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Wissenschaftspreis Inklusion durch Naturwissenschaften und Technik (WINTEC)

Zur weiteren Stärkung von Innovationen im Bereich der Inklusion hat das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz für 2018 nun zum dritten Mal den Wissenschaftspreis Inklusion durch Naturwissenschaften und Technik (WINTEC) ausgeschrieben. Bewerbungen sind bis 1. Juli 2018, 12:00 Uhr möglich.

Detaillierte Information über die Preisverleihung 2016 vom 06. Oktober 2016 inkl. aller Preisträger werden auf dieser Seite in kürze noch veröffentlicht.
Link zum Newsbeitrag: Newsbeitrag Veranstaltung-WINTEC 2016
Link zu den Pressefotos: Pressefotos-WINTEC-2016
Link zur Presseaussendung: Presseaussendung WINTEC 2016

Youtube  - WINTEC-Preisverleihung 2016

Zweck

WINTEC-Logo

Mit diesem Wissenschaftspreis werden Projekte, die zum Abbau von Barrieren und zur Stärkung des Inklusionsgedankens beitragen, ausgezeichnet. Gesucht werden innovative wissenschaftliche Projekte, die zukunftsweisend für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft sind. Besondere Bedeutung bekommt in diesem Zusammenhang unter anderem die Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Personen, aber auch der barrierefreie Zugang zu Informationen im Zeitalter der virtuellen Informationsgesellschaft.

Die Termini „Naturwissenschaften" und „Technik" sind in diesem Zusammenhang in einem weiten Begriff zu verstehen. Das Projekt soll vordergründig dazu dienen, das gesellschaftliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern und damit die Inklusion voranzutreiben.

Kriterien

Begrüßt werden alle Einreichungen, die innovative Lösungen zur Inklusion von Menschen mit Behinderung bieten. Dabei sind Einreichungen aus allen Wissenschaftsfeldern willkommen, es gibt keine Einschränkungen auf ein bestimmtes Feld der Naturwissenschaften oder der Technik. Einreichungen aus Architektur, Informatik, Maschinenbau oder anderen technischen Bereichen sind ebenso möglich wie bahnbrechende Lösungen aus der Pharmazie, der Medizin- und Rehabilitationstechnik.

Eingereicht werden können nur österreichische wissenschaftliche Arbeiten. Das heißt, sie müssen an österreichischen Universitäten oder Fachhochschulen publiziert bzw. eingereicht und bereits abgenommen worden sein, oder es handelt sich um Arbeiten, die in österreichischen wissenschaftlichen Fachblättern oder von österreichischen StaatsbürgerInnen in internationalen Fachblättern publiziert wurden.

Den Einreichungen muss eine Zusammenfassung im Ausmaß von max. 15 Seiten beigefügt sein, die eine Kurzfassung der Arbeit sowie eine Darstellung der konkreten Auswirkungen auf die Inklusion von Menschen mit Behinderung enthält.

Die Einreichung (in deutscher Sprache) muss bestehen aus:

  • Zusammenfassung des Projektes inkl. Referenzverweis (max. 15-seitig)
  • Abstract des Projektes - warum sollte dieses Projekt ausgewählt werden
    (max. 1000 Wörter)
  • CV inkl. druckfähigen Portraitfotos
    (je EinreicherIn bzw. aller Teammitglieder)
     

Alle speziell zur Einreichung erstellten o.a. Inhalte sind für die Veröffentlichung im Zuge des WINTEC vorgesehen und sollten dementsprechend gezielt vorbereitet werden. Siehe auch Einreichungen aus den vergangenen Wettbewerben www.sozialministerium.at/wintec

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) zum WINTEC-Preis sind auch im folgenden Download zusammengefasst:  

Jury

Foto Rektorin o.Univ.Prof.in Dipl.-Ing. in Dr. in techn. Seidler

„Ich sehe einen ganz starken Zusammenhang zwischen Innovation und Inklusion im Analysieren und Begreifen wechselseitiger Bedürfnisse  der Akteure. Diese Vorarbeit ist enorm wichtig.“

