Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Der Arbeitsmarkt

Auf dem Arbeitsmarkt suchen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

geeignete Arbeitskräfte.

Arbeitskräfte suchen offene Stellen.

Kollektivverträge regeln die Löhne und Gehälter.

Es gibt auch Lohn-Untergrenzen in den Kollektivverträgen.

Das bedeutet: 

Niemand darf weniger verdienen als diesen Mindestlohn,

der im Kollektivvertrag steht.

Wenn man auf einem Markt einkauft,

sieht man die Produkte und kann sie beurteilen.

Auf dem Arbeitsmarkt ist das anders.

Da gibt es auch Dinge, die man nicht sieht.

Trotzdem haben sie Einfluss auf den Arbeitsmarkt und die Arbeit.

Zum Beispiel:

  • Arbeitsbedingungen
  • Fähigkeiten der Arbeitskräfte
  • Die allgemeine Lage am Arbeitsmarkt

Deshalb ist es wichtig,

dass die Politik eingreift,

damit der Arbeitsmarkt gut funktioniert.

In Österreich hat sich seit vielen Jahren ein System entwickelt,

in dem das Miteinander eine große Rolle spielt.

Politik und Sozialpartnerschaft arbeiten zusammen.

Die Sozialpartnerschaft sind die Interessensvertretungen

  • der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
  • und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Zum Beispiel sind die Wirtschaftskammer und die Arbeiterkammer

Sozialpartner.

Die Sozialpartner diskutieren und finden Kompromisse

Das führt zu sinnvollen und wirksamen Arbeitsmarkt-Gesetzen

und Sozialgesetzen.

Und es stellt sicher, 

dass die Zusammenarbeit und das Zusammenleben

für alle Beteiligten gut funktioniert.

Österreich ist damit ein Vorbild für ganz Europa.

Wer ist zuständig für die Arbeitsmarkt-Politik?

Für die Arbeitsmarkt-Politik sind verschiedene Stellen zuständig:

  • Das Arbeitsmarkt-Service

ist für die Durchführung der Arbeitsmarkt-Politik zuständig.

Zum Beispiel vermittelt das Arbeitsmarkt-Service

Arbeitskräfte an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

  • Die Internationale Arbeitsorganisation
heißt kurz ILO und gehört zur UNO.

Die UNO ist ein Zusammenschluss

von fast allen Ländern auf der ganzen Welt.

Die ILO legt Arbeits-Regeln und Sozial-Regeln fest,

die auf der ganzen Welt gelten.

Und sie sorgt dafür, dass die Regeln eingehalten werden.

  • Die Europäische Union

macht Pläne und gibt Anweisungen,

die auch für die österreichische Arbeitsmarkt-Politik gelten.

Welche Gesetze regeln den Arbeitsmarkt?

In Österreich gibt es viele Gesetze und Regelungen,

die die Zusammenarbeit von Arbeitskräften und Unternehmen gestalten.

Wichtig sind vor allem

  • das Angestelltengesetz
  • das Urlaubsgesetz
  • die Arbeitsstättenverordnung
  • die Kollektivverträge

Was sind die wichtigsten Ziele für den Arbeitsmarkt?

Der Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

gibt dem Arbeitsmarkt-Service die Ziele vor.

Das steht im Arbeitsmarkt-Service-Gesetz.

Jetzt sind die Ziele vom Jahr 2010 gültig:

Alle Menschen sollen die gleichen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt haben. 

Das Arbeitsmarkt-Service soll an Verbesserungen arbeiten.

Vor allem für

  • Frauen
  • Jugendliche
  • Ältere Menschen
  • Migrantinnen und Migranten
    Menschen, die aus einem anderen Land nach Österreich eingewandert sind.
  • Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen

Auf dem Arbeitsmarkt suchen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen geeignete Arbeitskräfte, während Arbeitskräfte offene Stellen suchen. Das Besondere am Arbeitsmarkt ist jedoch, dass nicht der Preis - also Löhne und Gehälter - das Angebot regelt, denn das verhindern die Lohnuntergrenzen in den Kollektivverträgen

Anders als bei Produkten und Dienstleistungen gibt es außerdem keine vollständige Transparenz - zum Beispiel über die gebotenen Arbeitsbedingungen, die Fähigkeiten der Arbeitskräfte sowie die allgemeine (Arbeits)Marktlage. 

Für das gute Funktionieren des Arbeitsmarktes ist daher das Eingreifen der Politik entscheidend. In Österreich hat sich über Jahrzehnte ein System des Miteinanders von Politik und Sozialpartnerschaft entwickelt, das in Europa vorbildhaft ist. Tragfähige Kompromisse münden in produktiven Arbeitsmarkt- und Sozialgesetzen und sichern das funktionierende Miteinander im Arbeitsleben.

Zuständige Stellen

In Österreich ist die Durchführung der Arbeitsmarktpolitik dem Arbeitsmarktservice übertragen, einem Dienstleistungsunternehmen des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit.

Internationale Arbeits- und Sozialnormen werden von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, formuliert und durchgesetzt.

Den Rahmen für die österreichische Arbeitsmarktpolitik bilden außerdem die Konzepte und Vorgaben der Europäischen Union.

Rechtliches

Das Zusammenwirken von Arbeitskräften und Unternehmen gestaltet sich in Österreich anhand zahlreicher Gesetze und Regelungen. Wichtige Gesetze für Arbeitsverhältnisse sind unter anderem das Angestelltengesetz, das Urlaubsgesetz, die Arbeitsstättenverordnung sowie die jeweiligen Kollektivverträge.

Schwerpunkte und Maßnahmen

Laut Arbeitsmarktservicegesetz (§ 59 Abs.2) ist der Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz verpflichtet, arbeitsmarktpolitische Zielvorgaben an das Arbeitsmarktservice zu übermitteln. Die aktuell geltenden Zielvorgaben von 2010 umfassen unter anderem Förderungen zur Chancengleichheit von Frauen, Jugendlichen, Älteren, Migranten und Migrantinnen sowie von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

 
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