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Alten- und Pflegeheime

Wenn Menschen älter werden,

brauchen sie oft Betreuung und Pflege.

Viele übersiedeln in ein Altenheim oder in ein Pflegeheim.

Sie müssen sich freiwillig dafür entscheiden,

niemand darf sie zwingen.

Ein Altenheim oder Pflegeheim nimmt Menschen nur dann auf,

wenn sie das wirklich wollen.

Grundsätzlich leben die Bewohnerinnen und Bewohner

nur so lange dort, wie sie Pflege brauchen.

Es kann sein, 

dass es den Menschen durch Pflege und Therapie wieder besser geht.

Dann können sie wieder in ihr vertrautes Zuhause zurückkehren.

Kosten für Altenheime und Pflegeheime

Wie viel kostet das Heim?

Das ist unterschiedlich und hängt von verschiedenen Umständen ab.

Zum Beispiel davon, in welchem Bundesland das Heim ist.

Oder ob es ein öffentliches oder ein privates Heim ist.

In den meisten Pflegeheimen zahlt man 

einen Grundbetrag

und einen Zuschlag

Wie hoch ist der Zuschlag?

Das hängt davon ab, wie viel Pflege die Person braucht.

Meistens richtet sich der Zuschlag nach dem Pflegegeld.

Von welchem Geld muss man das Heim zahlen?

Vom Pflegegeld

Von der Pension

Von sonstigem Einkommen

Zum Beispiel wenn man eine Wohnung vermietet

und dafür Miete bezahlt bekommt.

Von sonstigem Vermögen

Zum Beispiel wenn man viel Geld auf dem Sparbuch hat.

Und wenn das nicht reicht?

Dann bezahlt meistens die Sozialhilfe 

oder die Mindestsicherung den Rest.

In manchen Bundesländern

müssen auch unterhaltspflichtige Angehörige

etwas dazu zahlen.

Wollen Sie genaue Informationen darüber?

Wenden Sie sich an

das jeweilige Altenheim oder Pflegeheim

das zuständige Gemeindeamt

das Magistrat oder die Bezirks-Hauptmannschaft

Zur Alten- und Pflegedatenbank des Infoservice des Sozialministeriums

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, betreuungs- und pflegebedürftig zu werden. Viele übersiedeln schließlich in ein Alten- oder Pflegeheim. Bei der Aufnahme in ein Alten- oder Pflegeheim gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Das heißt: Die Bewohner und Bewohnerinnen werden nur mit ihrer ausdrücklichen Zustimmung aufgenommen.

Der Aufenthalt in einem Alten- oder Pflegeheim erstreckt sich prinzipiell nur auf die Dauer der Pflegebedürftigkeit. Pflege und Therapie können unter Umständen die Rückkehr in die vertraute, häusliche Umgebung ermöglichen.

Kosten für Alten- und Pflegeheime

Die Höhe der Heimkosten variiert und ist von mehreren Faktoren abhängig. So kommt es etwa darauf an, in welchem Bundesland die Einrichtung liegt und ob es sich um eine öffentlich oder privat geführte Institution handelt. In den meisten Alten- und Pflegeheimen setzen sich die Gebühren aus einem Grundbetrag und einem Zuschlag entsprechend dem Ausmaß der Pflegebedürftigkeit, meist in Anlehnung an die Höhe des Pflegegeldes, zusammen.

Neben dem Pflegegeld und der Pension wird auch das sonstige Einkommen zur Deckung der Heimkosten herangezogen. Wenn Einkommen und Vermögen zur Abdeckung der Heimkosten nicht ausreichen, kommt meist die Sozialhilfe bzw. der Träger der Mindestsicherung für den Restbetrag auf. In einigen Bundesländern werden die noch offenen Heimkosten jedoch nicht von der Sozialhilfe bzw. vom Träger der Mindestsicherung getragen, sondern von Familienangehörigen eingefordert. Seit 1. Juli 2014 sind österreichweit Kinder zur Zahlung offener Pflegekosten ihrer Eltern im stationären Bereich ausgenommen. Genaue Auskünfte darüber geben die jeweiligen Alten- oder Pflegeheime, das zuständige Gemeindeamt, das Magistrat bzw. die Bezirkshauptmannschaft.

Rechtsgrundlage zum Aufenthalt in Alten- oder Pflegeheimen

Wichtige Gesetze zum Aufenthalt in einem Alten- oder Pflegeheim sind das Heimvertragsgesetz und das Heimaufenthaltsgesetz. Das Heimvertragsgesetz dient dem Schutz der Bewohner und Bewohnerinnen von Alten- und Pflegeheimen. Mit dem Heimaufenthaltsgesetz sind die Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Beschränkung der persönlichen Freiheit psychisch kranker und kognitiv beeinträchtigter Menschen in Alten- und Pflegeheimen geregelt.

Detailinformationen zu Heimaufenthalt, Heimvertrag und Pflege liefert auch das Konsumentenportal des Sozialministeriums.

Alten- und Pflegeheime in Österreich

Das Infoservice des Sozialministeriums bietet einen Überblick über das vorhandene Angebot an Alten- und Pflegeheimen in ganz Österreich. Über das Broschürenservice des Sozialministeriums kann man außerdem die Broschüre "Alten- und Pflegeheime in Österreich" (Band MITTE - Oberösterreich, Steiermark, Band OST - Wien, Niederösterreich, Burgenland sowie Band SÜD/WEST - Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg) kostenlos bestellen.

Seit 2013 gibt es in ganz Österreich das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich (NQZ). Das Sozialministerium und die Bundesländer haben gemeinsam dafür gesorgt, dass das NQZ in ganz Österreich gilt. Mit dem Zertifikat werden Häuser ausgezeichnet, die sich - über die Erfüllung gesetzlicher Voraussetzungen hinaus - im Interesse einer größtmöglichen individuellen Lebensqualität ihrer Bewohner und Bewohnerinnen um die Weiterentwicklung ihrer Qualität bemühen.

Infoservice des Sozialministeriums: Alten- und Pflegedatenbank

 
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