Sabine Seidler, seit 2011 Rektorin der Technischen Universität Wien, wurde 1961 im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt geboren. An der Technischen Hochschule Merseburg studierte sie Werkstoff- wissenschaft, wo sie auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war und 1989 promovierte. Im selben Jahr wechselte sie an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und arbeitete sieben Jahre lang am Institut für Werkstoffwissenschaft. Parallel dazu war sie als Gastwissenschaftlerin an der Ruhr-Universität Bochum am Institut für experimentelle Mechanik tätig und zwei Jahre lang Habilitationsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die gebürtige Deutsche besitzt die österreichische Staatsbürgerschaft, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

1996 wurde Sabine Seidler als Professorin für Nichtmetallische Werkstoffe an die Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften der TU Wien berufen. Ein halbes Jahr später habilitierte sie sich im Fachgebiet Werkstofftechnik. Als Polymerwerkstofftechnikerin liegen ihre Forschungsinteressen im Bereich der Kunststoffdiagnostik, Bruchmechanik und Struktur-Eigenschaftsbeziehungen in Kunststoffen. Von 2007 bis 2011 war Prof. Seidler an der TU als Vizerektorin für Forschung tätig. Neben ihrer Funktion als Rektorin der TU Wien und wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie Präsidiumsmitglied der Österreichischen Universitätenkonferenz, Mitglied in Aufsichtsräten namhafter Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen und Jurymitglied mehrerer anerkannter Forschungs- und Wissenschaftspreise.

Technik für Menschen: www.tuwien.ac.at

Portraitfoto Vizerektorin DI Dr.<sup>in</sup> Michaela Fritz

"Inklusion muss auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen stattfinden - politisch, gesellschaftlich oder auch zwischen- menschlich. Ich bin überzeugt, dass technische und medizinische Innovationen einen wesentlichen Beitrag leisten können, diesbezügliche Barrieren abzubauen. Dabei wird die Personalisierung der Technologien oder Therapien FÜR den einzelnen Menschen und sein Umfeld eine immer wichtigere Rolle spielen."

DIin Dr.in Michaela Fritz ist seit Oktober 2015 Vizerektorin für Forschung und Innovation an der Medizinischen Universität Wien. Die MedUni Wien ist nicht nur die größte medizinische Einrichtung in Österreich, sie zählt zu den bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas und stellt außerdem das gesamte Ärztepersonal für Europas größtes Krankenhaus, das Wiener AKH.
Michaela Fritz leitete davor das Department Health & Environment am AIT Austrian Institute of Technology, das zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit innovative Technologien entwickelt und zur Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit, natürliche Ressourcen und ihre Wechselwirkungen erforscht. Sie war seit Gründung des Vereins bis Ende 2015 Präsidentin von AAL Austria - Innovationsplattform für intelligente Assistenz im Alltag. Michaela Fritz war von 2005 bis 2010 bei der Austria Wirtschaftsservice GmbH für das Schwerpunktprogrammes LISA (Life Science Austria) verantwortlich und war für die strategische Planung, den Support von Start-ups und das Promoting von Österreich als exzellentem Standort für das Thema Life Sciences tätig. Parallel dazu fungierte sie als Managing Director der Wiener Cluster-Initiative LISA VR (Life Sciences Austria Vienna Region). Davor war sie mehrere Jahre bei der Infineon Technologies AG Bioscience als Senior Manager im Bereich Business Development in München tätig. Bevor sie in die Wirtschaft wechselte, arbeitete Michaela Fritz als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ETH Zürich. Nach ihrem Studium der Werkstoffwissenschaften (ETH Zürich) absolvierte sie ihr Postdoc-Studium an der University of California, Berkeley.

www.meduniwien.ac.at

Portraitfoto Präsident Herbert Pichler

Herbert Pichler ist in Passau geboren. Seit seiner Geburt hat er eine inkomplette Querschnittlähmung.

