Die Website des Österreichischen Sozialministeriums

EU- und internationale Behindertenpolitik

In den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) leben bis zu 80 Millionen Menschen mit Behinderungen bzw. mit einem lang andauernden Gesundheitsproblem.

Österreich setzt sich auf EU- und internationaler Ebene aktiv für die Gleichstellung und die Rechte der Menschen mit Behinderung ein.

Als einer der ersten EU-Mitgliedstaaten hat Österreich 2008 die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) einschließlich Fakultativprotokoll ratifiziert. Das Fakultativprotokoll ermöglicht ein Individualbeschwerderecht an den UN-Behindertenrechtsausschuss in Genf. Zur Umsetzung der UN-BRK wurde 2012 ein eigener Nationaler Aktionsplan (NAP Behinderung) beschlossen.

Am 15. November 2010 hat die Europäische Kommission die Mitteilung „Europäische Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020: Erneuertes Engagement für ein barrierefreies Europa" vorgelegt.

Diese Mitteilung enthält die auf zehn Jahre ausgerichtete neue EU-Strategie im Behindertenbereich. Die inhaltlichen Schwerpunkte der EU-Strategie decken sich weitgehend mit den Schwerpunktsetzungen im österreichischen NAP Behinderung.   

WHO: Wunsch nach einheitlicher Klassifizierung

Die WHO (World Health Organization) beschäftigt sich als Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen auch mit Fragen rund um Menschen mit Behinderungen. 
Insbesondere die Bemühungen der WHO für eine einheitliche internationale medizinische Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit sind für die Fragen der Definition und Einschätzung von Behinderung richtungweisend. 

Am 9. Juni 2011 gab die WHO mit der Weltbank den ersten globalen Weltbehindertenbericht heraus. Der Bericht zeigt auf, welcher Weg in Zukunft zugunsten der Inklusion von Menschen mit Behinderungen eingeschlagen werden muss.

 
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