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Berechnung der Masern-Durchimpfungsraten 2018 für Österreich

Österreich hat sich gegenüber der World-Health-Organisation (WHO) dazu verpflichtet, das Ziel der Masernelimination zu verfolgen. Um den dafür notwendigen Gemeinschaftsschutz zu erreichen, sind Durchimpfungsraten von 95 Prozent mit zwei Dosen eines Lebend-Impfstoffes gegen Masern notwendig. Die Masernimpfung wir derzeit in Österreich als Kombinationsimpfstoff gemeinsam mit Komponenten gegen Mumps und Röteln verabreicht und steht an öffentlichen Impfstellen allen Personen ohne obere Altersbeschränkung kostenfrei zur Verfügung.

 

Obwohl wir auch in Österreich laufend Masernfälle beobachten, wurde Österreich für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis 31.12.2018 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Status der „Masernelimination" zugesprochen. Dies bedeutet, dass in Österreich in diesen 36 Monaten keine endemische Übertragung von Masern stattgefunden hat. Von einer endemischen Übertragung spricht man dann, wenn eine fortlaufende Übertragung des Virus über einen längeren Zeitraum in einer bestimmten Region beobachtet wird. Es kam im genannten Zeitraum in Österreich zwar immer wieder zu Masernfällen, diese basierten jedoch auf einzelnen eingeschleppten Fällen und damit verbundenen Infektionsketten unter unzureichend geimpften Personen. All diese Ausbrüche konnten jedoch wieder eingedämmt werden. Dass diese einzelnen Masernfälle nicht zusammenhingen, konnte bewiesen werden, indem die Virusstämme genauestens untersucht wurden (Analyse der Genotypen, erlaubt Aussage über Herkunft des Stammes).
Um diesen Status für Österreich weiter zu erhalten und Ausbrüche zu vermeiden, ist es absolut notwendig, fortlaufend daran zu arbeiten, die Masern-Durchimpfungsraten in Österreich zu optimieren.

 

Es werden 2 Dosen Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) ab dem vollendeten 9. Lebensmonat (=ab dem 10. Lebensmonat) empfohlen. Fehlende Impfungen können und sollen in jedem Alter nachgeholt werden.

 

Informationen zu Durchimpfungsraten der Bevölkerung helfen dabei, die aktuelle Situation in Österreich zu beurteilen und Impfstrategien besser planen zu können.

 

So wurde seitens des Ministeriums die Analyse der Durchimpfungsraten hinsichtlich Masern an der Technischen Universität Wien in Auftrag gegeben. In einem agentenbasierten, dynamischen Simulationsmodell wurden sämtliche verfügbare Daten aus Österreich zu Masern-Impfungen gemeinsam mit Bevölkerungsdaten analysiert.

 

Die Berechnungen für das Jahr 2018 zeigen, dass Kinder in Österreich insgesamt früher und konsequenter mit 2 Dosen gegen Masern-Mumps-Röteln geimpft werden müssen. Außerdem sollten Maßnahmen gesetzt werden, um die Impflücken bei jungen Erwachsenen zu schließen.

 

Details können dem Bericht zur Evaluierung der Masern-Durchimpfungsraten entnommen werden. 

 
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