Aufgrund dieser Behinderung besuchte er die Sonderschule in Wien-Mauer, danach den Vorbereitungslehrgang für die Handelsschule und absolvierte diese. Seinen beruflichen Weg begann er als administrative Kraft bei einer Versicherung.
Als zweiten nebenberuflichen Bildungsweg schloss er die Handelsakademie ab und studiert Jura.

Seit 2000 ist er Ombudsmann der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, sowie seit 2013 Vizepräsident in der ÖAR.

Aufgrund zahlreicher teils ehrenamtlicher Tätigkeiten bei verschiedensten Behindertenverbänden ist Herbert Pichler in diverse Gremien (Beiräte, Kommissionen und Ausschüsse) des BMASK, des AMS, der PVA und der AUVA vertreten.

Im psychosozialen Bereich hat Herbert Pichler Ausbildungen zum Lebens- und Sozialberater, Mediator, Coach, Mental-Lehrtrainer, Outdoor-Trainer und Supervisor.

2003 erfolgte durch ihn der Aufbau des Büro „Chancen nutzen" im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) gemeinsam mit Frau Mag. Renate Czeskleba. Aufgabengebiet des Büro „Chancen nutzen" sind Seminare und Coachings zur Integration älterer Personen und Menschen mit Behinderung, chronischen und/oder psychischen Erkrankungen in die Arbeitswelt, u.a. Das „Chancen nutzen" Büro ist eine erfolgreiche Sozialpartnerinitiative.

www.oear.or.at

Foto: Dr. Erwin Buchinger

„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, die Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderungen in allen Lebenssituationen stetig zu verbessern."

Erwin Buchinger wurde als drittes von sieben Kindern 1955 in Mauthausen (OÖ) geboren.

Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechts- wissenschaften 1981 arbeitete Buchinger zehn Jahre als Jurist beim Landesarbeitsamt Oberösterreich.

Danach wurde er zum Leiter des Landesarbeitsamtes Salzburg berufen.

Von 2004 -2007 war Erwin Buchinger Landesrat für Soziales, Arbeit und Landesbedienstete in Salzburg. Seinen politischen Höhepunkt erreichte der jetzige Behindertenanwalt als Sozialminister der Republik Österreich vom 11. Jänner 2007 bis 2. Dezember 2008.
Seit 1. Jänner 2010 ist Erwin Buchinger Anwalt für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen (Behindertenanwalt).

www.behindertenanwalt.gv.at

Foto: Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger

„In den über zwanzig Standorten des Haus der Barmherzigkeit in Wien und Niederösterreichs betreuen wir Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen, die - wie gesunde Menschen - das Bedürfnis nach gesellschaftlicher Teilhabe, also Inklusion, haben. Diese wollen wir durch Bewusstseinsbildung und die Entwicklung innovativer Konzepte (organisatorisch, bauliche und technisch) ermöglichen."

Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger ist Institutsdirektor der "Haus der Barmherzigkeit-Gruppe" und Universitätsprofessor an der Donau-Universität Krems. Als Facharzt für Innere Medizin ist er auf den Bereich Geriatrie und Rheumatologie spezialisiert. Vor seiner Tätigkeit im Haus der Barmherzigkeit war Gisinger unter anderem Planungsbeauftragter für Geriatrie der Wiener Medizinischen Fakultät und stv. Leiter der Abteilung Rheumatologie am Wiener AKH.

www.hausderbarmherzigkeit.at

Foto: O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. A Min Tjoa

"Unsere Gesellschaft braucht Solidarität und es ist unsere Pflicht existierende Barrieren zu  bezwingen."

