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Alterspension

Um auch im Alter finanziell abgesichert zu sein, steht die Alterspension allen Versicherten offen, die das gesetzliche Pensionsantrittsalter (Regelpensionsalter) erreicht haben und die Mindestversicherungsdauer (Wartezeit) erfüllen.

Grundsätzlich gilt: keine Pension ohne Antrag. Bevor eine Alterspension ausbezahlt werden kann, muss - wie bei jeder Leistung aus der Pensionsversicherung - ein entsprechender Antrag bei dem Versicherungsträger gestellt werden, bei dem der/die Betroffene die letzten 15 Jahre überwiegend versichert war. Ein Pensionsantrag sollte zwei bis drei Monate vor Pensionsbeginn eingereicht werden.

Je nach Geburtsjahrgang gelten unterschiedliche Anspruchsvoraussetzungen für eine Alterspension.

Alterspension für Geburtsjahrgänge bis 1954

Das Regelpensionsalter ist bei Frauen das 60. Lebensjahr und bei Männern das 65. Lebensjahr. Um Anspruch auf eine Alterspension zu haben, muss zusätzlich die Wartezeit erfüllt sein. Sie beträgt:

  • 180 Versicherungsmonate (15 Versicherungsjahre) innerhalb der letzten 360 Kalendermonate (30 Jahre) oder
  • 180 Beitragsmonate (15 Beitragsjahre) der Pflichtversicherung bzw. der freiwilligen Versicherung ohne zeitliche Lagerung oder
  • 300 Versicherungsmonate (25 Versicherungsjahre) bis zum Stichtag, wobei Ersatzmonate erst ab 01. Jänner 1956 zählen.

Alterspension für Geburtsjahrgänge ab 1955

Mit 1. Jänner 2024 wird das derzeitige Pensionsantrittsalter von Frauen (60. Lebensjahr) um jeweils sechs Monate pro Jahr bis zum Jahr 2033 (65. Lebensjahr) angehoben. Erstmals davon betroffen sind Frauen mit einem Geburtsdatum ab 2. Dezember 1963 (60. Lebensjahr und sechs Monate). Für Frauen mit einem Geburtsdatum ab 2. Juni 1968 gilt das 65. Lebensjahr als generelles Pensionsantrittsalter.

Voraussetzungen für eine Alterspension für Jahrgänge ab 1955

Erreichtes Regelpensionsalter:

  • 60. Lebensjahr bei Frauen bis zum Jahr 2024
  • 65. Lebensjahr bei Frauen ab dem Jahr 2033
  • 65. Lebensjahr bei Männern

Erfüllte Wartezeit:

  • 180 Versicherungsmonate (15 Versicherungsjahre) innerhalb der letzten 360 Kalendermonate (30 Jahre) oder
  • 180 Beitragsmonate (15 Beitragsjahre) der Pflichtversicherung bzw. der freiwilligen Versicherung ohne zeitliche Lagerung oder
  • 300 Versicherungsmonate (25 Versicherungsjahre) bis zum Stichtag.

Alternativ dazu ist auch folgende erfüllte Wartezeit gültig:

180 Versicherungsmonate (15 Versicherungsjahre). Davon müssen mindestens 84 Versicherungsmonate (7 Jahre) aus einer Erwerbstätigkeit heraus entstanden sein. Zu den Zeiten der Erwerbstätigkeit zählen auch Zeiten der Pflege eines behinderten Kindes, eines/einer nahen Angehörigen (ab Pflegestufe 3) sowie Zeiten der Familienhospizkarenz.

Neu seit 1.1.2017: Auch Kindererziehungszeiten, die vor dem Jahr 2005 erworben wurden, werden nun für die Wartezeit berücksichtigt.

Bonifikation bei späterem Pensionsantritt

Wird die Alterspension trotz Erfüllung der Wartezeit bzw. Mindestversicherungszeit erst nach Erreichen des Regelpensionsalters (derzeit bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr, bei Männern das vollendete 65. Lebensjahr) in Anspruch genommen, wird die Leistung für die Monate der späteren Inanspruchnahme (Bonusphase längstens 3 Jahre) im Regelfall um 4,2 % pro Jahr erhöht. 

Als zusätzliche Förderung für den längeren Verbleib im Erwerbsleben wird in der Bonusphase der Anteil des Dienstnehmers und des Dienstgebers am Pensionsversicherungsbeitrag jeweils um die Hälfte reduziert, wodurch sich das monatliche Arbeits-Nettoeinkommen erhöht. Für die Gutschrift am Pensionskonto werden bei der späteren Pensionsberechnung jedoch weiterhin die vollen Beitragsgrundlagen herangezogen.

 
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