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Krankenhaushygiene und PROHYG

Aufgaben der Krankenhaushygiene:

  • Erkennen und Bekämpfen von Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen (HAI)
  • Präventivmaßnahmen und die Überwachung deren Einhaltung

Anstelle von nosokomialen Infektionen spricht man von Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen (Health-care Associated Infections - HAI) zu sprechen, da HAI nicht auf Krankenanstalten beschränkt sind, sondern in allen Gesundheitseinrichtungen (Langzeit-Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationszentren, Ambulatorien, Praxen) auftreten.

Hygienemaßnahmen dienen dem Schutz vor Infektionen von Patientinnen und Patienten aber auch allen anderen Personen.

Zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen gehören:

  • Händehygiene,
  • Schutzkleidung wie Mundmasken oder Kittel,
  • alle Aufbereitungsverfahren wie Desinfektion, Sterilisation und Reinigung.

Händehygiene ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor HAI. Durch eine HAI verlängert sich die Behandlung und somit auch Aufenthaltsdauer in der Krankenanstalt. Dies ist mit erhöhten Kosten für das Gesundheitswesen verbunden.

In der Vermeidung von HAI nehmen krankenhaushygienische Maßnahmen deshalb eine besondere Stellung ein. Im Jahr 2002 wurde daher die erste Auflage von PROHYG herausgegeben, welches zu einem Standardwerk im Bereich der Organisation und Strategie der Krankenhaushygiene avancierte. Das Expertenstatement PROHYG zur Organisation und Strategie der Krankenhaushygiene wurde im Jahr 2011 überarbeitet, unter PROHYG 2.0 neu publiziert und diente als Basis für den Qualitätsstandard "Organisation und Strategie der Krankenhaushygiene".

Nachlese: Symposien zum Internationalen Tag der Händehygiene 2017

 
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