A Min Tjoa ist seit 1994 Professor an der Technischen Universität Wien und Vorstand des Instituts für Softwaretechnik und Interaktive Systeme. Als Gastprofessor war er u.a. an den Universitäten Zürich, Kyushu und Wroclaw in Polen sowie der Technischen Universität Lausanne und des National Institute of Informatics (Tokio) tätig. 2011 verlieh die Technische Universität Prag ihm das Ehrendoktorat. Zudem ist er Ehrenprofessor der Universität Hue (Vietnam). Im Jahre 1989 gründete er den Arbeitskreis für Behinderte der OCG und initiierte (gemeinsam mit Prof. Roland Wagner) die erste „International Conference on Computers for Handicapped Persons" (ICCHP; jetzige Bezeichnung: International Conference on Computers Helping People with Special Needs). Von 1999 bis 2003 war er Präsident der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG). Von 2000 - 2003 war er Vorstand des gesamtösterreichischen „Interuniversitären Institutes für Informationssysteme zur Unterstützung Sehgeschädigter Studierender" und von 2004 - 2011 Vorstand des Institutes „Integriert Studieren" der TU Wien. Seit 2007 ist Obmann des Competence Centers for Excellent Technologies SECURE BUSINESS AUSTRIA-SBA  (als Teil der COMET K1-Initiative der Bundesregierung). Er ist seit 2012 Chairman der IFIP Working Group on Enterprise Information Systems. Seit 2007 ist er Österreichs Vertreter bei der UNO-CSTD (Commission for Science and Technology Development) und Vice Chairperson diese Kommission für die Periode 2015/2016. Seit 2013 war er Secretary des Executive Committee der International Federation for Information Processing (IFIP). Er ist derzeit Vizepräsident der International Information Center for Terminology und der österreichische Koordinator der ASEAN-European Academic University Network, das 70 führende Universitäten in Südostasien und Europa umfasst. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind IT for Inclusion, Data Warehousing, Cloud Computing, Semantic Web, Security, sowie nichtstandardisierte IT-Applikationen.

Er publizierte über 200 wissenschaftliche (peer reviewed) Beiträge in Fachzeitschriften und auf Konferenzen.

http://ifs.tuwien.ac.at/ 

Foto Univ.-Prof. Dr. Roland Wagner

"Es gibt keine "Behinderungen" oder "Spezielle Bedürfnisse", es gibt nur unterschiedlichste Fähigkeiten - und die gilt es zu erkennen, zu entwickeln, zu erproben und zum Einsatz für uns alle zu bringen!"

Roland Wagner, geboren 1952 in Linz, ist ein österreichischer Informatiker. Er ist seit 1987 Professor für Angewandte"Unsere Gesellschaft braucht Solidarität und es ist unsere Pflicht existierende Barrieren zu bezwingen."

Wagner leitet das Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung sowie das Institut für Integriert Studieren. Roland Wagner (* 1952 in Linz) ist ein österreichischer Informatiker. Er ist seit 1987 Professor für Angewandte Informatik an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Wagner leitet das Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung sowie das Institut für Integriert Studieren.

Roland Wagner studierte von 1970 bis 1975 Informatik an der JKU, an der er auch promovierte. 1983 folgte seine Habilitation. Seit 1987 ist er Universitätsprofessor für Informationssysteme an der JKU und errichtete im Jahre 1990 das Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW – Institute for Application Oriented Knowledge Processing) an der Johannes Kepler Universität Linz und im Softwarepark Hagenberg, der im Jahre 1989 von Professor Bruno Buchberger gegründet wurde, das er seither als Vorstand leitet. Im Jahre 2005 gründete Professor Wagner als Spin-off des FAW Instituts die FAW Gmbh im Softwarepark Hagenberg.

Im Jahre 1990 begann Wagner kurz nach der Öffnung der Grenzen zu Osteuropa auch eine sehr intensive wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in Prag (Institut Professor Dr. Vladimir Marik), die bisher besteht.

Wagner engagierte sich Anfang der 1990er-Jahre für das Gebiet „Informatik hilft Behinderten“, aus dem dann das Institut Integriert Studieren der Johannes Kepler Universität entstand, das er seit 1990 als Vorstand leitet. Zudem leitete er 1989 die Gründung der International Conference on Computers for People with special needs (ICCHP) und 2002 die des Kompetenznetzwerks Informationstechnologie zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen (KI-I) in die Wege – seit 2003 ist er Vorsitzender des KI-I-Aufsichtsrats.

Wagner war 1998 – 2000 Vizestudiendekan und von 2000 bis 2002 Studiendekan an der JKU, sowie zuvor über lange Jahre der Vorsitzende der Studienkommission Informatik.

