 Jahre) angehoben.

Pro Kind vermindert sich der Durchrechnungszeitraum um höchstens 36 Monate. Bei Mehrlingsgeburten gilt die Anrechnung pro Kind. Auch Zeiten einer Familienhospizkarenz vermindern den Durchrechnungszeitraum. Der Bemessungszeitraum darf dabei allerdings nicht weniger als 180 Beitragsmonate betragen.

Für Zeiten der Kindererziehung gilt eine gesetzlich festgelegte Bemessungsgrundlage. Aus diesen beiden Bemessungsgrundlagen wird ein durchschnittlicher Wert gebildet. Das ist die sogenannte Gesamtbemessungsgrundlage.

▪ Die Anzahl der Versicherungsmonate

führt zu Steigerungspunkten. Pro Versicherungsjahr gebühren 1,78 Steigerungspunkte. Restmonate werden anteilsmäßig berücksichtigt. Die Pensionsleistung ist ein bestimmter Prozentsatz der Bemessungsgrundlage. Die Höhe dieses Prozentsatzes wird mithilfe der Steigerungspunkte berechnet.

▪ Das Pensionsantrittsalter

Das Regelpensionsalter ist derzeit das vollendete 60. Lebensjahr bei Frauen und bei Männern das vollendete 65. Lebensjahr.

Ein Pensionsantritt vor oder nach dem Regelpensionsalter führt zu Zu- oder Abschlägen.

Für Langzeitversicherungspensionen und Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspensionen gelten Übergangsbestimmungen und Besonderheiten.


Ein Pensionsantritt nach dem Regelpensionsalter erhöht die Pensionsleistung um 4,2 Prozent pro Jahr. Die Bonusphase kann längstens 3 Jahre dauern. Bei mehr als 45 Versicherungsjahren können bis zu höchstens 91,76 Prozent der Bemessungsgrundlage erreicht werden. Zusätzlich werden in der Bonusphase jeweils der Dienstnehmer- und Dienstgeberanteil am Pensionsversicherungsbeitrag um die Hälfte reduziert. Bei der späteren Pensionsberechnung werden jedoch weiterhin die vollen Beitragsgrundlagen herangezogen.

Ein Pensionsantritt vor dem Regelpensionsalter führt zu Abschlägen, die je nach Pensionsart und Alter bei Pensionsantritt unterschiedlich sind.

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