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Kopflausbefall (Pediculosis capitis)

Die Kopflaus (Pediculus capitis) ist ein Ektoparasit des Menschen, der bei einem Befall im Bereich des Kopfhaares aufzufinden ist. Die Übertragung erfolgt durch das Überwandern einzelner Kopfläuse von einem Kopf zum andern, oder auch durch verlauste Gegenstände, wie Kopfbedeckungen, Kleidung, Decken, Kämme, Bürsten, Kuscheltiere. Keinen Einfluss auf einen möglichen Lausbefall hat regelmäßiges Waschen der Haare, da vor allem die Eier der Läuse (Nissen) durch bloßes Waschen der Haare nicht entfernt werden können.

Kopfläuse ernähren sich von Blut. Der bei einem Biss in die menschliche Kopfhaut eindringende Speichel der Laus kann Juckreiz auslösen. Durch starkes und häufiges Kratzen können Wunden auf der Kopfhaut insbesondere hinter den Ohren sowie am Hinterkopf entstehen. Es kann zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen und damit einhergehend zu einem Anschwellen der Lymphknoten.

Die Kopflaus ist weltweit verbreitet. Ein Kopflausbefall kommt jedoch in bestimmten Bevölkerungsgruppen (insbesondere bei Kindern und Jugendlichen) häufiger vor als bei anderen Bevölkerungsgruppen. Dies lässt sich auf ein altersspezifisches Verhalten und das generell engere Zusammenleben in Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kindergarten, Schule) zurückführen.

Kontaktpersonen von mit Läusen befallenen Personen sollten regelmäßig auf Läuse untersucht werden und sich gegebenenfalls einer Behandlung unterziehen.

 

(28.7.2017)

 
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