Er war von 2003 bis 2010 Vizepräsident und im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung und ist Vizepräsident der Österreichischen Computergesellschaft.

Darüber hinaus gründete er 1990 die International Conference on Database and Expert Systems Applications (DEXA) und das wissenschaftliche Journal Transactions on Large-Scale Data- and Knowledge-Centered Systems (Springer Verlag).

Wagner hat bisher über 200 Publikationen in Journals und Konferenzproceedings veröffentlicht und ist Mitherausgeber zahlreicher Bücher. Außerdem ist er in zahlreichen wissenschaftlichen Konferenzen Programmkomitee Vorsitzender und/oder Mitglied der einzelnen wissenschaftlichen Programmkomitees.

www.jku.at

"Während meines Studiums (Elektrotechnik an der TU Wien) wurde mir schmerzlich bewusst, dass sich zwischen dem, was technisch machbar ist, und dem, was Menschen mit Behinderung zur Verfügung steht, ein tiefer Graben auftut. Das wollte ich ändern."

Wolfgang L. Zagler (Jahrgang 1951) befasste sich schon während seines Studiums der Elektrotechnik an der TU Wien mit der Frage, ob und wie Menschen mit einer Behinderung durch zeitgemäße technische Entwicklungen im Alltag unterstützt werden können.
Aus diesen Bestrebungen heraus konnte er einige Jahre später die „Forschungsgruppe für Rehabilitationstechnik fortec" ins Leben rufen. Mit einem multidisziplinären Team ist es seither gelungen, zahlreiche nationale und europaweite Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität blinder, sehbehinderter und in ihrer Mobilität eingeschränkter Menschen durchzuführen.
Als ab 2004 die EU durch „Ambient Assisted Living - AAL" einen besonderen Schwerpunkt in Richtung technische Unterstützung der stark anwachsenden älteren Bevölkerung setzte, konnte die TU Forschungsgruppe die über Jahre gewonnenen Erfahrungen vorzüglich in das neue Forschungsgebiet einbringen. Dabei stehen neben den rein technischen Aufgaben vermehrt auch Fragen der Ethik, der Akzeptanz und der Usability im Vordergrund.
Mit Jahresbeginn 2012 wurde fortec als „Zentrum für Angewandte Assistierende Technologien - AAT" in die Fakultät für Informatik aufgenommen und dem Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung zugeteilt.

Mehr zu den Zielen und Aufgaben von AAT ist unter www.aat.tuwien.ac.at zu finden

Preise

Die eingereichten Projekte werden von einer aus ExpertInnenjury aus dem Bereich der Wissenschaft und der Inklusion von Menschen mit Behinderung bewertet und die drei Erstgereihten mit Preisgeldern prämiert

1. Preis 10.000 EUR 

2. Preis 5.000 EUR

3. Preis 3.000 EUR

Darüber hinaus werden die ausgezeichneten Projekte in einer Publikation des Sozialministeriums veröffentlicht.

Die Preisverleihung findet im Oktober 2018 in den Räumlichkeiten des Sozialministeriums im Rahmen eines Festaktes statt.

Details zur Einreichung und Frist

Details zur Einreichung und Frist

Mit der Einreichung wird bestätigt, dass die EinreicherInnen berechtigt sind, einer Veröffentlichung der eingereichten sowie insbesondere der ausgezeichneten Arbeit zur Gänze oder auszugsweise auf der Website des Sozialministeriums oder in vom Sozialministerium herausgegebenen Publikationen zuzustimmen, dass die EinreicherInnen diese Zustimmung erteilen und dass durch die Veröffentlichung der Arbeit keine Rechte Dritter verletzt werden.

Bewerbungen sind ab sofort entweder per Post oder per E-Mail (roland.weinert@sozialministerium.at) möglich und müssen bis 01. Juli 2018 um 12:00 Uhr bei der Abteilung IV/A/10 des Sozialministeriums, 1010 Wien, Stubenring 1, zu Handen Herrn Mag. Roland Weinert, MAS einlangen.

