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Gütesiegel NESTORGOLD

Nicht nur die demographische Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, Frauen und Männer länger im Erwerbsprozess zu behalten, in sie zu investieren und den Generationendialog in der Belegschaft zu fördern. Von der verstärkten Erwerbseinbindung aller Alters- und Bevölkerungsgruppen profitieren nicht nur die Beschäftigten und Unternehmen/Organisationen selbst, sondern auch die Gesellschaft insgesamt.

Aktuelles

Namensgebung

Namenspate für das Gütesiegel ist der altgriechische Herrscher Nestor aus Homers Ilias, der aufgrund seiner (Alters-)Weisheit, rhetorischen Begabung und seines Muts ein wichtiger Mentor und Ratgeber Agamemnons war und zudem als Diplomat und Berater für andere Herrscher wirkte.

Ziel: Generationenmanagement und -dialog in Unternehmen/Organisationen fördern

Ziel der Initiative NESTORGOLD ist es, in österreichischen Unternehmen und Organisationen das Bewusstsein für den besonderen Wert aller Generationen zu stärken sowie die Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Förderung des Generationendialogs und -managements zu unterstützen und zu forcieren. In diesem Zusammenhang hat das Sozialministerium gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, den Sozialpartner-Organisationen und dem AMS das Gütesiegel NESTORGOLD entwickelt.

Im Laufe des NESTORGOLD-Prozesses erhalten Unternehmen und Organisationen Handlungsanweisungen für den Umgang mit der demografischen Herausforderung, Begleitung  bei der Qualitätssicherung und Förderung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses des Generationenmanagements sowie öffentliche Anerkennung der Aktivitäten und Programme zur Alters- und Generationengerechtigkeit.

Mehrwert des Gütesiegels für Ihr Unternehmen/Ihre Organisation

  • Altersgerechte Führung bedeutet individuelle, geschlechtergerechte Förderung der MitarbeiterInnen gemäß ihren Stärken, Bedürfnissen und Lebensphasen, wodurch die optimale Ausschöpfung aller Potentiale gewährleistet wird.
  • In Generationenmanagement heute zu investieren, rechnet sich. Die Stärkung des Generationendialoges unter Ihren MitarbeiterInnen verbessert und sichert langfristig den Wissenserhalt und -transfer in Ihrem Unternehmen / Ihrer Organisation.
  • Altersgerechte Prozesse sind effiziente Prozesse. Neben der Effektivität wird gleichzeitig die Arbeitseffizienz Ihrer MitarbeiterInnen langfristig gesteigert.
  • Altersgerechte Arbeitsbedingungen wirken sich positiv auf die Zufriedenheit Ihrer MitarbeiterInnen und schlussendlich auch Ihrer KundInnen, sowie Ihrer KooperationspartnerInnen aus.
  • Altersgerechte Unternehmen und Organisationen sind vitale Unternehmen und Organisationen. Engagement für Altersgerechtigkeit steigert Ihre Marktattraktivität.

Gesundheitsförderung

  • Bewegungsangebote im Unternehmen/in der Organisation
  • Unterstützung bei gesunder Ernährung
  • Gesundheitstag (Veranstaltung zur Bewußtseinsbildung)

Generationen- und alternsgerechte Arbeitsgestaltung

  • alterskritische Tätigkeiten (z.B. schweres Heben) im Turnus von mehreren MitarbeiterInnen durchführen lassen
  • Job Rotation
  • Planung des Karrierepfads innerhalb der Organisation

Individuelle mitarbeiterInnenorientierte Arbeitszeiten

  • flexible Arbeitszeiten nach Lebensphase
  • Nachtarbeit ab dem 40. Lebensjahr reduzieren
  • Altersteilzeit ermöglichen

Handlungsfelder und Indikatoren

Eine Grafik, die die 4 Handlungsfelder als Kreisviertel darstellt

Das NESTORGOLD Gütesiegel wird an Unternehmen und Organisationen verliehen, deren gesamte Organisationsstruktur generationen- und altersgerecht gestaltet ist und in denen die Potentiale und Bedürfnisse der MitarbeiterInnen in allen Lebensphasen berücksichtigt werden.

