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Insolvenz-Entgelt

Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Dienstgebers bzw. der Dienstgeberin soll das Insolvenz-Entgelt sicherstellen, dass die Arbeitskräfte im Wesentlichen ihr ausständiges Entgelt für eine bestimmte Zeit erhalten und damit für sich und ihre Angehörigen weiterhin den Lebensunterhalt bestreiten können.

Die Insolvenz-Entgeltsicherung ist eine Versicherung, die im Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz (IESG) geregelt ist.

Höhe des Insolvenz-Entgelts

Die Höhe des Insolvenz-Entgelts hängt primär vom ausständigen Entgelt der von der Insolvenz betroffenen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ab.

Der Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) wird großteils aus Beiträgen der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen finanziert und zwar als prozentueller Zuschlag zum Arbeitslosenversicherungsbeitrag.

Für das Jahr 2015 war die Höhe des IESG-Zuschlages gesetzlich mit 0,45 Prozent der Beitragsgrundlage zur Sozialversicherung festgelegt. Für das Jahr 2016 wurde die Höhe des IESG-Zuschlages mit Verordnung des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf 0,35 Prozent herabgesetzt.

Verwendung der Mittel des Insolvenz-Entgelt-Fonds

Neben Insolvenz-Entgelt-Zahlungen werden aus den Mitteln des IEF auch bestimmte Sozialversicherungsbeiträge abgedeckt, die aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens nicht an die zuständige Gebietskrankenkasse abgeführt wurden.

Darüber hinaus wird aus Mitteln des IEF die berufliche Ausbildung Jugendlicher (Lehrlingsausbildung) gefördert.    

Insolvenz-Entgelt beantragen

Von Insolvenz betroffene Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können sich ebenso wie insolvente Unternehmen an die IEF-Service GmbH wenden. Sie verfügt derzeit über Geschäftsstellen in Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck, Linz, Ried im Innkreis, St. Pölten und Eisenstadt.

 
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