Weitere Antworten zu möglichen Fragen finden Sie unter dem Link FAQs zur Einreichung bzw. steht Ihnen gerne auch noch weitere Kontaktmöglichkeit zur Verfügung:

Ralf Tatto, MA
E-Mail: ralf.tatto@sozialministerium.at
Tel.:+43 1 711 00 - 86 6192

WINTEC - eine Maßnahme des NAP-Behinderung

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplan Behinderung 2012-2020, stellt der WINTEC eine umgesetzte Maßnahme im Sinne der Bewusstseinsbildung dar (Nr. 237).

Der WINTEC 2015 im Rückblick

Der WINTEC-Pokal

Das besondere am WINTEC-Preis ist seine Werdegang...

Um auch bei der Entwicklung und Fertigung des Preises Menschen mit Behinderung tätig werden zu lassen, wurde die Ausschreibung an alle Integrativen Betriebe in Österreich durchgeführt.

Die GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH war sofort von dieser Möglichkeit der Mitwirkung der Preisgestaltung und -produktion begeistert und ließ kreative Köpfe der Belegschaft grafische Entwürfe für den WINTEC-Preis anfertigen, Kalkulationen erstellen und ein Angebot an das Sozialministerium versenden. Von Seiten des Sozialministeriums wurde ein großer Spielraum für die Gestaltung und das dafür eingesetzte Material gelassen. Aufgrund des umfassenden Produkt- und Leistungsportfolios der GW St. Pölten – reicht von Metall- und Elektroproduktion über Textilkonfektionierungen bis hin zu Schilder, Druck und Werbetechnik – konnten die MitarbeiterInnen ihren Ideen freien Lauf lassen. Trotz des straffen Terminplanes – Eingang der Ausschreibung am 19. August 2015, Fertigstellung des Preises bis 17. September 2015 – ließ sich die GW St. Pölten nicht abschrecken und wurde für die Bemühungen auch belohnt – der Zuschlag ging an die GW St. Pölten.

Bei der Fertigung des WINTEC-Preises wird ein Großteil des hausinternen Leistungsspektrums eingebracht. Die Wahl bei den eingesetzten Materialien fiel auf Aluminium und Acrylglas. Zum Einsatz kommen die Fertigungstechnologien Sägen, Fräsen, Oberflächenveredelung, Gravur und Digitaldruck. Zu aller Letzt werden die gesamten Einzelteile noch im Haus assembliert. Besonders hervorzuheben ist, dass die Realisierung durch Menschen mit Behinderung erfolgt und hiermit ein wesentlicher sozialer Aspekt gegeben ist.

Zum Unternehmen GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH

innovative Produkte durch die Flexibilität eines „Allrounders". Die GW St. Pölten, gegründet im Jahr 1981, ist ein zertifizierter Industriebetrieb und bietet Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Metallbe- und -verarbeitung, allgemeine Montagen, Elektromontagen und Schaltschrankbau über Textilkonfektionierungen bis hin zu Schilder, Druck & Werbetechnik an. Die Kernkompetenz liegt in der Produktion von elektro/mechanischen Komponenten und Baugruppen.

Als Integrativer Betrieb beschäftigt die GW St. Pölten rund 420 MitarbeiterInnen zu Bedingungen wie in der Privatwirtschaft. Mit ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen (z.B. speziell entwickelte Steh- und Hebehilfen oder höhenverstellbare Tische) und Prozessen versetzt das Unternehmen seine MitarbeiterInnen, die zu

70% Menschen mit Behinderung sind, in die Lage, wirtschaftlich produktiv zu sein – in Arbeitsbereichen, die ihr persönliches Leistungspotenzial ausschöpfen.

