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Suizid und Suizidprävention SUPRA

Keine Todesart löst so viel Betroffenheit aus und stellt für Angehörige sowie das weite Umfeld eine so große Belastung dar wie die Selbsttötung.

Der Bericht Suizid und Suizidprävention in Österreich 2018 bietet im ersten Teil ein Update der wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zu Suiziden in Österreich, während sich der zweite Teil des Berichts mit aktuellen Aktivitäten im Rahmen von SUPRA befasst.

Im Jahr 2017 starben in Österreich 1.224 Personen durch Suizid, fast dreimal so viele wie im Straßenverkehr. Dies entspricht einer bevölkerungsbezogenen standardisierten Suizidrate von 14,6 pro 100.000 Eihnwohner/innen. Seit den 1980er Jahren war ein deutlicher Rückgang der Suizidhäufigkeit zu beobachten, der sich mit Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise zwischen 2008 und 2014 stark verlangsamte. Der relative Rückgang seit 1986 ist bei Frauen deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern. Mehr als drei Viertel der Suizidtoten sind Männern.

Nationale Suizidpräventionsstrategie (SUPRA)

Die Suizidprävention auszubauen war Teil des Regierungsprogramms 2008-2013. Ziel war, in Österreich eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Suizidprävention sicherzustellen. Um die Prävention zu verbessern und die Suizidrate weiter zu senken.

Im Herbst 2012 wurde vom ehemaligen Bundesministerium für Gesundheit, nun Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, das österreichische Suizidpräventionsprogramm SUPRA präsentiert. Das nationale Präventionsprogramm ist Basis für die Entwicklung einer nationalen Suizidpräventionsstrategie.

Koordinationsstelle für Suizidprävention

Zur Umsetzung der Maßnahmen wurde 2012 an der Gesundheit Österreich GmbH die Koordinationsstelle Suizidprävention eingerichtet.
Zu den vorrangigen Aufgaben der Koordinationsstelle für Suizidprävention zählen:

  • Priorisierung der im SUPRA vorgeschlagenen Maßnahmen nach Überprüfung von deren Umsetzbarkeit;
  • Bündelung und Weiterentwicklung bereits laufender Maßnahmen zur Suizidprävention in den einzelnen Bundesländern im Sinne des SUPRA;
  • Aufbau einer dauerhaften und qualitativ hochwertigen nationalen Suizidberichterstattung;
  • Koordination sektoren- und ressortübergreifender Zusammenarbeit.

(3.7.2017)

 
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