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Abschrift: Die Ausgleichszulage

Die Ausgleichszulage ist eine Sozialleistung innerhalb der Pensionsversicherung und wird aus Steuermitteln finanziert. Sie soll Pensionistinnen und Pensionisten, welche ihren rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, ein bestimmtes Mindesteinkommen sichern. Ein Pensionsbezieher hat dann Anspruch auf Ausgleichszulage, wenn das Gesamteinkommen den gesetzlich festgelegten Betrag in Höhe des sogenannten Richtsatzes nicht erreicht. Zum Gesamteinkommen zählen die Bruttopension, das sonstige Nettoeinkommen und eventuelle Unterhaltsansprüche. Berücksichtigt wird auch das Nettoeinkommen des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehepartners bzw. des eingetragenen Partners. Die Ausgleichszulage gebührt somit als Differenz (Aufzahlung) zwischen dem Gesamteinkommen und dem anzuwendenden Richtsatz. Richtsätze im Jahr 2019 sind für Alleinstehende 933,06 Euro und für Ehepaare, 1.398,97 Euro. Mit Einführung der erhöhten Ausgleichszulage nach 30 Jahren Beitragsleistung im Jahr 2017 wurden das Äquivalenz- und das Solidaritätsprinzip nochmals gestärkt. 2019 beträgt der Richtsatz 1.048,57 Euro. Erhöhter Ausgleichszulagen-Richtsatz bei 40 Beitragsjahren ab 2020 Ab dem Jahr 2020 soll ein gesonderter Erhöhungsbeitrag zum bisherigen Richtsatz eingeführt werden. Beim Vorliegen von 480 Beitragsmonaten (40 Beitragsjahren) werden Einzelpersonen 1.200,0 Euro und Familien 1.500,0 Euro erhalten, wenn ein Partner 40 Beitragsjahre aufweist.
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