Der ganzheitliche und nachhaltige Ansatz, der auf das aktive Einbringen der Erfahrungen aller MitarbeiterInnen sowie auf den Erhalt der Arbeitsfähigkeit abzielt, wird in vier Handlungsfeldern abgebildet. Insgesamt 27 Indikatoren unterstützen bei der Einschätzung des derzeitigen Standes und zeigen weitere Handlungs- und Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Die Indikatoren wurden vom Zertifizierungsbeirat entwickelt.

Vier Handlungsfelder

Individuum

Dieses Handlungsfeld betrachtet die oder den einzelne/n Mitarbeiter/in bzw. Führungskraft: Dabei wird z.B. eruiert, wie aktiv sich MitarbeiterInnen einbringen und selbst die Werte des Generationendialogs und -managements leben.

Denn neben den organisationsspezifischen Strukturen entscheiden vor allem auch die individuelle Arbeitsweise und das Engagement über die Effektivität des Generationenmanagements. Die diesem Handlungsfeld zugeordneten Indikatoren messen z.B. Engagement und Know-How des/der Einzelnen in Bezug auf eine altersgerechte Arbeitsweise.

Organisation

Auf der Ebene der Organisation werden Prozess-Gestaltung und Prozess-Wirksamkeit analysiert und ob diese den Generationendialog und Altersgerechtigkeit sicherstellen. Entscheidende Faktoren sind etwa eine sinnvolle Arbeitsteilung oder flexible Arbeitszeitmodelle.

Weiters gibt es in jeder Organisation Arbeitsplätze, die als alterskritisch eingestuft werden müssen, weil sie z.B. mit hoher körperlicher Anstrengung oder mit Nachtarbeit verbunden sind. In bestimmten Lebensphasen sind diese Tätigkeiten besonders beanspruchend. Solche Abläufe sollen identifiziert werden und deren negative Auswirkungen, etwa durch eine qualitative Arbeitsbereicherung, abgefedert werden.

Die entsprechenden Indikatoren messen z.B. ob die Organisation Modelle wie Altersteilzeit anbietet oder ob Arbeitsprozesse dem Alter der MitarbeiterInnen entsprechen.

Vitalität

Auf der Ebene der Vitalität werden Themen wie gendergerechte Arbeitsbedingungen und das Engagement zur Bindung älterer MitarbeiterInnen betrachtet, aber auch, wie nachhaltig mit MitarbeiterInnen und KooperationspartnerInnen gearbeitet wird - hier geht es darum, dass die Organisation eine langfristige Perspektive gegenüber der Ausrichtung an kurzfristigen Zielen priorisiert. Ebenso wird in diesem Handlungsfeld analysiert, wie sich die Organisation oder das Unternehmen nach außen präsentiert, z.B. ob KundInnen altersangemessen betreut werden.

Kultur

In diesem Handlungsfeld wird analysiert, wie offen die Organisationskultur gegenüber verschiedenen Generationen ist - wird ein Umfeld geschaffen, in dem unterschiedliche Generationen wertschätzend aufgenommen werden? Besonders positiv zu bewerten ist, wenn in der Organisationskultur der Austausch zwischen den Generationen gefördert wird.

Dies kann z.B. über Mentoring-Programme erreicht werden: Erfahrene MitarbeiterInnen werden eingeladen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Jüngere weiterzugeben. Indikatoren geben Aufschluss darüber, ob es beispielsweise eine umfassende Feedbackkultur gibt oder ob Konzepte des lebenslangen Lernens für alle Generationen angeboten werden.

Ausgezeichnete Unternehmen und Organisationen

Logos aller zertifzierten Unternehmen

Videos zu einigen der GütesiegelträgerInnen sind am Ende der Seite unter den externen Links abrufbar.

