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Wasserpfeifen (Shishas)

Mögliche Gesundheitsgefährdungen

Die Schädlichkeit von tabakhältigen Shishas ist gut untersucht. Die Daten zeigen, dass das Rauchen von Wasserpfeifen ähnlich gesundheitsschädlich ist, wie das von Zigaretten. Allerdings wird beim Shisha-Rauchen viel tiefer und länger inhaliert.

Zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Inhaltsstoffe von tabakfreien Wasserpfeifen, Dampfsteinen, Gelen o. ä. gibt es bis dato erst wenige Daten. In Bezug auf die darin enthaltenen Chemikalien bestehen jedoch gesundheitliche Bedenken.

Krankheitserreger

Allen Wasserpfeifen gleich - unabhängig von ihrer Füllung - ist das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern. Wasserpfeifen werden häufig von mehreren Personen gleichzeitig benützt. Dadurch kann das Mundstück zum Überträger von Krankheitskeimen werden (z.B. Herpes, Hepatitis, Tuberkulose und Helicobacter pylori).

Wasserpfeifenkohle

Durch die Verbrennung der Wasserpfeifenkohle, die der Erhitzung von Tabak, Fruchtessenzen, Dampfsteinen, Gelen etc. dient, werden erhebliche Mengen von Schadstoffen freigesetzt, wie z.B. Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), welche als krebserregend gelten.

Darüber hinaus entsteht bei der Verbrennung Kohlenmonoxid (CO), ein geruch- und geschmackloses Gas, das zu einer ernstzunehmenden Gesundheitsgefahr wird, wenn zu wenig Sauerstoff im Raum ist. Typische Symptome für eine CO-Vergiftung sind Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Schwindel, Benommenheit, Krämpfe, Bewusstlosigkeit bis hin zum Kreislaufstillstand. Besonders gefährlich ist CO für Schwangere.

Inhaltsstoffe

Für die Inhaltsstoffe von Produkten, die Tabak, Pflanzen, Kräuter oder Früchte enthalten, sind im Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz (TNRSG) Deklarations-, Melde- und Kontrollverpflichtungen vorgesehen, sodass zumindest deren Zusammensetzung für die KonsumentInnen nachvollziehbar ist

Für „rein chemische“ Produkte (z.B. Dampfsteine, Gele, Perlen etc.) bestehen solche Verpflichtungen derzeit nicht, sodass Konsumentinnen bzw. Konsumenten kaum eine Möglichkeit haben, die mit dem Konsum verbundenen Risiken realistisch einzuschätzen.

Konsumentinnen und Konsumenten sollten sich unbedingt gewissenhaft über die Inhaltsstoffe informieren, da immer wieder auch Produkte vertrieben werden, die dem Suchtmittelgesetz oder dem Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetz unterworfen sind.

Gesundheitsgefahren

Neben den durch die Verbrennung der Kohle entstehenden Schadstoffen bergen Wasserpfeifenfüllungen, die ganz oder teilweise aus Tabak bestehen, die gleichen gesundheitlichen Gefahren wie Zigaretten und andere Tabak-Rauchwaren. Shishas werden allerdings im Allgemeinen länger und intensiver inhaliert, sodass beim Konsum von Wasserpfeife sehr hohe Mengen an Schadstoffen aufgenommen werden.

Bei tabakfreien Füllungen, wie z.B. Dampfsteinen, Frucht- oder Kräuteressenzen, Gelen etc. ist die Zusammensetzung äußerst unterschiedlich. Die inhalierten Substanzen beinhalten beispielsweise krebserregende Stoffe, Schwermetalle, feine und ultrafeine Partikel, die Atemwegsirritationen oder Allergien auslösen, in der Lunge oxidativen Stress bzw. Entzündungsreaktionen hervorrufen können u.v.m.

Passivrauch

Beim Konsum von Wasserpfeifen werden die gefährlichen Substanzen an die Raumluft abgegeben, sodass Personen, die sich in der Umgebung aufhalten, selbst aber nicht rauchen, gleichermaßen geschädigt werden können.

Deshalb dürfen Wasserpfeifen überall dort, wo Rauchverbot für Zigaretten u.ä. besteht, auch nicht geraucht werden. Das gilt für tabakhältige ebenso wie für tabakfreie Füllungen.

(Stand: Jänner 2019)

 
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