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Beschäftigungspflicht und Ausgleichstaxe

Beschäftigungspflicht

Laut Behinderteneinstellungsgesetz (§ 1 Abs. 1) sind alle Dienstgeber, die im Bundesgebiet 25 oder mehr Dienstnehmer beschäftigen, verpflichtet, auf je 25 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer einen begünstigten Behinderten einzustellen.

Beispiel: Ein(e) Dienstgeber(in), der/die 100 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer beschäftigt, hat die Verpflichtung 4 begünstigte Behinderte einzustellen (Pflichtzahl = 4). Bestimmte besonders schwer behinderte Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer (z.B. Blinde, Rollstuhlfahrer) werden auf die Pflichtzahl doppelt angerechnet.

Für die Einstellung von begünstigten Behinderten wird der Dienstgeber bzw. die Dienstgeberin von der Kommunalsteuer, der Abgabe zum Familienlastenausgleichsfonds, der Handelskammerumlage und in Wien von der U-Bahn-Steuer befreit.
Mehr zu begünstigten Behinderten ist auf der Website des Sozialministeriumservice nachzulesen.     
 

Ausgleichstaxe

Sofern der Beschäftigungspflicht nicht oder nicht zur Gänze entsprochen wird, hat der Dienstgeber bzw. die Dienstgeberin pro offener Pflichtstelle und Monat eine Ausgleichstaxe zu entrichten.

Im Jahr 2017:

Pro Monat und offener Pflichtstelle: € 253,-
Bei Betrieben mit 100 oder mehr Beschäftigten pro Monat und offener Pflichtstelle: € 355,-
Bei Betrieben mit 400 oder mehr Beschäftigten pro Monat und offener Pflichtstelle: € 377,- 

Die gesamten eingehenden Ausgleichstaxen fließen in den Ausgleichstaxfonds, dessen Mittel zweckgebunden für die Unterstützung der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung verwendet werden. Zuschüsse aus diesem Fonds können sowohl behinderte Menschen selbst als auch deren Dienstgeber und Dienstgeberinnen erhalten.     

   

 
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