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Alkohol-Maßnahmen und Strategien - EU

Die Konsumgewohnheiten und Kulturen in der EU sind sehr unterschiedlich. Dennoch sind alle Mitgliedstaaten mit gemeinsamen Problemen konfrontiert, z. B. Alkoholkonsum bei Minderjährigen oder alkoholbedingte Straßenverkehrsunfälle. Die Arbeit der EU- konzentriert sich in erster Linie auf den Missbrauch von Alkohol und seine schädlichen Auswirkungen auf Einzelpersonen, Familien, die Gesellschaft. Vor allem sollen gemeinschaftliche und einzelstaatliche Bemühungen unterstützt werden durch Koordinierung und Schaffung grenzübergreifender Maßnahmen.

EU-Alkoholstrategie 2007 – 2012

Die EU-Alkoholstrategie dient der Unterstützung der Mitgliedstaaten zur Einschränkung von alkoholbedingten Schäden in Europa. Fünf Schwerpunktbereiche wurden als gemeinschaftliches Vorgehen und als Ergänzung der einzelstaatlichen Politik bestimmt:

  • Schutz von Jugendlichen, Kindern
  • Senkung alkoholbedingter Straßenverkehrsunfälle
  • Vorbeugung bei Erwachsenen und Verringerung der negativen Auswirkungen auf den Arbeitsplatz
  • Information, Aufklärung und Bewusstseinsbildung
  • Aufbau und Aktualisierung einer gemeinsamen Grundlage wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse auf EU-Ebene.

EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden (2006)

Fortschrittsbericht über die Umsetzung der EU-Alkoholstrategie (September 2009)

Abschlußbericht: Bewertung des Mehrwerts der EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden (Dezember 2012)

Forschung, Umsetzung und Monitoring

Programme, Plattformen, Gruppen, Ausschüsse zur Erforschung, Entwicklung, Umsetzung und Monitoring künftiger und aktueller Maßnahmen.

Ausschuss "Nationale Alkoholpolitik und -maßnahmen" (CNAPA)

2007 wurde der Ausschuss eingerichtet, um die Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern und gemeinsame Strategien zwischen den Staaten und mit der Europäischen Union zu entwickeln. Im Zentrum steht u.a. eine regelmäßige Datenerhebung und Bewertung der Situation in den Mitgliedsländern, Informationsaustausch und Handlungs-Empfehlungen. Der Ausschuss „Nationale Alkoholpolitik und -maßnahmen“ (CNAPA) ist ein tragendes Element bei der Umsetzung der EU-Alkoholstrategie. Österreich ist durch das BMGF vertreten.

CNAPA - Committee on National Alcohol Policy and Action

Datenerhebung, Indikatoren und Definitionen

Der Austausch bewährter Verfahren und die Erfassung von Fortschritten sind wesentliche Grundpfeiler bei der Umsetzung der Alkoholpolitik der EU. Um Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Alkoholstrategie zu überwachen, entwickelt das "Committee on Alcohol Data, Indicators and Definitions" Schlüsselindikatoren.

Informationssystem zu Alkohol und Gesundheit in der EU (EUSAH)

Beobachtung der Entwicklungen und Trends beim Alkoholkonsum und den alkoholbedingten Schäden in der EU. Die regelmäßig veröffentlichten Länderprofile geben einen Überblick über die Tendenzen und Entwicklungen beim Alkoholkonsum und von alkoholbedingten Schäden. Das Monitoring der EUSAH - European Union Information System on Alcohol and Health geschieht in Zusammenarbeit über das Informationssystem, der Kooperationsinitiative der Europäischen Kommission und der GISAH (WHO).

WHO Global Information System on Alcohol and Health (GISAH)

Länderprofile

Europäisches Forum "Alkohol und Gesundheit" (EAHF)

Das Forum ist eine Plattform, in der nationale Einrichtungen, die auf europäischer Ebene tätig sind, zur Verringerung des Konsums von schädlichen Mengen an Alkohol Diskussionen führen, Ansätze vergleichen und Maßnahmen über freiwillige Selbstverpflichtungen setzten können.

EAHF - European Alcohol and Health Forum

Förderung und Unterstützung

Mit dem Programm für öffentliche Gesundheit der Europäischen Kommission (EK) werden Projekte und andere Initiativen finanziert, die sich mit dem Thema Alkohol befassen.
Beispiel: "Joint Action on Reducing Alcohol Related Harm" (RARHA). Ein Projekt zur Unterstützung der EU-Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung von alkoholbedingten Schäden. Das dreijährige Projekt (Ende 2016) wurde durch die Europäischen Kommission gefördert.

EU-Förderprogramme

Zum Thema

RARHA (Reducing Alcohol Related Harm) Report 2016

Comparative monitoring of alcohol epidemiology across the EU - Baseline assessment and suggestions for future action

Europäische SchülerInnenstudien zu Alkohol und anderen Drogen

Weltweit größte Befragungen von Schülerinnen und Schülern zum Konsum von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen.

"Health Behaviour in School-aged Children Study" (HBSC-Studien)

Größte europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie - Gesundheit und Gesundheitsverhalten österreichischer SchülerInnen

Links zum Thema

WHO International - Alkohol WHO Programme und Aktivitäten, Statistiken, Publikationen

WHO Europa

OECD - Publikationen zum Thema Alkohol und Reduktion von schädlichem Alkoholkonsum

OECD - Grafiken zum Alkohol-Konsum

 
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