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Notfallsanitäterin, Notfallsanitäter

Tätigkeiten der Sanitäterin/des Sanitäters dürfen

  • ehrenamtlich
  • berufsmäßig
  • als SoldatIn im Bundesheer, als Organ des öffentlichen Sicherheitsdienstes, Zollorgan, Strafvollzugsbedienstete/Strafvollzugsbediensteter, Angehörige und Angehöriger eines sonstigen Wachkörpers oder als Zivildienstleistender ausgeübt werden.

Die Berufs- und Tätigkeitsberechtigung ist mit jeweils zwei Jahren befristet.

Zur Verlängerung der Berufs- und Tätigkeitsberechtigung bedarf es der Absolvierung von Fortbildungen sowie einer Rezertifizierung. Die berufsmäßige Ausübung von Tätigkeiten der Sanitäterin/des Sanitäters setzt die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung oder Rettungssanitäterin und zum Rettungssanitäter bzw. zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter und des Berufsmoduls voraus.

Zur Ausübung von Tätigkeiten der Sanitäterin oder des Sanitäters sind Personen berechtigt, die folgende Erfordernisse erfüllen:

  • Eigenberechtigung
  • die für die Erfüllung der der Pflichten der Sanitäterin und des Sanitäters erforderliche gesundheitliche Eignung
  • die für die Erfüllung der der Pflichten der Sanitäterin und des Sanitäters erforderliche Vertrauenswürdigkeit
  • die für die Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache ?
  • anerkannter Qualifikationsnachweis als Sanitäterin und Sanitäter
  • erfolgreiche Absolvierung der Rezertifizierungen.
  • Tätigkeiten der Rettungssanitäterin/des Rettungssanitäters
  • Unterstützung der Ärztin/des Arztes bei allen notfall- und katastrophenmedizinischen Maßnahmen
  • Betreuung und sanitätsdienstlicher Transports von NotfallpatientInnen
  • Verabreichung von für die Tätigkeit als Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter erforderlichen Arzneimitteln, soweit diese zuvor durch die/den für die ärztliche Versorgung zuständige Vertreterin/zuständigen Vertreter der jeweiligen Einrichtung schriftlich zur Anwendung freigegeben wurden
  • eigenverantwortliche Betreuung der berufsspezifischen Geräte
  • Materialien und Arzneimittel
  • Mitarbeit in der Forschung

Dauer der Ausbildung:
Modul 2: 480 Stunden

Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung:

  • Berufs- bzw. Tätigkeitsberechtigung zur Rettungssanitäterin/zum Rettungssanitäter
  • Nachweis von mindestens 160 Stunden Einsatz im Rettungs- und Krankentransportsystem, mit welchem die Eignung für die Ausbildung zur Notfallssanitäterin/zum Notfallsanitäter bestätigt wird
  • erfolgreiche Absolvierung eines Eingangstests

Abschluss der Ausbildung:

Kommissionelle Abschlussprüfung/Zeugnis 

Eine Anerkennung von EU-/EWR-Berufsqualifikationen erfolgt durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Der Beruf bzw. die Tätigkeiten der SanitäterInnen dürfen nur im Rahmen eines Dienstverhältnisses in folgenden Einrichtungen ausgeübt werden:

  • Arbeiter-Samariter-Bund
  • Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich
  • Malteser Hospitaldienst Austria
  • Österreichisches Rotes Kreuz
  • Sanitätsdienst des Bundesheers
  • Einrichtungen einer Gebietskörperschaft
  • sonstige Einrichtungen sofern die Aufsicht durch eine Notärztin oder einen Notarzt oder sonstigen fachlich geeignete Ärztin oder geeigneten Arzt mit mindestens jeweils fünfjähriger einschlägiger Berufserfahrung gewährleistet ist.
 
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