Im Zuge einer Neuorientierung hat sich die GW St. Pölten gezielt mit Zukunftstechnologien wie E-Mobilität, erneuerbare Energien und LED-Technologie in Richtung Eigenprodukte auseinandergesetzt. Daher forciert die GW St. Pölten die Weiterentwicklung in Richtung Mobilitätstechnologien in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Mit den Eigenprodukten der

E-Mobility-Plattform „motion innovations" bietet die GW St. Pölten innovative Produkte „made in Austria", TÜV geprüft und alles aus einer Hand! Die Produkte reichen von E-Rollern über E-Pedelecs und Leihfahrräder bis hin zu Ladeinfrastrukturen und Verwahrungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen zur GW-St. Pölten: http://www.gw-stpoelten.com

DI Gerhard Nussbaum steuert mit seinem Mund eine Drohne

Der 4D-Joystick ist ein neues, weltweit einzigartiges System, welches es Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen jeglicher Altersgruppen ermöglicht, nicht-triviale Spielzeuge wie ferngesteuerte Flugzeuge, Helikopter, Multikopter, Autos und Boote vollständig, zuverlässig und exakt mit dem Mund zu steuern. Mit ihm können 4 analoge und 4 digitale Kanäle gleichzeitig kontrolliert werden. Durch Funktionen wie Expo, Dual Rates, Dead Zone und Invertierung ist er sehr gut an die Bedürfnisse der Benutzer anpassbar. Der 4D-Joystick eröffnet eine komplett neue Welt für die Zielgruppe, da es in diesem Bereich bisher keine vergleichbare Möglichkeit gibt. Zudem wurde der Einsatz des 4D-Joysticks als Musikinstrument, als Eingabegerät zur Steuerung komplexer Computerspiele oder für den Computer bereits erfolgreich demonstriert.

Illustration des Konzeptes zur Steuerung einer Prothese mit dem Gehirn.

Der Verlust eines Arms ist ein dramatisches Erlebnis im Leben betroffener PatientInnen. Durch neueste bionische Prothesen, deren Bewegungen durch Gedanken gesteuert werden, kann ein Teil der verlorenen Funktion wiederhergestellt werden. Modernste bionische Prothesen können schon jetzt ähnlich viele Bewegungen wie ihre menschlichen Vorbilder ausführen, jedoch ist die effiziente und intuitive Steuerung der limitierende Faktor. Um dies zu verbessern, muss die Schnittstelle zwischen PatientInnen und Prothese verbessert werden um der Vision eines vollständigen Extremitätenersatzes durch Prothesen näher zu kommen. In Kooperation mit unseren Partnern haben wir eine implantierbare Schnittstelle entwickelt und präklinisch getestet die diese höchst komplexe Informationsweitergabe umsetzt und somit den optimalen Einsatz der Prothese ermöglicht.

Eine Illustration die zeigt den Benutzer-zentrierten Prozess der Entwicklung der im IAAA Projekt verfolgt wird

Das Forschungsprojekt IAAA (Interaction Analysis for Automated Adaptation) verfolgt den Ansatz von Inklusion durch automatisierte Individualisierung der Mensch-Maschine-Interaktion. Dabei soll sich das System an den individuellen Menschen und seine kognitiven und motorischen Voraussetzungen und Präferenzen anpassen sodass das Gesamtkonstrukt aus Endgerät, System und Benutzerschnittstelle so gut als möglich bedienbar und für jede/n BenutzerIn optimiert ist. Die Interaktion mit Computer und Smartphone (und damit auch der Zugang zum Internet) für Menschen mit Behinderung soll dadurch erleichtert werden und einen Abbau von derzeit existenten Barrieren bewirken. Als Basis dafür stehen feingranulare Analyse und Modellierung von Benutzerinteraktion im Fokus des Projekts. Ein detailliertes Benutzermodell bildet so die Grundlage für die automatische Auswahl der individuell am besten geeigneten Eingabemethode. Zusätzlich beschäftigt sich IAAA mit der Identifikation neuer und unkonventioneller weiterer Interaktionsmöglichkeiten für die Zielgruppe (so wird etwa ein herkömmlicher Locher zum Eingabemittel für das Smartphone). Das Projekt der FH Oberösterreich an der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien in Hagenberg kooperiert mit LIFEtool gemeinnützige GmbH und dem Diakoniewerk Gallneukirchen.

Publikation zum WINTEC 2015

Deckblatt der WINTEC-Broschüre

Bildergalerie WINTEC 2015 am 22.09.2015

 
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