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Kurzarbeit: Hilfe bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Kurzarbeit bedeutet, die Normalarbeitszeit vorübergehend herabzusetzen, um im Falle wirtschaftlicher Schwierigkeiten eines Unternehmens die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern. Grundlage dafür ist eine arbeits- und lohnrechtliche Vereinbarung (Sozialpartnervereinbarung). 

Als „wirtschaftliche Schwierigkeit" gilt beispielsweise der Ausfall von Aufträgen, Zulieferungen oder Betriebsmitteln. Auch die Auswirkungen von (Natur-)Katastrophen können mithilfe der Kurzarbeitsbeihilfe abgefedert werden. 

Als Förderung des AMS kann die Kurzarbeitsbeihilfe von Unternehmen und für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Anspruch genommen werden, die einen Arbeitsausfall erleiden, der mit einem Verdienstausfall verbunden ist.

Die Zeit, die nicht mit der gewohnten Arbeit verbracht wird, soll für eine arbeitsmarktpolitisch und betrieblich sinnvolle Qualifizierung der betroffenen Arbeitskräfte genutzt werden, um ihre Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig zu erhöhen.     

Entlohnung der Kurzarbeit

Anstelle des Arbeitsverdienstes erhalten die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen für jede Ausfallstunde eine Kurzarbeitsunterstützung und für jede Ausfallstunde, die für die Qualifizierung genutzt wird, eine Qualifizierungsunterstützung

Gezahlt werden diese Unterstützungen vom Dienstgeber/von der Dienstgeberin, wobei das Arbeitsmarktservice die Kosten in Höhe der pro Ausfallstunde festgelegten Pauschalsätze ersetzt.     

Regelung der Kurzarbeit

Gesetzlich ist die Kurzarbeit im Arbeitsmarktservicegesetz geregelt. Zunächst ist sie auf sechs Monate beschränkt, eine Verlängerung um weitere sechs Monate kann gewährt werden. Im Einzelfall kann der Beihilfenzeitraum auf maximal 24 Monate ausgeweitet werden.

Aktuelle Informationen über die Voraussetzungen und Beantragung der Kurzarbeit sind auf der Website des Arbeitsmarktservices zu finden.     

 
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