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Hämovigilanz

In Analogie zu den unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) bei Medikamenten, deren Erfassung und Bearbeitung man als Pharmakovigilanz bezeichnet, wird im Bereich Blut und Blutprodukte der Begriff Hämovigilanz verwendet. Ernste Zwischenfälle, die bei der Lagerung oder Verteilung von Blut und Blutbestandteilen auftreten und die Qualität und Sicherheit beeinflussen können, sowie ernste unerwünschte Reaktionen, die bei oder nach der Transfusion auftreten und auf die Qualität und Sicherheit von Blut oder Blutbestandteilen zurückgeführt werden können, fallen unter eine Meldepflicht.
Unter Hämovigilanz wird ein Überwachungssystem verstanden, das die gesamte Transfusionskette vom Spender über Verarbeitung und Transport bis zur Verabreichung von Blut und Blutprodukten an den Patienten umfasst. Ziel eines Hämovigilanz-Systems ist die Minimierung von Risiken und Gefahren in Zusammenhang mit Blutspenden bzw. der Transfusion von Blut und Blutprodukten.
Gemäß § 11 Blutsicherheitsgesetz (BGBl. I Nr. 44/1999 i.d.g.F.) und § 75n Arzneimittelgesetz (BGBl. Nr. 185/1983 i.d.g.F.) sind ernste Zwischenfälle und ernste unerwünschte Reaktionen dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen unverzüglich zu melden.

Hämovigilanzbericht des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen

Hämovigilanzbericht 2016

Hämovigilanzbericht 2015

 
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