Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten (Drittstaaten)

Der Aufenthalt und die Niederlassung sind im Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) und im Fremdenpolizeigesetz (FPG), die Beschäftigung ist im Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) geregelt. Arbeitskräfte aus Drittstaaten benötigen einen Aufenthaltstitel, der eine Beschäftigung nicht ausschließt und eine arbeitsmarktbehördliche Berechtigung zur Arbeitsaufnahme.

Qualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten sowie ihre Familienangehörige können sich mit der Rot-Weiß-Rot-Karte dauerhaft in Österreich niederlassen und hier arbeiten. Die Zulassung erfolgt über ein Punktesystem.


Die wichtigsten Kriterien für den Erhalt einer Rot-Weiß-Rot-Karte sind:


Qualifikation, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Alter ein adäquates Arbeitsplatzangebot und eine entsprechende Entlohnung.


Folgende Personengruppen können eine Rot-Weiß-Rot-Karte erhalten:

  • besonders Hochqualifizierte,
  • Fachkräfte in Mangelberufen,
  • sonstige Schlüsselkräfte,
  • StudienabsolventInnen,
  • selbständige Schlüsselkräfte und
  • Start-up-GründerInnen


Die Rot-Weiß-Rot-Karte wird für 24 Monate ausgestellt und berechtigt zur Niederlassung und zur Beschäftigung bei einem bestimmten Arbeitgeber.

Migrationsportal - Rot-Weiß-Rot - Karte

Die Rot-Weiß-Rot-Karte plus berechtigt zur Niederlassung und zum unbeschränkten Arbeitsmarktzugang.

Wer innerhalb von 24 Monaten bereits 21 Monate lang mit einer RWR-Karte beschäftigt war, kann eine Rot-Weiß-Rot-Karte plus beantragen.

Fach- und Schlüsselkräfte mit RWR-Karte können ihre Familienangehörigen nachholen. Diese erhalten sofort eine Rot-Weiß-Rot-Karte plus und unbeschränkten Arbeitsmarktzugang in Österreich.

Wer bereits seit fünf Jahren in Österreich niedergelassen ist, kann einen Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt EU" beantragen. Dieser berechtigt zur unbefristeten Niederlassung mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang. Für den Aufenthaltstitel sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse (B1-Niveau) erforderlich.

Migrationsportal - Rot-Weiß-Rot-Karte plus

SchülerInnen und Studierende mit einer entsprechenden Aufenthaltsbewilligung dürfen auch erwerbstätig sein, wenn dadurch die Ausbildung als primärer Aufenthaltszweck nicht beeinträchtigt wird.


SchülerInnen und Studierende mit einer Staatsangehörigkeit aus einem Drittstaat oder Kroatien unterliegen dem Ausländerbeschäftigungsgesetz und benötigen für eine Beschäftigung in Österreich eine Beschäftigungsbewilligung. Das gilt auch für geringfügige Beschäftigungen!

Migrationsportal - Studierende und StudienabsolventInnen

Der/Die BundesministerIn für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz kann mit Verordnung Kontingente für die Beschäftigung von Saisoniers und ErntehelferInnen festlegen, wenn der Bedarf an solchen Arbeitskräften nicht aus dem vorhandenen Arbeitskräftepotenzial abgedeckt werden kann.

Solche Verordnungen werden regelmäßig für die Bereiche Tourismus und Land- und Forstwirtschaft erlassen.

Migrationsportal - Saisoniers

Eine Betriebsentsendung liegt vor, wenn ausländische Unternehmen ohne Betriebssitz in Österreich ihre Arbeitskräfte zur Erfüllung eines Auftrags nach Österreich entsenden. Diese Arbeitsleistung beruht in der Regel auf einer vertraglichen Verpflichtung, insbesondere auf einem Werkvertrag.

ArbeitnehmerInnen, die zur Arbeitsleistung nach Österreich entsandt werden, haben Anspruch auf zumindest jenes Entgelt einschließlich Sonderzahlungen, Überstunden- und anderen Zuschlägen und Zulagen, das in Österreich nach Gesetz, Verordnung oder Kollektivvertrag zusteht.

Migrationsportal - Betriebsentsendung

Schlüsselarbeitskräfte, die innerhalb des Unternehmens oder der Unternehmensgruppe von Ihrem/Ihrer ArbeitgeberIn vorübergehend in einer Niederlassung in Österreich beschäftigt werden sollen, können eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Die Aufenthaltsbewilligung berechtigt zum Aufenthalt und zur Arbeitsaufnahme.

Für Unternehmen, die Arbeitskräfteüberlassung oder Arbeitsvermittlung betreiben, ist ein unternehmensinterner Transfer nicht möglich.

Migrationsportal - Unternehmensinterner Transfer (ICT)

Au-pair-Kräfte sind Ausländerinnen/Ausländer (in der Regel Schülerinnen/Schüler bzw. Studentinnen/Studenten) zwischen 18 und 28 Jahren, die durch ihren Aufenthalt in Österreich ihre im Ausland erworbenen Deutschkenntnisse vertiefen und das österreichische Kultur- und Gesellschaftsleben kennenlernen möchten. Die Au-pair-Kraft wird in die Gastfamilie aufgenommen und hilft bei der Kinderbetreuung und leichten Haushaltstätigkeiten mit.

Au-pair-Kräfte - Mindestlohntarif

 
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