Auf der Stufe NESTORGOLD BEWEGT

Auf dem Weg zum Gütesiegel gibt es die Vorstufe NESTORGOLD BEWEGT. Sie bietet einen ressourcenschonenden und unbürokratischen Einstieg ins Generationenmanagement über einen klaren und zielgerichteten Maßnahmenplan. Folgende Unternehmen und Organisationen wurden in der Stufe NESTORGOLD BEWEGT ausgezeichnet:

  • bit management Beratung GmbH
  • Concisa Vorsorgeberatung und Management AG
  • ÖBB Infrastruktur/Betriebsführungszentralen im Geschäftsbereich Betrieb
  • SPAR Österreichische Warenhandels AG/Zentrale Graz
  • Waldquelle Kobersdorf Ges.m.b.H
  • AMS Burgenland
  • WAFF Wiener Arbeitnehmerinnen Förderungsfond

UnterzeichnerInnen der NESTORGOLD Charta

  1. abz Austria
  2. Admiral Casinos und Entertainment AG
  3. Admiral Sportwetten GmbH
  4. AK-Salzburg
  5. AK-Steiermark
  6. Akademie für Fortbildungen und Sonderausbildungen, Bereich Pflege am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien 
  7. Arbeitsmarktservice Burgenland
  8. Arbeitsmarktservice Niederösterreich
  9. Arbeitsmarktservice Oberösterreich 
  10. Arbeitsmarktservice Wien
  11. Austria-bio-Plastics GmbH
  12. Austrian Business Agency
  13. Bit management
  14. Bonus Pensionskassen
  15. Büro für Berufsintegrationsprojekte Öhe GmbH
  16. Caritas Vorarlberg
  17. Concisa Vorsorgeberatung
  18. dafür gem. GmbH
  19. die Berater Unternehmensberatungs GmbH
  20. DRÄXLMAIER Group
  21. Erste Group Bank AG
  22. FH Campus Wien 
  23. Finanzamt Hollabrunn, Korneuburg, Tulln
  24. Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz
  25. Hewlett Packard
  26. Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement IGB
  27. kika Möbelhandelsges.m.b.H.
  28. Koban Südvers Group Austria
  29. Lebenshilfe Radkersburg
  30. Luna, Frauenbeschäftigungsprojekt Hollabrunn
  31. McDonald's Österreich
  32. MENTOR
  33. MERKUR Warenhandels AG
  34. NOVOMATIC
  35. NP-Druck
  36. ÖAMTC
  37. ÖBB Infrastruktur AG
  38. Rail Cargo Group AG
  39. Rudolf Leiner GmbH
  40. Rupert Fertinger GmbH
  41. SIMACEK Facility Management Group GmbH
  42. SOZIAL GLOBAL AG
  43. Sozialmedizinisches Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital mit Gottfried von Preyer'schem Kinderspital
  44. Spar Österreich / Zentrale Graz
  45. T-Systems Austria GmbH
  46. Trendwerk
  47. UniCredit Bank Austria AG
  48. VAMED-KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges.m.b.H
  49. waff Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
  50. Waldquelle
  51. Wiener Sozialdienste
  52. Zumtobel Group

Vernetzungsdialog

Im Rahmen des NESTORGOLD Vernetzungsdialoges stellen VorreiterInnen auf dem Gebiet des Generationenmanagements Strategien und Lösungen aus der Praxis vor. In interaktiven Formaten wird der Austausch zwischen den Teilnehmenden aus dem NESTORGOLD Netzwerk gefördert. Gegenseitiges Lernen und der Erfahrungsaustausch sollen Organisationen und Unternehmen beim Aufbau alternsgerechter Strukturen unterstützen.  Der Vernetzungsdialog findet 1-2 jährlich statt und wird im NESTORGOLD Infomail angekündigt.

Alle Unternehmen und Organisationen auf Google Maps

 
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