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24-Stunden-Betreuung

24-Stunden-Betreuung

Das Sozialministerium hat eine Möglichkeit entwickelt,
wie die 24-Stunden-Betreuung unterstützt werden kann.
Pflegebedürftige Personen oder deren Angehörige
können Leistungen dafür bekommen.
Diese Leistungen kommen aus dem
Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung.

Seit 1. November 2008 gibt es
folgende Möglichkeiten für eine Förderung:
  • Wenn Sie unselbstständig arbeiten:
    bis zu 1.100 Euro
  • Wenn Sie selbstständig,
    mit Werkverträgen arbeiten:
    bis zu 550 Euro
Die Betreuung muss so sein,
wie es im Hausbetreuungs-Gesetz steht.

Es gibt für die Betreuung folgende Möglichkeiten:

  • Die pflegebedürftige Person
    oder die Angehörigen dieser Person
    machen einen Vertrag mit einer Einrichtung.
  • Die pflegebedürftige Person
    oder die Angehörigen dieser Person
    stellen eine Person an,
    die selbstständig in der Pflege arbeitet.
    Diese Personen nennt man Betreuungs-Kräfte.

Seit 1. Jänner 2009 müssen Betreuungs-Kräfte
bestimmte Voraussetzungen haben:

  • Sie machen die Ausbildung zur Betreuungs-Kraft.
    Diese Ausbildung ist so wie die
    zur Heimhelferin oder zum Heimhelfer.
  • Oder sie haben die Person,
    für die es eine Förderung geben soll,
    schon mindestens 6 Monate gepflegt.
  • Oder sie haben eine bestimmte Genehmigung,
    dass sie in der Pflege arbeiten dürfen
Damit man eine Förderung bekommen kann,
muss die pflegebedürftige Person
mindestens Pflegegeld der Stufe 3 bekommen.

Die pflegebedürftige Person darf nicht mehr
als 2.500 Euro Einkommen im Monat haben.
Bestimmte Leistungen zählen
zu diesem Einkommen nicht dazu.
Zum Beispiel Pflegegeld, Sonderzahlungen,
Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Wohnbeihilfen.

Wenn man Angehörige hat,
die Recht auf Unterhalts-Zahlungen hat,
kann man für jede dieser Personen
um 400 Euro mehr Einkommen haben.

Wenn man behinderte Angehörige hat,
die Recht auf Unterhalts-Zahlungen hat,
kann man für jede dieser Personen
um 600 Euro mehr Einkommen haben.

Die Förderung kann man auch bekommen,
wenn die pflegebedürftigen Person Vermögen hat.
Zum Beispiel wenn sie eine Wohnung oder ein Haus besitzt.

Die neuen Regelungen für die 24-Stunden-Betreuung
gelten seit 1. November 2008.

Für Fragen, Informationen oder
wenn Sie einen Antrag stellen wollen,
wenden Sie sich an das Sozialministeriumservice.
Es gibt in jedem Bundesland eine Landesstelle.

Telefon zum Ortstarif: 05 99 88

Im Jahr 2007 wurden die Rahmenbedingungen für eine qualitätsgesicherte 24-Stunden-Betreuung auf legaler Basis geschaffen und gleichzeitig auf Initiative des Sozialministeriums auch ein entsprechendes Fördermodell entwickelt.

Die Betreuung von betreuungsbedürftigen Personen in privaten Haushalten kann im Rahmen einer selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit erfolgen.

Zum Infoservice des Sozialministeriums

Förderung der 24-Stunden-Betreuung

Das Sozialministerium hat ein Förderungsmodell entwickelt, mit dem Leistungen an pflegebedürftige Personen oder deren Angehörige aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung gewährt werden können. Ein Zuschuss kann ab Pflegestufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz gewährt werden.

Die Förderung bei der Beschäftigung von zwei selbstständig tätigen Betreuungskräften beträgt maximal € 550 pro Monat. Bei der Beschäftigung von zwei unselbstständig tätigen Betreuungskräften beträgt der Zuschuss maximal € 1.100 pro Monat. Die Betreuung muss gemäß den Bestimmungen des Hausbetreuungsgesetzes erfolgen.

Erste Anlaufstelle bei Fragen zur 24-Stunden-Betreuung und für die Antragstellung ist das Sozialministeriumservice mit seinen 9 Landesstellen.

Anspruchsvoraussetzungen für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung

Um eine Förderung der 24-Stunden-Betreuung zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Bedarf einer bis zu 24-Stunden-Betreuung
  • Bezug von Pflegegeld ab der Stufe 3
  • Vorliegen eines Betreuungsverhältnisses zur pflegebedürftigen Person, zu einem Angehörigen oder zu einem gemeinnützigen Anbieter
  • Die Betreuungskräfte müssen entweder eine theoretische Ausbildung, die im Wesentlichen derjenigen eines Heimhelfers bzw. einer Heimhelferin entspricht, nachweisen oder seit mindestens sechs Monaten die Betreuung der pflegebedürftigen Person sachgerecht durchgeführt haben. Alternativ dazu muss eine fachspezifische Ermächtigung der Betreuungskraft zu pflegerischen Tätigkeiten vorliegen.

Einkommensgrenze für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung

Bei der Antragstellung wird das Einkommen der pflegebedürftigen Person berücksichtigt. Die Einkommensgrenze beträgt € 2.500 netto monatlich, wobei Leistungen wie Pflegegeld, Sonderzahlungen, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Wohnbeihilfen unberücksichtigt bleiben. Für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen erhöht sich die Einkommensgrenze um € 400 bzw. um € 600 für behinderte, unterhaltsberechtigte Angehörige. Die Förderung wird unabhängig vom Vermögen der pflegebedürftigen Person gewährt.

Arbeitsrecht für 24-Stunden-Pflegekräfte

Bei der Betreuung von betreuungsbedürftigen Personen in privaten Haushalten gibt es zwei mögliche Arbeitsverhältnisse: eine selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit.

Es gilt das Hausbetreuungsgesetz. Damit ist die rechtliche Absicherung der Betreuer und Betreuerinnen und der von ihnen betreuten Personen sowie eine praxisnahe Durchführung der 24-Stunden-Betreuung gewährleistet.

 
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