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Bedarfsanalyse zur mittel- und langfristigen Sicherstellung der arbeitsmedizinischen Versorgung

Die Bundesministerien für Gesundheit und Frauen (BMGF) und Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) beauftragten in Kooperation mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) mit einer (quantitativen) Bedarfsanalyse zur mittel- und langfristigen Sicherstellung der Arbeitsmedizin in Österreich.

Der Bericht "Bedarfsanalyse zur mittel- und langfristigen Sicherstellung der arbeitsmedizinischen Versorgung" bietet eine Schätzung des Ist-Bedarfs und eine Prognose im Bereich der Arbeitsmedizin.

Nach Einschätzung von Fachleuten ist davon auszugehen, dass das arbeitsmedizinische Angebot unter den bestehenden Rahmenbedingungen sinken wird. Daher ist jedenfalls davon auszugehen, dass der Bedarf insbesondere aufgrund demografischer und epidemiologischer Entwicklungen sowie aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen (z. B. Wiedereingliederungsteilzeit) steigen wird.

Künftig ist mit einem Mangel an arbeitsmedizinischer Versorgung zu rechnen, falls es nicht gelingt, geeignete Maßnahmen zu identifizieren und umzusetzen, die dieser Entwicklung entgegenwirken. Indem das Fach Arbeitsmedizin für Medizinerinnen und Mediziner attraktiver gestaltet wird, sollte auch das Ausmaß jener befugten MedizinerInnen, die diese Tätigkeit tatsächlich ausüben, auf wesentlich mehr als die festgestellten 50 Prozent gesteigert werden.

Eine entsprechende Erhöhung des Anteils der arbeitsmedizinisch tätigen ArbeitsmedizinerInnen könnte dazu beitragen, dass der Bedarf an arbeitsmedizinischer Versorgung möglicherweise auch nach Berücksichtigung des derzeit bestehenden Fehlbestands sowie des künftigen Mehrbedarfs gedeckt werden kann.

 
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